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Biathlon in Oberhof: Miriam Gössner aus Weltcup-Team gestrichen

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Bangen um WM-Ticket  

Formschwache Gössner aus Weltcup-Team gestrichen

05.01.2015, 12:13 Uhr | sid

Biathlon in Oberhof: Miriam Gössner aus Weltcup-Team gestrichen. Miriam Gössner muss einen Rückschlag einstecken. (Quelle: imago/GEPA Pictures)

Miriam Gössner muss einen Rückschlag einstecken. (Quelle: GEPA Pictures/imago)

Bittere Nachricht für Miriam Gössner: Die formschwache Biathletin wird für die nächsten Wettkämpfe aus dem deutschen Weltcup-Team gestrichen und muss zunächst im zweitklassigen IBU-Cup um den Anschluss zur Weltspitze kämpfen. Damit fehlt Gössner beim Heim-Weltcup in Oberhof, der am Mittwoch stattfindet.

"Diese Entscheidung ist in enger Absprache mit der Athletin und dem Trainerstab gefallen. Miriam konzentriert sich auf den IBU-Cup und soll dort die Trainingsleistung im Wettkampf umsetzen. Sie braucht die Wettkämpfe nach wie vor", sagte Frauen-Cheftrainer Gerald Hönig. "Wir hoffen, dass sie abseits des Weltcuptrubels ihre Form stabilisieren kann." Statt Gössner wird Tina Bachmann in Oberhof antreten.

Erst Ende November war Gössner nach langer Leidenszeit in den Weltcup zurückgekehrt. Sieben Monate musste die dreimalige Weltcupsiegerin pausieren, nachdem sie sich bei einem Fahrradunfall im Frühjahr 2013 mehrere Rückenwirbel gebrochen hatte. Unter Tränen verkündete sie am 4. Januar 2014 ihren Olympiaverzicht und arbeitete im vergangenen Sommer hart an ihrem Comeback.

Immer wieder Patzer am Schießstand

Doch das kam offensichtlich zu früh. Während Gössner in der Loipe schon wieder nah an die Weltspitze heranlief, machten schwache Schießleistungen gute Platzierungen unmöglich. Um das Ticket für die WM im finnischen Kontiolahti (5. bis 15. März) zu lösen, muss die Garmischerin entweder noch zweimal unter die Top 15 oder einmal unter die Top 8 im Weltcup kommen. Davon ist die Blondine meilenweit entfernt, der Zeitpunkt ihrer Rückkehr ist offen.

Vergessene Strafrunde in Hochfilzen

Gössners bestes Resultat in diesem Winter ist Rang 51 in der Verfolgung von Östersund. In Hochfilzen und Pokljuka musste sie nach schwachen Resultaten zuletzt bereits jeweils nach einem Rennen abreisen. Negativer Höhepunkt war eine vergessene Strafrunde im Sprint von Hochfilzen. Nach einer zweiminütigen Zeitstrafe belegte sie nur Platz 93 und vergoss anschließend erneut Tränen.

Hönig sprach anschließend von einem "mentalen Tiefschlag". Diese sollen künftig unbedingt vermieden werden. Gössner wird deswegen vor den Heimrennen in Oberhof (7. bis 11. Januar) und Ruhpolding (14. bis 18. Januar) aus dem Rampenlicht genommen. Stattdessen soll sie in der zweiten Liga des Biathlons ungestört an ihrer Form arbeiten. "Ich will in dieser Saison gerne alle Rennen laufen, das ist schon mein Ziel", hatte Gössner kürzlich noch gesagt.

Geduld ist gefragt

Doch daraus wird nichts. Die Folgen ihres Horror-Unfalls schränken die Ex-Weltmeisterin weiter ein. "Es ist nicht so, dass ich Probleme mit dem Kopf habe", sagte Gössner, "sondern ich habe wirklich Lust zu laufen und ich will mich immer weiter verbessern." Sie habe sich damit abgefunden, dass es nur mit ganz kleinen Schritten nach vorne geht. Doch Anfang Dezember war sie noch sicher: "Ich glaube, dass ich wieder das erreichen kann, was ich schon geschafft habe." Doch dabei ist wohl noch mehr Geduld gefragt, als bislang angenommen.

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