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Jenny Wolf zurück auf dem Sprinter-Thron

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Eisschnnelllauf  

Jenny Wolf zurück auf dem Sprinter-Thron

10.02.2010, 04:54 Uhr | dpa

Jenny Wolf (Foto: Reuters)Jenny Wolf (Foto: Reuters) Mit ihrem erneuten 500-Meter-Weltrekord hat Jenny Wolf für einen furiosen Auftakt beim Eisschnelllauf-Weltcup in Calgary gesorgt und die Konkurrenz zu Statisten degradiert. Die Weltmeisterin aus Berlin blieb in 37,02 Sekunden 2/100 Sekunden unter ihrer Marke vom 10. März dieses Jahres in Salt Lake City und feierte eine Woche nach ihrem Erfolg in der Olympia-Stadt von 2002 zugleich ihren 13. Weltcupsieg. Dabei lief Wolf in einer eigenen Liga: Allein die zweitplatzierte Chinesin Beixing Wang konnte in 37,21 Sekunden als einzige einigermaßen mithalten. Die Japanerin Sayuri Yoshii lag in 37,88 Sekunden auf Rang drei schon weit zurück.

Bestmarke Schwarz läuft deutschen Rekord auf 1500 Meter
Salt Lake City Jenny Wolf auf dem Sprinterthron

Pechstein erneut nur Vierte

Im Rennen über 3000 Meter verpasste Claudia Pechstein wiederum das Siegerpodest. In 4:00,25 Minuten reichte es im direkten Duell gegen Daniela Anschütz-Thoms (Erfurt) wie in Salt Lake City nur zu Platz vier. Die Thüringerin wurde nur knapp geschlagen Sechste (4:00,41). Gegen die tschechische Weltmeisterin Martina Sablikova, die in 3:55,83 nicht nur einen Landesrekord, sondern auch die drittschnellste je gelaufene Zeit verbuchte, hatten die Deutschen wiederum nichts zu bestellen. Platz zwei ging an die Niederländerin Renate Groenewold (3:55,98) vor der Kanadierin Kristina Groves (3:58,78).

Wolf-Coach hält Zeit unter 37 Sekunden für möglich

Trotz des vierten Weltrekordes ihrer Karriere sah die 28-jährige Literaturstudentin Wolf nach ihrem Supersprint noch Reserven: "Es war noch nicht optimal, die zweite Kurve kann noch besser gehen". Damen-Bundestrainer Markus Eicher hält nun eine Zeit unter 37 Sekunden für möglich: "Wenn sie ohne Fehler durchkommt, kann vielleicht in den kommenden Tagen die Schallmauer fallen." Der Hauptstädterin gelang in 10,13 Sekunden auf den ersten 100 Metern zudem der schnellste je gemessene Angang. Ihr eigener Weltrekord steht bei 10,28 Sekunden, er darf aber nur in separaten 100-Meter-Rennen und nicht als Durchgangszeit aufgestellt werden.

Friesinger lief nur in der B-Gruppe

Heike Hartmann aus Inzell belegte in 38,23 Sekunden Rang zwölf. Eine Hundertstel schneller war zuvor Sprintweltmeisterin Anni Friesinger, die damit in der B-Gruppe die Bestzeit fixierte und damit hochzufrieden war. Die 30 Jahre alte Inzellerin, die zum Auftakt vor einer Woche in Salt Lake City auf die kurze Distanz verzichtete und daher in die zweite Weltcup-Gruppe eingestuft wurde, verfehlte ihre persönliche Bestzeit um 0,45 Sekunden.

Wotherspoon siegt bei den Herren

Im Herren-Rennen erkämpfte Jeremy Wotherspoon auf seiner Hausbahn in Calgary seinen 61. Weltcup-Erfolg. Der 31-jährige Kanadier verfehlte über 500 Meter in 34,23 Sekunden seinen erst eine Woche alten Weltrekord nur um 0,20 Sekunden. In der Gesamtwertung führt Wotherspoon nach seinem dritten Saisonerfolg über 500 m mit 300 Punkten souverän. Eine erneute Enttäuschung erlebten die deutschen Sprinter. Meister Anton Hahn aus Erfurt kam in 35,81 Sekunden nicht über Platz 13 in der B-Gruppe hinaus, Nico Ihle aus Chemnitz wurde disqualifiziert.


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