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Nach Biathlon-WM 2015: Deutsche Biathleten glänzen wieder

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Dank neuer Strategien und Konzepte  

Deutsche Biathleten glänzen wieder

16.03.2015, 14:13 Uhr | sid

Nach Biathlon-WM 2015: Deutsche Biathleten glänzen wieder. Doppel-Weltmeister Erik Lesser strahlt mit seiner Goldmedaille um die Wette. (Quelle: dpa)

Doppel-Weltmeister Erik Lesser strahlt mit seiner Goldmedaille um die Wette. (Quelle: dpa)

Die deutschen Biathleten sind zurück in der Erfolgsspur - und das ist kein Zufall. "Alle Trainer an unseren Stützpunkten sprechen jetzt die gleiche Sprache. Wir sind im letzten Jahr einen großen Schritt vorangekommen", sagte Björn Weisheit, Sportlicher Leiter der Biathleten im Deutschen Skiverband (DSV). Dass die Skijäger nach zweijähriger Durststrecke bei der WM in Kontiolahti dreimal Gold und zweimal Silber gewannen, war so zwar nicht zu planen, die neuen Maßnahmen greifen jedoch bereits.

Im vergangenen Jahr wurde ein Gremium ins Leben gerufen, das langfristig dabei helfen soll, an die goldenen Zeiten der Vergangenheit anzuknüpfen. Ihm gehören neben den Cheftrainern des Spitzensports die Coaches aus dem Nachwuchsbereich und den Stützpunkten an. Auch aus der Wissenschaft gibt es Hilfe, um "ein Konzept zu entwickeln, bei dem sich alles vom Spitzensport bis in den Nachwuchsbereich durchzieht", sagte Weisheit. Das Gremium nennt sich intern "Steueraktiv".

"Hatten sehr starken Redebedarf"

Zwischen acht und zehn Stunden dauerte die erste Sitzung Im Juni 2014. Bei den Beteiligten hatte sich nach den bis dato schlechtesten Olympischen Spielen für die Biathleten viel Frust angesammelt. "Wir hatten da wirklich sehr starken Redebedarf. Das erste Treffen war so etwas wie eine Gruppentherapie", gab Weisheit offen zu. Schritt für Schritt wurden dann erste Verbesserungen eingeleitet.

Die Trainer des Nachwuchses waren zu weit entfernt von der Nationalmannschaft. Die Trainingspläne aller Athleten sollten besser koordiniert, ein stabileres System geschaffen werden. Eine Schlüsselrolle spielen dabei die Jugendtrainer. "Man muss ihnen Wichtigkeit, Anerkennung und ein Gehör geben, damit sie mit uns trainingsmethodische Dinge diskutieren können", sagte Weisheit.

Leistungsträger rücken enger zusammen

Aus "Betriebsblindheit" wurde vieles lange ignoriert, die Quittung gab es bei den Großereignissen. Doch nun hat der Verband Veränderungen auf den Weg gebracht. So gibt es bei den Stars um Doppel-Weltmeister Erik Lesser und Staffel-Weltmeisterin Laura Dahlmeier beispielsweise keine Geschlechtertrennung mehr. "Es ist eine neue Stärke im deutschen Biathlon, dass wir uns als ein Team und nicht mehr als Männer- und Frauenteam sehen", sagte Weisheit.

Die Leistungsträger rückten durch gemeinsame Trainingslehrgänge enger zusammen. Zudem wurden im vergangenen Sommer in Andreas Stitzl und Tobias Reiter zwei junge Coaches an die Seite der Cheftrainer Mark Kirchner und Gerald Hönig befördert, denen die Athleten voll vertrauen. "Die Stimmung könnte nicht besser sein. Wir haben Spaß zusammen, gewinnen und verlieren gemeinsam", sagte Lesser.

DSV will konsequent Talente ausbilden

In den Vorjahren sah das anders aus, große Egos konnten ein entspanntes Miteinander verhindern, mittlerweile wird der gemeinsame Weg mit aller Konsequenz gegangen. Das könnte durchaus auch Vorbild für andere kränkelnde Sportarten sein.

Zuletzt hatte es bei Olympia 2014 und der WM 2013 keinen Titel gegeben, nun freute sich die ertragreichste Sparte im DSV über gleich drei WM-Goldmedaillen und will konsequent weiter Talente ausbilden. "Die wichtigste Aufgabe eines funktionierenden Systems ist es, dass der Nachwuchs herangeführt wird. Das ist die Basis der Erfolge", sagte Weisheit.

Zudem ist man beim DSV mittlerweile davon überzeugt, dass man sich stetig bewegen muss, um dauerhaft ganz oben zu stehen. Auch Konfrontationen und vielleicht unangenehme Gespräche seien dafür notwendig. "Entscheidend war es, dass wir uns an einen Tisch gesetzt und über die Probleme diskutiert haben", sagte Weisheit. Die Rückkehr zum Erfolg gibt ihnen recht.

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