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Jenny Wolf zurück auf dem Sprinter-Thron

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Eisschnelllauf  

Jenny Wolf zurück auf dem Sprinter-Thron

10.02.2010, 04:54 Uhr | dpa

Jenny Wolf (Foto: imago)Jenny Wolf (Foto: imago) Mit Wut im Bauch hat sich Jenny Wolf ihren Platz auf dem Sprinter-Thron zurückerobert. Beim Weltrekord- Festival auf dem Blitzeis von Salt Lake City revanchierte sich die schnellste Frau der Welt auf dem Eis mit der Glanzzeit von 37,22 Sekunden für die tags zuvor gegen die Chinesin Beixing Wang erlittene Niederlage und landete ihren zwölften Sieg im Eisschnelllauf-Weltcup. Anni Friesinger ließ nach dem zweiten Platz über 1000 Meter das Rennen über 1500 Meter aus, während Claudia Pechstein über ihren unglücklichen Einstand haderte: Sie wurde beim Wechsel von der Kanadierin Cindy Klassen behindert, verlor viel Zeit und verpasste eine bessere Platzierung als Rang 14.



Stolperer verhindert Weltrekord


"Natürlich habe ich mich über meinen Fehler geärgert", meinte Jenny Wolf nach dem ersten 500-m-Rennen, in dem sie mit einem traumhaften 100-m-Angang von 10,18 Sekunden auf Weltrekord-Kurs lag, dann aber in der zweiten Innenkurve stolperte und in 37,47 der Chinesin (37,32) den Auftakterfolg überlassen musste. "Aber dafür habe ich mich ja schön revanchiert. Es ist ein beruhigendes Gefühl, wenn man die guten Testergebnisse auch gegen die Weltelite bestätigen kann", meinte die Literaturstudentin, die nur bei ihrem Weltrekord im März mit 37,04 noch schneller war.


Pechstein irrtümlich disqualifiziert


Bitter enttäuscht war Claudia Pechstein. "Das ist super-ärgerlich: Da ist man so schnell, und dann passiert so ein Mist", meinte sie nach ihrem Duell gegen Klassen, die sich für das Missgeschick an der Wechselmarke bei 700 Meter bei der Rivalin entschuldigte. Kurioserweise war zunächst Pechstein disqualifiziert worden, doch wurde dies vom Kampfrichter später zurückgenommen. Die in Topform befindliche fünfmalige Olympiasiegerin war vor dem Strauchler auf dem Weg zu einer persönlichen Bestzeit und der ersten Top-3-Platzierung auf dieser Strecke seit zwei Jahren gewesen. Der Sieg ging an die Kanadierin Christine Nesbitt in 1:52,75 Minuten.

Starke Leistung von Hartmann


Anni Friesinger, die bei ihrem Kaltstart in die Saison ohne einen vorherigen Test über 1000 m die drittbeste Zeit ihrer Karriere lief und nur um ein Zehntel von Wang (1:14,19) geschlagen worden war, verzichtete angesichts der gerade überstandenen Erkältung auf die 1500 Meter. Einen guten Eindruck hinterließ Heike Hartmann. Die Inzellerin lief in 38,04 Sekunden beziehungsweise 1:15,13 Minuten neue Bestzeiten und vollzog mit den Rängen fünf und acht (jeweils 500 m) sowie acht (1000 m) den Vorstoß in die Weltelite.

Weltrekord-Festival der Herren


Für eine Riesen-Überraschung sorgte über 5000 Meter Enrico Fabris, der nicht nur die über ein Jahr anhaltende Siegesserie von Weltmeister Sven Kramer beendete, sondern dem Niederländer in 6:07,40 auch dessen Weltrekord entriss. "Dieser Weltrekord ist gut für den Sport. Alle wissen jetzt, dass Kramer nicht unschlagbar ist", meinte der 1500-m-Olympiasieger aus Italien. Es war bereits der vierte Weltrekord im vierten Herren-Rennen: Zuvor hatten Jeremy Wotherspoon (Kanada) bei seinem 58. Weltcupsieg über 500 m in 34,03 Sekunden und der Finne Pekka Koskela über 1000 m in 1:07,00 Minuten Bestmarken gesetzt. 1500-m-Sieger Erben Wennemars (Niederlande) hatte in 1:42,32 Minuten den Rekord von Shani Davis (USA) egalisiert.

Schneider mit persönlicher Bestzeit


Das beste Resultat der deutschen Herren ging auf das Konto des Berliners Tobias Schneider. Als Achter des 5000-m-Rennens verbesserte er in 6:21,55 Minuten seine persönliche Bestzeit gleich um 3,54 Sekunden und verpasste den deutschen Rekord nur knapp.

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