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Biathlon - Erik Lesser: Fehlende WM-Norm kein Thema

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Biathlon  

Biathlon-Weltmeister Lesser: Fehlende WM-Norm kein Thema

15.01.2016, 08:08 Uhr | dpa

Biathlon - Erik Lesser: Fehlende WM-Norm kein Thema. Der Deutsche Erik Lesser läuft weiterhin der WM-Norm hinterher.

Der Deutsche Erik Lesser läuft weiterhin der WM-Norm hinterher. Foto: Matthias Balk. (Quelle: dpa)

Ruhpolding (dpa) - Ausgerechnet der Biathlon-Weltmeister hat sein WM-Ticket noch nicht gelöst, doch Erik Lesser macht sich deshalb keine großen Sorgen. "Ich bin auf dem richtigen Weg. Jetzt kommt es darauf an, das auch mal im Wettkampf zu zeigen", sagt Lesser.

Schon am Samstag im spektakulären Massenstart beim Weltcup in Ruhpolding will der Olympia-Zweite alles klar machen. Noch in der Vorwoche hatte der 27-Jährige beim Ersatz-Weltcup für Oberhof die Qualifikation für das Duell der besten 30 Skijäger nicht geschafft. "Das war extrem grausam. Das hatte ich mir nach meinen schlechten Leistungen aber auch redlich verdient", meint er.

Auch Bundestrainer Mark Kirchner glaubt, dass Lesser wieder besser wird. "Ich gehe mal zu 100 Prozent davon aus, dass der Erik auf alle Fälle ein Bestandteil der WM-Mannschaft sein wird", sagt Kirchner. Der dreimalige Olympiasieger stellte fest: "Die WM-Norm machen wir überhaupt nicht zum Thema."

Die Reporter in Ruhpolding dagegen schon. Und das nervt Lesser gewaltig. "Es hat einfach noch nicht funktioniert, und nach jedem Rennen nach dieser Kack-WM-Norm zu fragen, geht einem irgendwann wirklich gegen den Strich", sagte der Olympia-Zweite im Einzel am Donnerstag. Tags zuvor war er über die 20 Kilometer 17. geworden. Rang 15 hätte gereicht, um die interne WM-Norm von zwei Top-15-Platzierungen oder einem Top-Acht-Ergebnis zu schaffen.

Sein bisher bestes Saisonergebnis steht mit Rang zwölf in der Verfolgung von Pokljuka. "Eine halbe Norm hat er stehen. Dann steht ein 16. und ein 17. Platz. Das ist für mich schon geschafft, es steht halt nur noch nicht auf dem Papier", sagt Kirchner.

Mit seinem Coach ist sich der Verfolgungs-Weltmeister einig, "dass viele Rennen, die auf dem Papier kacke aussehen, doch gar nicht so schlecht waren. Deshalb ist die interne Wahrnehmung deutlich anders als die mediale."

Sieben Einzelrennen hat Lesser noch, um die Norm für die WM im März in Oslo zu knacken. "Wenn ich nicht gut drauf wäre und deshalb die WM-Qualifikation nicht schaffe, dann habe ich es auch nicht verdient, zur WM zu fahren. Und wenn ich gut drauf bin, kommt die WM-Norm von ganz allein."

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