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Gössner Sprint-Zweite - Sachenbacher-Stehle 59.

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Biathletin Gössner sprintet als Zweite aufs Podest

14.12.2012, 15:46 Uhr | dpa

Gössner Sprint-Zweite - Sachenbacher-Stehle 59.. Miriam Gössner hat sich beim Sprint in Pokljuka den zweiten Platz gesichert.

Miriam Gössner hat sich beim Sprint in Pokljuka den zweiten Platz gesichert. (Quelle: dpa)

Pokljuka (dpa) - Miriam Gössner hat beim Debüt von Evi Sachenbacher-Stehle auf der großen Biathlon-Bühne als Sprint-Zweite ihren ersten Weltcup-Sieg um 2,1 Sekunden verpasst. Ihre Teamkollegin dagegen zahlte in Pokljuka dagegen ordentlich Lehrgeld.

Da wo Miriam Gössner steht, da will Evi Sachenbacher-Stehle auch hin. Während die 22-Jährige Gössner ihren ersten Weltcuperfolg nur um 2,1 Sekunden verpasste und bei der Siegerehrung von den Fans bejubelt wurde, freute sich die zehn Jahre ältere zweimalige Langlauf-Olympiasiegerin bei ihrer Premiere im Konzert der Großen über die Qualifikation für das Verfolgungsrennen. Mit Platz 59 über die 7,5 Kilometer war Sachenbacher-Stehle zwar in der Endabrechnung des Tages nicht zufrieden. Dennoch stand sie mit einem Lächeln Rede und Antwort.

"Das Ergebnis war jetzt nicht so toll, aber das stand nicht im Vordergrund. Ich freue mich total, dass ich noch mal in der Verfolgung laufen darf", sagte die 32-Jährige am Freitag. Die 60 Besten des Sprints starten am Samstag in der Verfolgung. Nach ihrem Umstieg zu den Skijägern wird Sachenbacher-Stehle von einem großen Traum angetrieben: "Mein Ziel ist es, auch mal auf dem Podest zu stehen."

Das Gefühl auf dem Stockerl genoss im dichten Schneetreiben von Pokljuka Miriam Gössner. Die 22-Jährige lieferte bei schwierigen Bedingungen ihre beste Saisonleistung ab, war die Schnellste in der Loipe und musste sich trotz zweier Strafrunden nur der tschechischen Überraschungssiegerin Gabriela Soukalova geschlagen geben.

"Im ersten Moment sind 2,1 Sekunden schon ein bisschen ärgerlich. Aber ich freue mich über das Ergebnis", sagte die Staffel-Weltmeisterin, die wie Sachenbacher-Stehle meist mit einem Lächeln auf den Lippen unterwegs ist. Noch in der vergangenen Saison war Gössner das Sorgenkind im deutschen Team. Jetzt ist sie läuferisch schon in starker Verfassung und auch das Schießen geht Schritt für Schritt besser.

Neben Gössner überzeugte zudem Andrea Henkel als Siebte. Der achtmaligen Weltmeisterin fehlten nach zwei Fehlern nur knapp fünf Sekunden auf Rang drei (+34,6 Sekunden). "Es war beim Schießen mehr Rhythmus zu erkennen. Auch läuferisch bin ich diesmal besser durchgekommen", sagte die zweimalige Olympiasiegerin. Sie und Gössner gehen aussichtsreich in die Verfolgungshatz. "Das ist eine ideale Ausgangsposition. Ich freue mich auf einen tollen Verfolger, es wird spannend", sagte Gössner.

Neben dem Trio schafften auch die fehlerfrei schießende Franziska Hildebrand als 13. (+ 53,0), Nadine Horchler auf Rang 38 (1:44,4) und Tina Bachmann als 50. (+ 2:13,5) die Qualifikation für die Verfolgung.

Sachenbacher-Stehle deutete an, dass sie bis zu den Olympischen Winterspielen 2014 in Sotschi vielleicht wirklich eine gute Skijägerin werden kann. In ihrem ersten Weltcup-Schießen räumte sie die ersten drei Scheiben ab, ließ die vierte stehen, traf aber den fünften Schuss erneut. Im Stehendanschlag schoss sie zweimal daneben. "Mit diesen Fehlern kann ich leben. Das war für den ersten Weltcup ganz ok", resümierte Sachenbacher-Stehle. Entscheidend war ausgerechnet das Laufen, eigentlich ihre Stärke: "Auf der Strecke war es eine Katastrophe. Ich kam überhaupt nicht vom Fleck. Ich glaube, ich war beim Einlaufen genauso schnell wie im Wettkampf."

Gekommen ist Evi Sachenbacher-Stehle nach Slowenien um zum Lernen. Nicht mehr und nicht weniger. Und das wird sie auch bei ihrem zweiten Weltcupeinsatz tun. "Ich hoffe, dass es morgen läuferisch besser geht und ich noch ein paar überholen kann. Ich kann auch nur 60. werden, nur einen Platz schlechter als heute. Das sind ja schon mal gute Voraussetzungen." Sagte sie und lachte herzlich.

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