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Biathlon 2016: Schemp und Dahlmeier heiß auf Edelmetall

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"Es wird Zeit"  

Schempp und Dahlmeier vor WM-Start heiß auf Medaillen

01.03.2016, 13:14 Uhr | sid

Biathlon 2016: Schemp und Dahlmeier heiß auf Edelmetall. Simon Schempp gilt als eine der großen deutschen Medaillen-Hoffnungen bei der Biathlon-WM in Oslo. (Quelle: dpa)

Simon Schempp gilt als eine der großen deutschen Medaillen-Hoffnungen bei der Biathlon-WM in Oslo. (Quelle: dpa)

Aus ihren ehrgeizigen Zielen machen die beiden Medaillen-Hoffnungen Simon Schempp und Laura Dahlmeier keinen Hehl. "Ich will meine erste Einzelmedaille mit nach Hause nehmen", sagt Schempp vor dem Start der Biathlon-WM in Oslo. Genau wie der 27-jährige Schwabe reist auch Dahlmeier als Mitfavoritin an den traditionsreichen Holmenkollen hoch über der norwegischen Hauptstadt. "Eine Einzelmedaille - das wäre die Krönung meiner Saison", sagte die 22-Jährige.

Mit jeweils vier Weltcupsiegen haben Schempp und Dahlmeier ihre Klasse in diesem Winter schon unter Beweis gestellt und sind stark wie nie zuvor. Krankheiten zwangen das Duo zwar mehrfach zu Wettkampfpausen, doch vor dem Saisonhöhepunkt sind die Überflieger bereit. "Ich fliege nicht dahin, um nur dabei zu sein. Dafür waren die Ergebnisse der letzten Jahre einfach viel zu gut", sagte Schempp.

"Jetzt wird es Zeit"

Am liebsten würde er schon am Donnerstag (ab 15.30 im t-online.de-Live-Ticker) zum Auftakt in der Mixed-Staffel dabei sein und dort das erste Edelmetall einfahren. "Ein gutes Mixed-Ergebnis wäre ein schöner Einstieg in die WM", sagte Schempp, der 2010 in dieser Disziplin Weltmeister wurde. Auch mit der Männerstaffel reichte es in Kontiolahti im Vorjahr zum Titel - doch alleine hat es bislang noch nie zum Sprung auf das Podium gereicht. "Jetzt wird es Zeit", sagte Schempp.

Dahlmeier hat sich den Traum von Edelmetall im Vorjahr als Vizeweltmeisterin in der Verfolgung bereits erfüllt. "Ich weiß, dass ich als Medaillenkandidatin gehandelt werde, ich selber fühle mich nicht unbedingt als große Favoritin", sagte Dahlmeier, die wegen einer leichten Magenverstimmung mit zwei Tagen Verspätung erst am Mittwoch anreist. Am Samstag im Sprint und einen Tag später in der Verfolgung soll sie aber starten.

"Ich glaube, dass jeder eine Medaille machen wird"

Erkältungen warfen Dahlmeier im Saisonverlauf immer wieder zurück, bei der WM-Generalprobe in Presque Isle/USA pausierte sie. Schempp fehlte wegen einer Bronchitis. Nur deswegen haben beide keinerlei Chancen mehr auf den erstmaligen Sieg im Gesamtweltcup. Bei den Männern ist Schempp nach acht Podestplätzen in zwölf Rennen "nur" Fünfter, Dahlmeier belegt Platz acht, erreichte bei zwölf Starts starke sechsmal das Treppchen.

Von den Platzierungen in der Gesamtwertung solle man sich nicht blenden lassen, sagte Rekordweltmeisterin Magdalena Neuner: "Ich glaube ganz optimistisch, dass jeder eine Medaille machen wird. Wenn die beiden gesund sind, sollte das klappen."

"Man spürt den gewachsenen Druck definitiv"

Frauen-Bundestrainer Gerald Hönig bremste die Euphorie jedoch ein wenig. "Wir wissen schon, dass die Aufgabe sehr schwer wird, an die Ergebnisse der Saison oder des Vorjahrs anzuknüpfen", sagte Hönig: "Man spürt den gewachsenen Druck definitiv. Wir messen uns auch an den Ergebnissen vom letzten Jahr und versuchen, das annähernd zu wiederholen."

Im finnischen Kontiolahti gab es drei Goldmedaillen und zweimal Silber für die Skijäger. Die Titel für beide Staffeln kamen dabei ebenso unerwartet wie der Verfolgungssieg von Erik Lesser, zudem wurden Dahlmeier und Franziska Preuß (Massenstart) jeweils Zweite. "Eine Staffel- und eine Einzelmedaille sollten jetzt unser Ziel sein", sagte Hönig.

Dabei können er und Männer-Bundestrainer Mark Kirchner auf Top-Resultate ihrer weiteren Medaillenkandidaten hoffen. Auch Franziska Hildebrand feierte bereits zwei Saisonsiege, Lesser gewann den Massenstart in Ruhpolding und auch Maren Hammerschmidt und Arnd Peiffer zeigten sich in der ersten Saisonhälfte stark. "Es darf gerne eine Medaille sein - einzeln und mit der Staffel!", sagte Hildebrand.

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