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Biathlon: Miriam Gössner leistet sich Fehlerfestival in Sotschi

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Henkel in Sotschi knapp geschlagen

08.03.2013, 09:27 Uhr | dpa, sid

Biathlon: Miriam Gössner leistet sich Fehlerfestival in Sotschi. Andrea Henkel nimmt Kurs Richtung Ziel. (Quelle: imago/GEPA pictures)

Andrea Henkel nimmt Kurs Richtung Ziel. (Quelle: imago/GEPA pictures)

Zum Auftakt der Olympiatests der Biathleten im russischen Sotschi hat Andrea Henkel einen Podestplatz knapp verpasst. Die Vize-Weltmeisterin musste sich im Einzel mit Platz vier begnügen.

Henkel lag nach 15 Kilometern und einem Schießfehler im Ziel 1:20,1 Minuten hinter Massenstart-Weltmeisterin Darja Domratschewa aus Weißrussland (2 Fehler). Platz zwei ging an die Russin Olga Seizewa (34,6 Sekunden zurück/0), Dritte wurde die Norwegerin Tora Berger (46,8/1). Berger stand schon vor den Rennen in Sotschi als Gewinnerin des Gesamtweltcups fest und sicherte sich durch Rang drei auch den Disziplin-Weltcup im Einzel.

Deutsche Athletinnen laufen hinterher

"Vierte, das ist schon ein bisschen schade. Aber ich bin läuferisch und am Schießstand gut durchgekommen", resümierte Andrea Henkel zufrieden. Die konstanteste Deutsche in dieser Saison freute sich 338 Tage vor der ersten Olympia-Entscheidung der Skijäger schon auf den Höhepunkt im kommenden Jahr: "Das ist großartig hier. Gut, dass ich weitergemacht habe."

Bei strahlendem Sonnenschein und Plus-Graden blieb Nadine Horchler als Einzige des deutschen Sextetts fehlerfrei. Aber auf der mehr als anspruchsvollen Strecke in 1430 Meter Höhe wurde ihre Laufschwäche offensichtlich - am Ende reichte es für Platz 22 (+ 4:20,4 Minuten). Evi Sachenbacher-Stehle wurde 29. (4/+ 4:54,5), Franziska Hildebrand (1/4:58,7) kam direkt dahinter ins Ziel.

Fehlerfestival von Gössner

Miriam Gössner kassierte sechs Strafminuten und musste sich mit Platz 35. begnügen (+ 5:33,3). "Ich kann mir die Fehler nicht wirklich erklären. Ich hatte eigentlich ein gutes Gefühl. Das versuche ich mit in den Sprint am Samstag zu nehmen", sagte Miriam Gössner, gab aber zu: "Ich bin schon etwas müde und nicht mehr so spritzig." Vanessa Hinz schoss bei ihrem Weltcup-Debüt nur einmal daneben und belegte Position 45 (+ 6:40,8).

Nach dem ersten Rennen im Biathlon-Stadion "Laura", der Name kommt von einem wilden Gebirgsfluss im Kaukasus, waren in Bezug auf die Loipe vor allem zwei Worte zu hören: hart und anspruchsvoll. "Das sind genau meine Strecken, sie kommen mir entgegen. Ich freue mich schon auf Olympia", sagte Deutschlands stärkste Läuferin Gössner.

Hart, härter, Strecke "Laura"

Die Strecken gehören zu den schwersten im Weltcup-Zirkus, einige sagen gar zu schwierig. Es geht fast nur bergauf, auch die Abfahrten sind nicht einfach, Ruhephasen gibt es so gut wie nicht. Andrea Henkel hat deshalb auch Bedenken: "Bei Olympia darf ja jeder starten. Nicht so gute Läufer sollte man vielleicht nicht auf diese Strecken lassen."

Die von schneeweißen Gipfeln umgebene Olympia-Großbaustelle im Nord-Kaukasus ist gigantisch. Das Langlauf- und Biathlon-Stadion liegt rund sechs Kilometer nordöstlich vom Gebirgsdorf Krasnaja Poljana auf dem Psechako-Bergrücken. Das ist etwa siebzig Kilometer entfernt von der Schwarzmeerstadt Sotschi. Fertig ist unter anderem bereits das sechsstöckige und 180 Meter lange Funktionsgebäude. In dieser Dimension ist es einzigartig.

Unzählige Sicherheitskontrollen

Während die Athleten im Olympischen Dorf auf Höhe des Stadions schlafen, geht es für die meisten Trainer wieder herunter ins Alpinresort Rosa Khutor. Dorthin müssen sie mit der Seilbahn pendeln. Ein Vorgeschmack bekamen die Biathleten auch hinsichtlich der Sicherheitsbestimmungen.

So müssen die Gewehre in einem Waffenschrank-Depot eingeschlossen werden. Auch gibt es unzählige Sicherheitskontrollen. "Das ist fast schon ein bisschen zu viel. Alles ist ein paar Nummern größer als woanders, sagte Bundestrainer Uwe Müssiggang.

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