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Neuner entspannt beim Abschied vom Zoll

19.08.2012, 13:45 Uhr | dpa

Neuner entspannt beim Abschied vom Zoll. Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble überreicht Magdalena Neuner in Berlin ein Abschiedsgeschenk.

Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble überreicht Magdalena Neuner in Berlin ein Abschiedsgeschenk. (Quelle: dpa)

Berlin (dpa) - Magdalena Neuner bestellte sich erst einmal eine Bratwurst im Brötchen. Ketchup drauf, dann verkrümelte sie sich zusammen mit Biathlon-Freundin Miriam Gössner in eine schattige und ruhige Ecke im Garten des Bundesfinanzministeriums.

"Hungrig macht man kein gutes Interview", scherzte die Rekordweltmeisterin. Als Gesprächspartnerin war die junge Sport-Rentnerin beim Tag der offenen Tür gefragt - nicht nur als Finanzminister Wolfgang Schäuble sie auf der Bühne in Berlin aus dem Staatsdienst als Zollbeamtin verabschiedete.

"Sie haben unheimlich viele Menschen begeistert. Sie haben unheimlich viel Sympathie für unser Land erworben, und dafür möchte ich Ihnen danken", sagte Schäuble. Mit dem Schritt aus dem geförderten Zoll-Ski-Team hat Neuner noch mehr Abstand von ihrem Leben als Profisportlerin gewonnen. Bereits vor fünf Monaten zog sich die Doppel-Olympiasiegerin nach ihrem dritten Sieg im Gesamtweltcup in die sportliche Frührente zurück.

"Mein neues Leben macht mir auch Spaß", sagte die Sportlerin des Jahres jetzt. "Mir geht es gut. Ich habe es bislang keine Sekunde bereut, dass ich mich so entschieden habe." Im braun-blauen Dirndl mit weißer Schürze schrieb sie am Samstag entspannt Autogramme. "Auf jeden Fall wird sie fehlen", sagte die 22-jährige Gössner, eine ihrer potenziellen Nachfolgerinnen.

Magdalena Neuner genießt es, mehr Zeit für Familie, Freunde und ihren Freund zu haben. Hochzeit oder Baby schiebt sie aber noch von sich. "Ich bin jetzt 25. Ich finde es toll, dass ich jetzt noch Zeit für mich selber habe. Zwei, drei Jährchen wären schon schön, wenn man noch leben und frei sein kann", erzählte die Wallgauerin.

Den Profisport vermisst die beste Biathletin der Welt "überhaupt nicht". Der Druck fällt weg. "Wenn man Leistungssportlerin ist, ist es ein extremes Leben", erklärte Neuner, "jeden Tag steht man auf mit dem Wissen, man möchte wieder erfolgreich sein, man muss irgendwo auch erfolgreich sein."

Auch jetzt kriecht die 25-Jährige früh aus dem Bett und beginnt ihren Tag - mit Sport. "Mein Alltag ist meistens, dass ich um sechs, halb sieben zum Laufen gehe", erzählte sie. Anders bekomme sie den Sport kaum unter, ihr Terminkalender ist gut gefüllt: Fotoshootings, Sponsoren-Termine, Fernsehauftritte: "Es ist jetzt nicht so, dass ich nur noch rum gammel."

Einmal geht Neuner noch an den Start - bei ihrem Abschiedsrennen in Gelsenkirchen Ende des Jahres. Trainieren will sie dafür nicht. "Das ist ja wirklich nur ein Spaß-Wettkampf. Ich habe bis dahin ja auch nicht mehr geschossen. Ich weiß nicht, wie es dann endet, wenn ich das Gewehr wieder in der Hand habe", sagte die zwölfmalige Weltmeisterin. "Aber es ist einfach schön, noch mal Tschüs zu sagen."

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