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Sachenbacher-Stehle knackt Olympia-Norm

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Der Sonnenschein von Oberhof  

Sachenbacher-Stehle knackt Olympia-Norm

03.01.2014, 20:21 Uhr | t-online.de, dpa, sid

. Evi Sachenbacher-Stehle ist in Sotschi dabei. (Quelle: imago/Karina Hessland)

Evi Sachenbacher-Stehle ist in Sotschi dabei. (Quelle: Karina Hessland/imago)

Partystimmung bei Evi Sachenbacher-Stehle: Die Biathletin sorgte beim Heim-Weltcup in Oberhof für den einzigen deutschen Lichtblick. Die zweimalige Langlauf-Olympiasiegerin erfüllte mit ihrem siebten Platz überraschend die Norm für die Olympischen Spiele in Sotschi.

"Ich bin jetzt wirklich glücklich, da ich in den letzten Wochen viel gezweifelt habe", sagte Sachenbacher-Stehle nach ihrem zweitbesten Biathlon-Ergebnis der ARD.

Große Hoffnungen auf das Olympia-Ticket machte sich Sachenbacher-Stehle im Vorfeld nicht. "Ich bin ganz locker an die Sache rangegangen und habe gedacht: Wenn ich es nicht schaffe, bleibe ich eben daheim. Jetzt bin ich aber sehr froh", sagte sie.

"Ich habe in letzter Zeit echt schon zu Zweifeln angefangen"

Gut einen Monat nach ihrem 33. Geburtstag überzeugte Sachenbacher-Stehle mit nur zwei Fehlern auch am Schießstand und war beim Sieg von Darja Domratschewa (Weißrussland) vor Kaisa Mäkäräinen (Finnland) und Olena Pidgruschna (Ukraine) über 7,5 Kilometer die beste deutsche Skijägerin.

"Ich habe in letzter Zeit echt schon zu Zweifeln angefangen, weil es irgendwie nie so funktioniert hat im Wettkampf", sagte sie. Schnell musste sie danach wieder weg aus dem Oberhofer Schmuddelwetter, um sich dicke Schuhe anzuziehen. "Mir wäre schönes Wetter und Sonnenschein auch lieber, aber anscheinend brauche ich das", sagte sie und lächelte wie ein Sonnenschein. "Die Stimmung hier war genial. Es macht total Spaß, wenn die Zuschauer so dabei sind und bei jedem Schuss schreien. Dabei hatte ich schon ein wenig Angst vor der Atmosphäre", gab Sachenbacher-Stehle nach dem ungewohnten Auftritt zu.

Noch 36 Tage bis zum Olympia-Sprint

36 Tage vor dem Olympia-Sprint zeigte sie im Oberhofer Nebel und Regen, dass ihr Umstieg die richtige Entscheidung war. Ihr bislang bestes Ergebnis hatte sie in der vergangenen Saison mit Platz sechs im Sprint von Sotschi geschafft. Einen Tag später feierte sie zusammen mit Andrea Henkel, Miriam Gössner und Laura Dahlmeier mit der deutschen Staffel ihren ersten Sieg im Biathlon-Weltcup.

Vielleicht gibt es nun doch ein Happy-End bei den Winterspielen in Russland. Denn dass Sachenbacher-Stehle Edelmetall gewinnen kann, hat sie bei Olympia in Salt Lake City, Turin und Vancouver mit insgesamt fünf Medaillen, darunter zwei goldenen, schon bewiesen. Besonders Thomas Pfüller, Sportdirektor des Deutschen Skiverbandes (DSV), dürfte sich gefreut haben. Pfüller hatte nach den Rücktritten von Kati Wilhelm und Magdalena Neuner den Wechsel vorangetrieben, um das Biathlon-Lager zu stärken.

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