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Biathlon  

Ex-Stars Wilhelm und Greis: Es wurden Lehren gezogen

21.11.2013, 11:03 Uhr | dpa

Ex-Stars Wilhelm und Greis: Es wurden Lehren gezogen. Kati Wilhelm und Michael Greis präsentieren in Turin ihre olympischen Medaillen.

Kati Wilhelm und Michael Greis präsentieren in Turin ihre olympischen Medaillen. Foto: Martin Schutt. (Quelle: dpa)

Berlin (dpa) - Die ehemaligen Biathlon-Stars Kati Wilhelm und Michael Greis erwarten im Olympia-Winter viel von ihren Nachfolgern. Im dpa-Interview stellen die beiden Olympiasieger fest, dass die Skijäger die Lehren aus dem schwachen Abschneiden bei der letzten WM gezogen haben.

Mit der Mixed-Staffel am Sonntag in Östersund beginnt auch für die Biathleten der Olympia-Winter. Was erwarten Sie von der deutschen Mannschaft?

Kati Wilhelm: Vorhersagen sind nicht ganz so einfach, gerade vor einer Olympia-Saison. Aber ich denke, dass man aufgrund der letzten Saison ein paar Sachen versucht hat zu ändern. Die dann hoffentlich in diesem Winter besser klappen. Dann denke ich auch, dass da schon ein bissel was rauskommen sollte. Die Leistungsträger wollen eine Medaille, und das ist auch richtig so.

Michael Greis: Ich hoffe, dass entsprechende Rückschlüsse aus der letzten Saison gezogen und in das Training eingeflossen sind. Generell sehe ich Potenzial im Team, das es gilt in den nächsten Monaten umzusetzen.

Wie wichtig sind gute Ergebnisse zum Saisonbeginn?

Kati Wilhelm: Sicherlich gibt es den einen oder anderen, der sich nur auf Olympia fokussiert. Aber in unserem Team ist da wohl keiner dabei. Für mich war ein guter Start immer wichtig. Ich wusste dann, ich bin gut dabei, das Training hat funktioniert. Wenn die Ergebnisse passen, ist es schon mal beruhigend. Auch für die Sicherheit am Schießstand sind gute Rennen wichtig.

Michael Greis: Gute Ergebnisse vermitteln in erster Linie Vertrauen, das speziell in einer olympischen Saison sehr wichtig ist. Dennoch sollte dem Formaufbau Richtung Sotschi höchste Priorität geschenkt werden.

Bei den letzten Winterspielen gab es mit zweimal Gold, einmal Silber und einmal Bronze insgesamt vier Medaillen. Drei davon hat Magdalena Neuner gewonnen. Einmal standen auch Sie mit der Staffel auf dem Podest. Was ist denn diesmal drin?

Kati Wilhelm: Man kann das schlecht einschätzen. Wenn etwa das Wetter verrückt spielt, dann hat man es nicht selber in der Hand, ob es für eine Medaille reicht oder nicht. Sicherlich sind die Männer und Frauen in der Lage, Einzel- und Staffelmedaillen zu holen. Aber man sieht auch, wie knapp es gerade bei den Männern zugeht. Plötzlich ist man Vierter - und das zählt bei Olympia halt gar nichts.

Bei den Männern gab es 2010 das schlechteste Olympia-Ergebnis seit 42 Jahren ...

Michael Greis: Wir können uns alle noch an die unfairen äußeren Bedingungen in Vancouver erinnern. Für keinen aus unserer Mannschaft war aufgrund des einsetzenden Schneefalls im Sprint eine Medaille möglich. So ein Einstieg und dann das Chaos beim Verfolgungsrennen haben uns natürlich deprimiert. Daher sollte diesmal das Glück auf unserer Seite sein. Minimalziel sollte eine Staffelmedaille sein.

Die letzte WM war nicht gerade medaillenverdächtig. Bei den Damen gab es 2013 "nur" Einzel-Silber durch Andrea Henkel. Haben Sie eine Erklärung?

Kati Wilhelm: Andrea Henkel hat mit ihrer Einzelmedaille noch das Beste daraus gemacht. Und Miriam Gössner war nicht in der Form, die sie vorher in der Saison schon hatte. Woran das nun lag, ist schwer zu sagen. Vielleicht lag es an den Strecken, vielleicht war der Druck für sie zu hoch.

Bei den Männern war Staffel-Bronze auch nur ein Trostpflaster.

Michael Greis: Die Mannschaft war nicht in der Lage, in Höchstleistung an den Start zu gehen. Wenn man dann keinen optimalen Tag hat, ist eine Medaille außerhalb der Reichweite.

Ist Deutschland noch eine Biathlon-Großmacht?

Kati Wilhelm: Ja, mit Sicherheit. Deutschland ist nach wie vor bei allen anderen Nationen noch mit auf der Liste. Auch wenn es die letzten Jahre nicht mehr in diesem Umfang bestätigt werden konnte, wie wir das noch vor einigen Jahren geschafft haben. Sie sind nach wie vor dazu in der Lage, aber sie stehen sich ab und zu selber im Weg.

Michael Greis: Viele Nationen haben über Jahre hinweg von unseren Methoden profitiert. Wir waren wahrscheinlich nicht innovativ genug, um den Abstand zur Konkurrenz zu wahren.

Was wäre für Sie eine Olympia-Enttäuschung?

Kati Wilhelm: Wenn keine Medaille kommen würde. Aber das passiert nicht. Da möchte ich auch gar nicht drüber nachdenken. Dafür haben sie zu hart trainiert. Und sicherlich versucht, vieles besser zu machen als letztes Jahr.

Michael Greis: Falls nur eine Medaille rausspringt. Ich erwarte jedoch drei und hoffe auf fünf.

Und wer wird der neue deutsche Biathlon-Star?

Michael Greis: Momentan sieht es so aus, als ob es jemand aus den Reihen der Damen sein wird. Der Weg zum Star ist jedoch weit und führt auf jeden Fall über Sotschi. Ich drücke jedem deutschen Teilnehmer die Daumen und hoffe, dass jeder seine Ziele erreicht.

Kati Wilhelm: Ich auch!

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