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Biathlon: Magdalena Neuner fordert Neuanfang bei den Damen

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Heftige Kritik  

Neuner fordert Neuanfang bei den Biathlon-Damen

10.03.2014, 16:51 Uhr | sid

Biathlon: Magdalena Neuner fordert Neuanfang bei den Damen. Ex-Biathlon-Star Magdalena Neuner findet deutliche Worte. (Quelle: imago/Zink)

Ex-Biathlon-Star Magdalena Neuner findet deutliche Worte. (Quelle: imago/Zink)

Nun hat auch noch Magdalena Neuner die deutschen Biathlon-Damen-Trainer heftig kritisiert und ihrer früheren Kollegin Kathrin Lang reichlich Schützenhilfe gegeben. "Irgendetwas stimmt da definitiv nicht an der Einschätzung der Trainer. Ich weiß jetzt nicht, ob sie sich eine eigene Scheinwelt da aufbauen und sagen, wir können da verfahren, wie wir wollen", sagte die Rekordweltmeisterin im "Blickpunkt Sport" des Bayerischen Rundfunks.

UMFRAGE
Hat Magdalena Neuner mit ihrer Kritik recht?

Zuletzt hatte neben IBU-Cup-Spitzenreiterin Nadine Horchler vor allem die in der zweiten Biathlon-Liga drittplatzierte Kathrin Lang den Damen-Trainern Gerald Hönig und Ricco Groß vorgeworfen, die Nominierungen für den Weltcup nicht nach sportlich fairen Gesichtspunkten vorgenommen zu haben.

"Riesengroße Kluft zwischen Sportlern und Trainern"

"Meiner Meinung nach hat es auch mit Menschlichkeit zu tun. Ich glaube, da ist momentan ein riesengroße Kluft zwischen Sportlern und Trainern. Ich glaube, die Trainer wissen oft gar nicht, was die Sportler eigentlich fühlen. Ich glaube, da wäre etwas mehr Empathie gefragt. Einfach ein bisschen mehr Einfühlungsvermögen. Vor allen Dingen bei den Mädels", sagte Neuner.

Man sehe das bei so jungen Sportlern wie etwa Franziska Preuß. Die habe das Einzel in Sotschi "mit einem Nervenzusammenbruch" beendet. "Sie hat mir danach erzählt, sie wollte eigentlich gar nicht laufen. Die Trainer haben sie dann mehr oder weniger dazu genötigt, dass sie da läuft. Und solche Dinge sind mir irgendwie suspekt. Wenn dieses Menschliche nicht mehr stimmt. Das kritisiere ich eigentlich am meisten."

Lang fühlt sich "verarscht"

Die zweimalige Olympiasiegerin forderte nach den verpatzten Olympischen Winterspielen ohne Medaille einen Neuanfang: "Ich finde ein deutlicheres Zeichen gibt es nicht." Vielleicht sei der in der vergangenen Woche aufgeflammte Streit ja "für irgendetwas gut. Vielleicht geht jetzt ein Ruck durch das Ganze. Dass das Ganze von unten auf neu gestaltet, vielleicht ein bisschen neu sortiert wird."

Auch Kathrin Lang, geborene Hitzer, legte in der TV-Sendung noch einmal nach: "Verarscht", fühle sie sich. "Teilweise auch gemobbt. Man hat das Gefühl, das wird bewusst so gemacht, um die Sportler mürbe zu machen", sagte die 27-Jährige.

Hönig und Groß in der Kritik

Lang, die 2008 zwei Weltcupsiege geschafft hatte, und nun genau wie Nadine Horchler im zweitklassigen IBU-Cup unterwegs ist, hatte die Trainer auch dafür kritisiert, dass sie beim letzten Weltcup in Pokljuka einen Startplatz im Damen-Team nicht besetzt hatten.

Hönig und Groß wiesen die Anschuldigungen anschließend von sich. "Wir haben Kathrin nichts Unrechtes getan. Wir hatten klare Qualifikationskriterien, danach haben wir uns gerichtet", stellte Hönig in der TV-Sendung fest. Sowohl Lang als auch Horchler hatten vor Sotschi im Weltcup ihre Chance bekommen, diese aber nicht nutzen können. Zu den nächsten Weltcup-Rennen nach Kontiolathi wurde die beiden Skijägerinnen nun eingeladen. Lang hat bereits abgesagt, da sie sich das Außenband angerissen hat.

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