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Biathlon: Miriam Gössner steht vor ihrem Comeback

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Trotz Schmerzen  

Gössner freut sich auf den ersten Wettkampf

26.11.2013, 11:02 Uhr | dpa

Biathlon: Miriam Gössner steht vor ihrem Comeback. Schießübungen: Miriam Gössner arbeitete auch in der schneelosen Zeit hart für ihr Comeback. (Quelle: imago/Gerhard König)

Schießübungen: Miriam Gössner arbeitete auch in der schneelosen Zeit hart für ihr Comeback. (Quelle: imago/Gerhard König)

Eine Mimose ist Miriam Gössner ganz sicher nicht. Und so beißt die Biathletin für ihren Olympia-Traum auf die Zähne und versucht die Schmerzen zu verdrängen. "Die Schmerzen sind ja noch immer da. Eigentlich immer. Aber ich habe inzwischen gelernt, damit umzugehen", sagte die Medaillen-Hoffnung für die Winterspiele im Februar in Sotschi.

Gut sieben Monate nach ihrem Fahrradunfall mit dreifachem Wirbelbruch steht die 23 Jahre alte Skijägerin in diesen Tagen vor dem Comeback. Vor dem ersten Einzel-Rennen beim Weltcup im schwedischen Östersund weiß Gössner daher, "dass es nach wie vor ein langer Weg ist und es sicher in den kommenden Wochen nicht immer nur bergauf gehen wird". Ob die zweimalige Staffel-Weltmeisterin schon am Mittwoch (ab 17 Uhr im Live-Ticker bei t-online.de) beim Klassiker über die 15 Kilometer am Start sein wird, ist noch offen.

"Keine Wunderdinge erwarten"

"Das werden wir kurzfristig vor Ort entscheiden. Beim Sprint und im Verfolger sollte sie aber aller Voraussicht nach dann mit dabei sein", meinte Chefbundestrainer Uwe Müssiggang mit Blick auf die Rennen am Wochenende. "Wunderdinge werden wir ganz sicher keine erwarten. Es ist eh schon ein kleines Wunder, wie sie sich seit ihrem schweren Unfall zurückgekämpft hat."

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Ab Januar auf Angriff

Gössner will langsam wieder in den Wettkampfrhythmus kommen und den Körper an die harte Rennbelastung gewöhnen. "Klar wäre es schön, wenn es schon wieder für eine vernünftige Platzierung reichen würde. Mein Ziel ist aber, dass ich dann ab Januar wieder aus eigener Kraft in der Lage bin, vorne anzugreifen." Darauf, sagte sie, "habe ich seit dem Unfall den ganzen Sommer und Herbst über hintrainiert."

Am Schießstand war sie erstmals wieder im August. Zweieinhalb Wochen hat sie in Norwegen intensiv trainiert. "Es ist ja wohl bekannt, dass ich nicht die beste und stabilste Schützin bin, das alleine ist schon Anlass genug, dass ich da hoch gehe." Zumindest habe während dieser Zeit alles "wirklich super funktioniert", erzählte sie. Das will sie nun im Weltcup beweisen.

Pendeln zwischen Wettkampf und Pause

Die Vorzeichen sind also gut. "Ich freue mich wahnsinnig und bin einfach nur froh, dass es zuletzt im Training und beim Testwettkampf schon wieder so gut lief", sagte Gössner. Beim Doppel-Sieg ihrer Teamkollegin Andrea Henkel bei der Generalprobe vor eineinhalb Wochen im norwegischen Sjusjoen wurde sie mit der achten Laufzeit und zwei Schießfehlern immerhin Neunte im Sprint.

Von Woche zu Woche wird nun entschieden, bei welchen Rennen die 23-Jährige dabei sein wird, "und wann es unter Umständen Sinn macht, dem Körper etwas Ruhe zu gönnen oder noch einmal einen Trainingsblock einzuschieben."

Henkel ist alles zuzutrauen

Die anderen fünf deutschen Skijägerinnen dagegen sind fit. Die achtmalige Weltmeisterin Andrea Henkel steht vor ihrer Abschiedssaison - ihr ist alles zuzutrauen. Langlauf-Olympiasiegerin Evi Sachenbacher-Stehle will beweisen, dass sie mit ihrem Umstieg eine richtige Entscheidung getroffen hat. Und auch Franziska Hildebrand will sich weiter verbessern.

Doch vor allem Franziska Preuß und Laura Dahlmeier dürften für frischen Wind im deutschen Team sorgen. "Sie sind ihrer Altersklasse weit voraus, sonst würden sie nicht im Weltcup dabei sein", sagte Damen-Bundestrainer Ricco Groß, der den schwachen Weltcup-Auftakt mit Platz sieben in der Mixed-Staffel abgehakt hat.

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