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Biathlon: Miriam Gössner läuft in Östersund hinterher

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Hildebrand beste Deutsche  

Miriam Gössner läuft beim Comeback hinterher

04.12.2014, 19:22 Uhr

Biathlon: Miriam Gössner läuft in Östersund hinterher. Biathletin Miriam Gössner ist zurück im Weltcup. (Quelle: imago/Camera 4)

Biathletin Miriam Gössner ist zurück im Weltcup. (Quelle: Camera 4/imago)

Miriam Gössner warf nur einen flüchtigen Blick auf die Ergebnistafel und schnallte sich im Zielbereich ganz schnell die Ski ab. Mit sieben Schießfehlern und 8:37,7 Minuten Rückstand auf Siegerin Darja Domratschewa verlief das Weltcup-Comeback der 24-Jährigen nach 335 Tagen im schwedischen Östersund nicht wie erhofft. Im Einzel über 15 Kilometer belegte die zweimalige Staffel-Weltmeisterin den enttäuschenden 68. Platz - und hat noch einen steinigen Weg zurück an die Weltspitze vor sich.

Während es bei Gössner nach dem ersten Rennen nach ihrer monatelangen Verletzungspause nun viele Fragezeichen gibt, feierte Franziska Hildebrand einen starken Einstand in die Einzelrennen und erkämpfte sich mit Platz sechs auf Anhieb das WM-Ticket. "Die zwei Fehler sollten mit eigentlich nicht passieren, aber ich kann damit ganz zufrieden sein", sagte die 27-Jährige in der ARD: "Ich habe mich gut gefühlt, eine Top-10-Platzierung finde ich toll."

Davon kann Gössner vorerst wohl nur träumen. Sie leistete sich bereits im ersten Liegendschießen zwei Fehler und patzte anschließend auch stehend doppelt. Die Chancen auf eine gute Platzierung vergab die Blondine schon nach der Hälfte des Rennens. "Man darf jetzt noch nicht zu viel erwarten", hatte Bundestrainer Gerald Hönig vor dem Start gesagt - und behielt recht. Gössner habe im Sommer zwar hervorragend trainiert, ist aber längst noch nicht auf Topniveau. Vor vier Jahren hatte sie in Östersund erstmals das Weltcup-Podium erklommen, vorerst muss sich Gössner aber wohl mit weit weniger zufriedengeben.

Vorfreude auf die WM

Doch obwohl Gössners enormer Rückstand zur Weltspitze schon beim ersten Auftritt des Winters deutlich wurde, ist ihr Comeback allein schon ein großer Erfolg. Nach dem schweren Fahrradunfall im Frühjahr 2013 in Norwegen musste sie monatelang pausieren, um dann mit teilweise starken Schmerzen wieder zu trainieren. Die Ärzte hatten ihr damals sogar noch Glück im Unglück bescheinigt, um ein Haar wäre sie durch ihren Crash mit einer Querschnittslähmung im Rollstuhl gelandet.

Der Anspruch der zweimaligen Staffelweltmeisterin ist es trotzdem, in dieser Saison noch den Anschluss zu schaffen und wieder um Siege mitzukämpfen. "Deswegen mache ich das alles und habe mich so gequält", sagte Gössner, die ihren Verzicht auf einen Olympiastart in Sotschi im Februar als "absolut richtig" bezeichnete. Sehr zu ihrer Freude findet der Saison-Höhepunkt, die WM im finnischen Kontiolahti, in diesem Jahr sehr spät statt. "Darauf freue ich mich schon", sagte Gössner, die zumindest mit einer ordentlichen Laufleistung überzeugen konnte.

Kummer unbekümmert

Zweitbeste Starterin des Deutschen Skiverbandes (DSV) wurde Franziska Preuß auf Rang 17. Direkt dahinter landete Luise Kummer im zweiten Weltcup-Rennen ihrer noch jungen Karriere. Sie zeigte als einzige Deutsche eine fehlerfreie Schießleistung. Vanessa Hinz wurde 39., Karolin Horchler belegte Platz 24.

Platz zwei hinter der überragenden Dreifach-Olympiasiegerin Domratschewa sicherte sich die Finnin Kaisa Mäkäräinen vor der Ukrainerin Walj Semerenko. Beim Weltcup in Östersund geht es nach einem Ruhetag derweil am Samstag mit den Sprintrennen weiter - es ist Gössners Lieblingsdisziplin. Am Sonntag kommt es in Zentralschweden zum Abschluss zu je einem Verfolgungsrennen bei Männern und Frauen.

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