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Miriam Gössner quält sich für Olympia 2014

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Quälen für Olympia 2014  

Gössner: "Der Schmerz ist immer da"

13.09.2013, 11:21 Uhr | sid, dpa

Miriam Gössner quält sich für Olympia 2014. Miriam Gössner trainiert unter Schmerzen. (Quelle: imago/Sven Simon)

Miriam Gössner trainiert unter Schmerzen. (Quelle: Sven Simon/imago)

Für Miriam Gössner wird es eng mit dem Formaufbau für Olympia. Vier Monate nach ihrem schweren Unfall mit dem Mountainbike in Norwegen hofft die Biathletin, dass es noch reicht bis zu den Winterspielen im Februar. "Sotschi ist das ganz, ganz große Ziel dieses Jahr. Ich werde alles dafür tun, dass ich da wieder zu 100 Prozent fit bin. Und dass die Form wieder stimmt."

Doch die Schmerzen nach ihrem schweren Sturz quälen die Biathletin weiter jeden Tag. "Klar tut es weh beim Hinlegen, beim Hinstellen, bis ich in der richtigen Position bin", erzählte sie. "Aber dadurch, dass der Schmerz immer da ist und der Rücken immer Probleme macht, ist es eigentlich auch nicht mehr so schlimm." Die Ärzte hätten ihr gesagt, dass nichts passieren könne. "Es ist ok, dass es wehtut. Man akzeptiert es."

Dennoch hat die 23-Jährige Olympia fest im Blick. "Ich bin vor dem Zeitplan", sagte die zweimalige Staffel-Weltmeisterin. Im Mai war sie bei einer Radtour in Norwegen gestürzt, hatte vier Lendenwirbel gebrochen und konnte zunächst ihre Beine nicht mehr bewegen.

"Habe mich an die Schmerzen gewöhnt"

"Wenn es schlecht läuft, kommt sie aus so einem Sturz mit einer Querschnittslähmung", sagte der deutsche Olympia-Arzt Bernd Wolfarth. Doch Gössner hatte Glück im Unglück. Die Wochen nach dem Unfall, an den sie keine Erinnerung mehr hat, verbrachte sie in der Reha unter anderem mit Alpin-Star Felix Neureuther. Gegen die Schmerzen half das alles nur bedingt. "Die Hüfte macht Probleme, und der Rücken ist etwas schief", sagte Gössner: "Aber ich habe mich an die Schmerzen gewöhnt."

Ein Korsett hatte ihr in den ersten Wochen nach dem Unfall Stabilität gegeben. In dieser schweren Zeit bekam Gössner auch einen ganz anderen Blick auf ihr Leben: "Die Gesundheit ist wichtiger als alles andere. Ich bin einfach nur froh, dass ich meine Karriere fortsetzen kann."

Drei Monate Trainingsrückstand

Wie genau diese aber weitergeht, ist noch nicht klar. Gössner hat drei Monate Trainingsrückstand und arbeitet nach ihrem eigenen Plan nur so, wie es der Körper zulässt: "Manchmal muss ich nach zehn Minuten Sport aufhören, weil es keinen Sinn hat."

Spätestens im November im norwegischen Sjusjoen will sie wieder zum deutschen Team stoßen, direkt im Anschluss steht der Weltcup-Auftakt in Schweden auf dem Programm. "Wenn es nicht klappt, dann klappt es eben nicht, und ich starte in der nächsten Saison wieder durch. Aber damit beschäftige ich mich nicht so sehr", sagte Gössner.

"Meine Form ist überhaupt nicht so, wie ich mir das vorstelle"

Im Moment ist Gössner noch weit von ihrem Vorjahresniveau entfernt. "Meine Form ist überhaupt nicht so, wie ich mir das vorstelle." Deswegen denkt sie aktuell auch nicht über einen erneuten Start mit den deutschen Langläufern in Sotschi nach. "Das kann man machen, wenn die Form stimmt. Aber das ist noch zu weit weg."

Der Deutsche Skiverband (DSV) hat dennoch vorgesorgt und die dreimalige Weltcupsiegerin in Russland für den Fall der Fälle im Biathlon und Langlauf akkreditiert. "In Richtung Olympia ist noch nicht klar, wie wir mit Miri genau verfahren", sagte Bundestrainer Uwe Müssiggang.

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