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Biathlon: Franziska Hildebrand visiert die falschen Scheiben an

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Dahlmeier läuft aufs Podest  

Hildebrand visiert die falschen Scheiben an

09.02.2015, 10:33 Uhr | t-online.de, sid

Biathlon: Franziska Hildebrand visiert die falschen Scheiben an. Franziska Hildebrand verliert im Schneetreiben von Nove Mesto den Durchblick. (Quelle: imago/GEPA Pictures)

Franziska Hildebrand verliert im Schneetreiben von Nove Mesto den Durchblick. (Quelle: GEPA Pictures/imago)

Im Ziel war sich Franziska Hildebrand zunächst keiner Schuld bewusst. Doch beim letzten Stehendschießen in der Verfolgung der Biathletinnen in Nove Mesto hatte die 27-Jährige bei heftigem Schneetreiben auf die Scheiben der Nebenbahn geschossen, ein sogenanntes Crossfire. Nachträglich mit fünf Strafminuten belegt, landete sie am Ende auf Platz 50.

"Ich habe das erst im Ziel erfahren, als ich ein Sternchen neben meinem Namen gesehen habe. Da habe ich mich gewundert und nachgefragt. Ich dachte erst, dass ich vielleicht eine Strafrunde zu wenig gelaufen bin. Dann wurde mir gesagt, dass ich auf die falschen Scheiben geschossen habe. Mist", sagte Hildebrand. So ein Missgeschick ist deutschen Biathletinnen nicht neu. Magdalena Neuner war vor drei Jahren an gleicher Stelle passiert.

Dahlmeier auf dem Podest

Angesichts von Hildebrands Missgeschick geriet das ansonsten gute Abschneiden der DSV-Skijägerinnen etwas in den Hintergrund. Bei den schwierigen Bedingungen war die nach ihrem Sprint-Sieg am Vortag als erste Läuferin gestartete Laura Dahlmeier auf Platz drei beste Deutsche. Für die 21-Jährige war es der dritte Podestplatz ihrer Karriere.

Vanessa Hinz kam auf Platz vier - ihre bisher beste Weltcup-Platzierung. Rechnet man ihren Rückstand aus dem Sprint heraus, hätte es sogar zum Sieg für sie gelangt. Luise Kummer wurde Zwölfte. Miriam Gössner wurde nach sieben Fehlern 33., nach Platz 49 im Sprint wird für sie die WM-Qualifikation immer unwahrscheinlicher.

Domratschewa siegt

Der Sieg ging an die Weißrussin Darja Domratschewa. Kaisa Mäkäräinen aus Finnland belegte Rang zwei. Beide Athletinnen mussten jeweils vier Mal in die Strafrunde. Im Ziel hatte Dahlmeier nach drei Schießfehlern 14,9 Sekunden Rückstand auf Domratschewa. Hinz, die sich eine Fahrkarte weniger einhandelte, kam 24 Sekunden nach der Siegerin ins Ziel.

Am Samstag hatten Dahlmeier und Hildebrand den ersten Doppelsieg der deutschen Frauen seit knapp vier Jahren gefeiert. Die 21 Jahre alte Dahlmeier setzte sich im Sprint mit einer Sekunde Vorsprung vor ihrer ebenfalls fehlerfreien Zimmerkollegin durch.

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