Sie sind hier: Home > Sport > Wintersport > Biathlon >

Biathlon - Doping-Skandal: Erst einmal Ende der Biathlon-Fehde

...
t-online.de ist ein Angebot der Ströer Content Group

Biathlon  

Doping-Skandal: Erst einmal Ende der Biathlon-Fehde

12.02.2017, 13:34 Uhr | dpa

Biathlon - Doping-Skandal: Erst einmal Ende der Biathlon-Fehde. Auch bei der Biathlon-WM in Hochfilzen ist Doping wieder ein Thema.

Auch bei der Biathlon-WM in Hochfilzen ist Doping wieder ein Thema. Foto: Barbara Gindl. (Quelle: dpa)

Hochfilzen (dpa) - Mit dem Handschlag von Hochfilzen zwischen dem Franzosen Martin Fourcade und dem Russen Anton Schipulin endete vorerst die durch die Doping-Verdächtigungen ausgelöste Fehde bei den Biathleten.

"Wir wollen das abschließen und nach vorne blicken. Ich warte darauf, dass die Russen mich zum Wodka trinken einladen", sagte Fourcade. Vorerst ist Ruhe, doch wie lange? Der Weltverband IBU hat nach den Enthüllungen im McLaren-Report über sechs der insgesamt 31 verdächtigen Fälle zu entscheiden. 22 Verfahren wurden aus Mangel an Beweisen eingestellt, immerhin drei Russen mittlerweile gesperrt. Noch ist nicht klar, ob die am Doping-Pragner stehenden Nation die nach Sibirien vergebene WM 2021 freiwillig zurückgeben werden - das hat die IBU gefordert.

Außerdem wartet noch eine weitere brisante Angelegenheit auf Klärung: Nach der Durchsuchung des Teamhotels der Nationalmannschaft aus Kasachstan durch die österreichische Bundespolizei am Tag vor dem ersten WM-Rennen sind viele Fragen offen. "Ich hoffe, dass es bald wieder einen sauberen Biathlon-Sport gibt", äußerte die nun viermalige Weltmeisterin Laura Dahlmeier.

"Es ist erschreckend, was momentan ans Licht kommt", sagte Rekordweltmeisterin Magdalena Neuner kürzlich Focus.de. "Grundsätzlich ist es für den Sport einfach nur schlimm. Wir kennen das aus dem Radsport, wo systematisch gedopt wurde, das hat den Sport kaputt gemacht. Russland macht damit auch diesen Sport ein Stück weit unsympathischer."

Möglicherweise deutet sich aber eine Kehrtwende an. Nach der provisorischen Sperre von Jekaterina Glasyrina kurz vor dem WM-Sprint schlug Russlands Vizeregierungschef Witali Mutko der Agentur TASS gegenüber erstaunliche Töne an: "Vielleicht ist es besser, sicher zu gehen, um nicht eine Medaille abgeben zu müssen, wenn etwas ist."

Doch mit Irina Starych und Alexander Loginow stellten die Russen gerade erst von EPO-Sperren zurückgekehrte Athleten auf. Starych verpasste am Sonntag als Vierte Verfolgungs-Bronze nur knapp. Beim Sieg der Deutschen in der Mixed-Staffel waren die Russen Dritter hinter Frankreich geworden. Danach ging es richtig rund zwischen Fourcade, dem Wortführer der Athleten im Anti-Doping-Kampf, und den Russen um ihren Star Anton Schipulin. "Wir haben es geklärt. Ich habe ihm gesagt, was ich dachte, er hat mir gesagt, was er dachte, und voilà", sagte Fourcade.

Russlands Männer-Coach Ricco Groß begrüßte die Versöhnung. "Es ist wirklich cool, dass zwei der stärksten Athleten der Welt die Kraft dazu gefunden haben. Jetzt können sie ihre Kämpfe wieder auf der Strecke austragen", sagte der 46-Jährige.

Groß, einer der erfolgreichsten deutschen Wintersportler, hat im Riesenreich noch einen Vertrag bis 2018. Er hat stets betont, dass derjenige aus seinem Team fliegt, der betrügt. Zur Mixed-Aufstellung sagte er: "Wir wollten eigentlich eine komplett andere Mannschaft laufen lassen, aber der Verband hat sich dann für diese Aufstellung entschieden."

Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre Adresse an.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht

Wählen Sie aus dem Pull-Down-Menü Ihren gewünschten Ansprechpartner aus. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail
Anzeige
Video des Tages
Anzeige
Ähnliche Themen im Web

Shopping
Shopping
Harte Schale, kalter Kern: Bauknecht Haushaltsgeräte
OTTO.de
Shopping
Highspeed-Surfen für nur 19,95 € mtl. im 1. Jahr*
www.telekom.de
Sport von A bis Z

Anzeige
shopping-portal
© Ströer Digital Publishing GmbH 2017