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Biathlon: Deutsche Herren verpassen die Top 10

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Biathlon-Sprint in Östersund  

Deutsche Herren verpassen die Top 10

06.12.2014, 13:55 Uhr | dpa

Biathlon: Deutsche Herren verpassen die Top 10. Erik Lesser (Quelle: dpa)

Erik Lesser geht als Zwölfter ins Verfolgungsrennen. (Quelle: dpa)

Nach dem Sprint von Östersund herrschte bei den deutschen Biathleten geschlossene Ratlosigkeit. Denn in der Loipe war das Sextett diesmal chancenlos. "Das steht so auf dem Papier, dass wir heute ganz schön auf die Fresse bekommen haben", bekannte der Olympia-Zweite Erik Lesser schonungslos.

Der mit Platz zwölf zweitbeste Deutsche warnte aber vor Torschlusspanik, schließlich hat die neue Saison gerade erst angefangen: "Man muss aber jetzt beim ersten Weltcup-Ort auch die Bälle flach halten." Auch Bundestrainer Mark Kirchner sah es relativ gelassen: "Am Schießstand haben wir gut gearbeitet. Jetzt müssen wir uns am Sonntag verbessern."

Treffsicher am Schießstand

Beim überlegenen Sieg des Franzosen Martin Fourcade, der mit seinem 30. Weltcuperfolg nach dem Auftaktdesaster mit Platz 81 im Einzel die Machtverhältnisse wieder geraderückte, war eines offensichtlich: Auf der Strecke waren Lesser & Co. trotz Sonnenschein und guter Bedingungen dieses Mal nicht konkurrenzfähig. Am Schießstand setzten sie nur fünf der insgesamt 60 Schuss daneben.

Aber lediglich der als Elfter bestplatzierte Deutsche Simon Schempp hatte trotz eines Fehlers in der Laufzeit mit 43,5 Sekunden weniger als eine Minute Rückstand auf Überflieger Fourcade. "Ich ärgere mich vor allem über den letzten Schuss, der daneben ging. So habe ich mir eine bessere Ausgangsposition verbaut", sagte Schempp.

Bewunderung für Fourcade

Am Ende sprach die Statistik eine eindeutige Sprache: Der fehlerfreie Lesser geht mit einem Rückstand von 1:08,3 Minuten in die Verfolgung (am Sonntag ab 11 Uhr im t-online.de Live-Ticker). Daniel Böhm wurde 14. (0 Fehler/+ 1,11,0 Minuten), Andreas Birnbacher 22. (1/+ 1:28,3) und Arnd Peiffer 27. (1/+ 1:36,7 Minuten). Florian Graf (2/+ 2;22,3) landete auf Platz 50. Der Neu-Belgier Michael Rösch verpasste als 76. die Qualifikation für das Verfolgungsrennen.

Als Fourcade wie ein Rennpferd aus dem Starthaus schoss, waren die Deutschen mehr als beeindruckt. "Das ist irre, was der abliefert", bekannte Böhm. Ihre Unterlegenheit wollten er und seine Kollegen aber nicht allein auf das Material schieben. "Es ist mannschaftlich wieder sehr geschlossen, aber zu viel Luft nach vorne. Wir brauchen aber nicht so schnell den Kopf in den Sand stecken", resümierte Böhm.

Der frühere Sprint-Weltmeister Arnd Peiffer indes meinte kurz nach dem Rennen, "dass ich mich beim Ski heute ein bisschen vergriffen habe, aber das liegt auch in meiner Verantwortung. Der Körper war aber auch nicht zu 100 Prozent so beieinander, sonst kann man das vielleicht ein bisschen besser ausbügeln."

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