Startseite
Sie sind hier: Home > Sport > Wintersport > Biathlon >

Biathlon-WM 2013: Debakel für deutsche Skijäger in Nove Mesto

...
t-online.de ist ein Angebot der Ströer Content Group

WM-Debakel: Erstmals seit 16 Jahren keine Medaille am Auftakt-Wochenende

11.02.2013, 07:36 Uhr | sid

Biathlon-WM 2013: Debakel für deutsche Skijäger in Nove Mesto. Miriam Gössner musste im Verfolgungsrennen gleich sechs Mal in die Strafrunde. (Quelle: dpa)

Miriam Gössner musste im Verfolgungsrennen gleich sechs Mal in die Strafrunde. (Quelle: dpa)

Andreas Birnbacher schlich mit gesenktem Haupt durch die Skiarena, Miriam Gössner verballerte alle Chancen wieder einmal am Schießstand: Auch die deutschen Medaillenhoffnungen haben den Fehlstart bei der Biathlon-WM in Nove Mesto nicht verhindern können. Zum ersten Mal seit 16 Jahren stehen die Skijäger nach dem Auftaktwochenende ohne eine einzige Medaille da - für den erfolgsverwöhnten Deutschen Skiverband (DSV) ein Debakel.

"Wenn man sich Medaillen vorgenommen hat, und weit davon weg ist, dann kann das Fazit nicht gut ausfallen. Jetzt müssen wir sehen, dass wir die nächsten Wettkämpfe konzentrierter angehen. Aufgeben können wir deswegen nicht", sagte DSV-Sportdirektor Thomas Pfüller.

Beim Schießen läuft es nicht rund

Die Hoffnung, das angestrebte Ziel von fünf- bis sechs Medaillen noch zu erreichen, schwindet immer mehr. Trotzdem stellte Pfüller den Trainern eine Jobgarantie aus: "Sie haben in den letzten 15 Jahren die Kastanien aus dem Feuer geholt. Da kann man nicht nach drei Tagen Weltmeisterschaft Zweifel an ihnen hegen", sagte der Sportdirektor: "Aber Fehler muss man gemacht haben. Jetzt muss man die Konsequenzen daraus ziehen."

Birnbacher: "Bin im Kopf etwas ausgebrannt"

Die deutschen Biathlon-Herren laufen bei der WM nur hinterher.

Die deutschen Biathlon-Herren laufen bei der WM nur hinterher.


Die Realität sieht in Tschechien bislang düster aus: Nach dem Debakel mit der Mixedstaffel (13. Rang) liefen die deutschen Skijäger der Konkurrenz auch in den bisherigen Einzelwettbewerben hinterher. Vor allem die sonst so zuverlässigen weiblichen Medaillenlieferanten blieben bislang deutlich hinter den Erwartungen zurück. "Vor allem läuft es im Schießen derzeit nicht so, wie man sich das vorstellt. Da gibt es große Differenzen zwischen dem Anschießen, und dem, was dann im Wettkampf los ist", stellte Pfüller fest.

Fehler-Festival von Miriam Gössner

Wegen der schwachen Leistungen mit der Waffe war Gössners sechster Platz im Sprint am Samstag das beste Ergebnis der Goldhoffnung. In der Verfolgung leistete sich die 22-Jährige mit sechs Fahrkarten mal wieder ein kleines Fehler-Festival. Die zweimalige Olympiasiegerin Andrea Henkel blieb dort ohne Strafrunde, die aus dem Sprint mitgenommene Hypothek von 1:33 Minute war für eine Podestplatzierung aber zu groß. "Ich habe mir für das Einzelrennen aber ein bisschen Sicherheit geholt", sagte Henkel.

Wie im Vorjahr in Ruhpolding verpassten auch die deutschen Männer am Auftaktwochenende eine Medaille. Erik Lesser sorgte bei seinem WM-Debüt mit dem zwölften Platz im Sprint für das beste Männer-Resultat und zumindest für einen kleinen Lichtblick. Über die schwachen Resultate des Medaillenanwärters Andreas Birnbacher konnte das aber nicht hinwegtäuschen. Die Plätze 23 (Sprint) und 22 in der Verfolgung standen für den 31-Jährigen am Ende eines verkorksten Wochenendes zu Buche.

"Wir sind nicht konkurrenzfähig"

"Ich bin im Kopf ausgebrannt, ich weiß auch nicht, was los ist", sagte Birnbacher: "Wenn ich etwas ändern könnte, würde ich es sofort machen. Mehr war einfach nicht drin." An einer schlechten Vorbereitung habe es nicht gelegen: "Ich habe eher zu viel gemacht als zu wenig." Zur Spitze, und das dürfte für den WM-Verlauf wenig Mut machen, fehlte Einiges: Die Goldmedaillen gingen beide Male an den überragenden Norweger Emil Hegle Svendsen vor dem Gesamtweltcup-Führenden Martin Fourcade aus Frankreich.

"Wir sind nicht in der Lage, mit den Überfliegern vorne mitzuhalten", sagte Herren-Bundestrainer Mark Kirchner: "Wir sind nicht zu 100 Prozent konkurrenzfähig, wenn uns in den meisten Rennen Kleinigkeiten fehlen. Da kann man auch nicht realistisch erwarten, dass man auf dem Podest steht."

Deutsche Skijäger werden sich nicht aufgeben

Damit bleibt Arnd Peiffers Sprintsieg von 2011 in Chanty-Mansijsk vorerst das letzte WM-Erfolgserlebnis der DSV-Skijäger. Es scheint fraglich, dass es bis zum kommenden Sonntag noch ein weiteres geben wird. "Wir werden uns aber nicht aufgeben", sagte Pfüller.

Liebe Leser, bitte melden Sie sich an, um diesen Artikel kommentieren zu können. Mehr Informationen.
Neue Kommentare laden
Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre Adresse an.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht

Wählen Sie aus dem Pull-Down-Menü Ihren gewünschten Ansprechpartner aus. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail
Anzeige
Video des Tages
Wahnsinn 
Cleverer Hund überwindet Gartenzaun mit Trick

Kaum zu glauben, wie der Hund es schafft zu seinen Freunden zu gelangen. Video

Anzeige

Shopping
Shopping
Jetzt EntertainTV Plus bestellen und 1 Jahr sparen!

EntertainTV Plus 1 Jahr statt 14,95 € für 4,95 €* mtl. sichern. www.telekom.de Shopping

tchibo.deOTTObonprix.deESPRITC&ACECILzalando.dedouglas.deKlingel.de
Sport von A bis Z

Anzeige
shopping-portal