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Jenny Wolf eilt von Erfolg zu Erfolg

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Eisschnelllauf  

Jenny Wolf eilt von Erfolg zu Erfolg

10.02.2010, 04:54 Uhr | dpa

Jenny Wolf (Foto: imago)Jenny Wolf (Foto: imago) Den Weltrekord geknackt, die Schallmauer touchiert: Eis-Blitz Jenny Wolf hat in Calgary mit einem Traumstart über 500 Meter den Sprung in eine neue Dimension des Eisschnelllaufs nur haarscharf verfehlt. In 37,02 Sekunden war sie bei der zweiten Weltcupstation 2/100 Sekunden schneller als beim Gewinn ihres WM-Titels am 10. März in Salt Lake City. Tags darauf verhinderte ein kleiner Stolperer beim Start die weitere Verbesserung ihrer Bestmarke und den Fall der 37-Sekunden-Schallmauer. In 37,15 Sekunden lief die Berlinerin bei ihrem 14. Weltcupsieg aber erneut eine Glanzzeit und drückte ihren Punkte-Weltrekord über 2 x 500 Meter auf 74,17 Zähler.

Weltrekord Jenny Wolf schneller als sie selbst
Bestmarke Schwarz läuft deutschen Rekord auf 1500 Meter
Salt Lake City Jenny Wolf auf dem Sprinterthron

"Die 1000 Meter liefen richtig gut"

Sogar schon ihren 45. Weltcupsieg landete Anni Friesinger. Nach drei vergeblichen Anläufen mit jeweils zweiten Plätzen setzte sich die Sprint-Weltmeisterin über 1000 Meter in 1:13,49 Minuten durch und drückte ihren gerade eine Woche alten deutschen Rekord um 0,22 Sekunden. Es war die viertschnellste je gelaufene Zeit über 1000 Meter. "Die 1000 Meter liefen richtig gut. Ich bin glücklich über diese Zeiten zum Saisonauftakt", sagte die 30-Jährige.

Team-Chef Jasch ist voll des Lobes

Damit durchbrach Friesinger ihr Abonnement auf Platz zwei, nachdem sie zuvor über 1500 Meter in 1:53,09 Minuten den ersten Saisonsieg noch knapp verpasst und den deutschen Rekord um 0,1 Sekunden verbessert hatte. "Eine Super-Leistung bei dieser brutal trockenen Luft", lobte Team-Chef Helge Jasch die Inzellerin, die noch ein wenig im Schatten von Jenny Wolf stand.

Nur 0,04 Stundenkilometer fehlen zum Rekord

Neben der Freude über die Rekorde schwang bei Jenny Wolf auch ein wenig das Bedauern über die verpasste Traummarke mit. "Ein Weltrekord ist immer Wahnsinn. Aber wenn man so nah dran ist, will man natürlich auch die erste Frau unter 37 Sekunden sein", gestand sie. "Aufgeschoben ist nicht aufgehoben. Sie wird es irgendwann schaffen", sagte Bundestrainer Markus Eicher. In sagenhaften 48,62 Stundenkilometern war die schnellste Frau der Welt um die Kurven gefegt, ganze 0,04 km/h mehr wären nötig gewesen, um die Schallmauer zu durchstoßen. "Sie hatte das historische Ding wirklich drin", bedauerte ihr Coach Thomas Schubert.

Ich wäre sogar fast enttäuscht gewesen

Für die ersten 100 Meter hatte die 28-Jährige schier unglaubliche 10,13 Sekunden gebraucht. Ihr Weltrekord steht bei 10,28 Sekunden, kann aber nur bei separaten Wettkämpfen verbessert werden. "Bei den 10,18 in Salt Lake dachte ich schon, schneller geht es nicht. Die Zeiten hatten sich aber im Sommer angedeutet. Ich wäre sogar fast enttäuscht gewesen, wenn kein Weltrekord rausgesprungen wäre", zeigte sich die Berlinerin nicht überrascht von ihrer tollen Frühform. Auch über 1000 Meter machte sie einen Sprung nach vorn. Als Siegerin der B-Gruppe verbesserte sie ihre persönliche Bestleistung gleich um 1,68 Sekunden auf 1:15,75 Minuten.

Keine Podestplätze

Stark präsentierten sich auch Daniela Anschütz-Thoms und Claudia Pechstein. Anschütz-Thoms drückte in 1:53,80 Minuten ihre Bestzeit um 1,49 Sekunden und kam auf den vierten Rang. Auch Pechstein verbesserte als Fünfte in 1:54,31 Minute ihre persönliche Bestzeit deutlich. Der Sieg ging an Christine Nesbitt (Kanada/1:52,75). Über 3000 Meter hatten Pechstein (4:00,25) und Anschütz-Thoms (4:00,41) als Vierte und Sechste gleichfalls die Podest-Plätze verfehlt. Für Weltmeisterin Martina Sablikova (Tschechien/3:55,83), die seit einem Jahr auf den langen Strecken ungeschlagen ist, war es der sechste Weltcupsieg in Serie.

Kramer schlägt zurück

Mit viel Wut im Bauch holte sich Weltmeister Sven Kramer seinen Weltrekord über 5000 Meter zurück. In 6:03,32 Minuten pulverisierte der 21-jährige Niederländer die eine Woche alte Bestmarke von Enrico Fabris um 4,08 Sekunden und fixierte bereits die achte Rekordmarke der neuen Saison. Auch der Italiener, der Kramer in Salt Lake die erste Niederlage seit 18 Monaten beigebracht hatte, blieb als Zweiter in 6:06,42 Minuten noch unter seiner alten Bestmarke.

Deutsches Herren-Trio mit Rekord überraschend auf Platz 3

Das deutsche Herren-Trio mit Tobias Schneider, Robert Lehmann und Stefan Heythausen belegte in der letzten Entscheidung des Eisschnelllauf-Weltcups in Calgary überraschend den dritten Platz und stellte einen deutschen Rekord auf. Im Team-Rennen über acht Runden verbesserte die Mannschaft in 3:44,40 Minuten die zwei Jahre alte Bestmarke um 0,50 Sekunden. Der Sieg ging in 3:41,95 Minuten an das Team Kanadas mit Arne Dankers, 1000-Meter-Sieger Denny Morrison und Steven Elm. Zweiter wurde Norwegen (3:42,88). Weltmeister Niederlande musste in zweitklassiger Besetzung mit Platz sechs vorlieb nehmen.

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