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Simon Schempp triumphiert im Biathlon-Sprint in Antholz

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Biathlon-Weltcup  

Schempp triumphiert im Sprint von Antholz

22.01.2016, 16:54 Uhr | t-online.de, dpa, sid

Simon Schempp triumphiert im Biathlon-Sprint in Antholz. Simon Schempp feiert den nächsten Weltcup-Erfolg.  (Quelle: dpa)

Simon Schempp feiert den nächsten Weltcup-Erfolg. (Quelle: dpa)

Simon Schempp sank entkräftet in den Schnee, dann ließ er sich von den Fans gebührend feiern: Im "Wohnzimmer" von Antholz ist Deutschlands bester Biathlet zum neunten Weltcup-Sieg seiner Karriere gestürmt.

Der 27-Jährige lieferte bei perfekten äußeren Bedingungen im Sprint über 10 Kilometer eine tadellose Leistung ab und verbesserte seine imposante "Italien-Serie" auf fünf Einzel-Triumphe nacheinander.

"Ich freue mich riesig, das ist sensationell. Ich fühle mich hier sehr wohl, Antholz liegt mir einfach", sagte Schempp, der im Ziel knapp vor den ebenfalls fehlerfreien Maxim Zwetkow (Russland/+5,8 Sekunden) und Tarjei Bö (Norwegen/+10,8) lag. "Das war ein harter Fight, und am Samstag geht es wieder von neuem los."

Auch Doll und Peiffer in guter Form

Im Jagdrennen haben dann auch Arnd Peiffer und Benedikt Doll, die für ein erfreuliches deutsches Mannschaftsergebnis sorgten, wieder gute Aussichten. Der frühere Sprint-Weltmeister Peiffer landete auf dem neunten Platz, Youngster Doll erreichte trotz eines Schießfehlers als Elfter das Ziel.

Ausschlaggebend für Schempps erneuten Triumph war indes die so oft zitierte "Komplex-Leistung" aus beiden Teildisziplinen. Am Schießstand zeigte der Schwabe nicht mal im Ansatz Schwächen, räumte alle zehn Scheiben zielsicher ab. Auf dem Ski waren nur zwei Läufer schneller - weil Schempp eben alle Tücken und Herausforderungen der Loipe kennt.

Gutes Omen für die Verfolgung

Der Staffel-Weltmeister hatte die schwierigen Strecken auf 1600 Metern Höhe spätestens in den vergangenen Jahren lieben gelernt. Sowohl beim zurückliegenden Weltcup als auch 2014 triumphierte er in Südtirol jeweils in Sprint und Verfolgung - das hatte vor ihm noch kein anderer Skijäger geschafft. Ein gutes Omen also für das Jagdrennen am Samstag, das der Deutsche mit knappen Vorsprung vor der Konkurrenz als Erster in Angriff nehmen wird.

Vor der Reise nach Italien hatte Schempp in diesem Jahr eine Zwangspause eingelegt. Nachdem ihn eine Erkältung zehn Tage lang ausgebremst hatte, konnte er beim Heim-Weltcup in Ruhpolding nur im Einzel antreten. Der starke sechste Rang belegte aber erneut, dass sich Schempp derzeit wahrscheinlich in der Form seines Lebens befindet.

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