Startseite
Sie sind hier: Home > Sport > Wintersport >

Snowboard: Athleten greifen in die eigene Tasche

...
t-online.de ist ein Angebot der Ströer Content Group

Snowboard  

Snowboarder greifen in die eigene Tasche

19.11.2007, 16:18 Uhr | dpa

Jan Michaelis (Foto: imago)Jan Michaelis (Foto: imago) Die TV-Krise des Deutschen Skiverbandes (DSV) hat auch die Snowboarder viel Geld gekostet, von den ambitionierten Zielen weichen Amelie Kober & Co. im Weltcup-Winter aber nicht ab. Mit Blick auf die Olympischen Winterspiele 2010, wo zwei Mal Edelmetall eingefahren werden soll, greifen Kober und ihre Teamkollegen für insgesamt 45.000 Euro sogar selbst in die Tasche. "Die Eigenbeteiligung ist deutlich erhöht. Wir haben ungefähr 35 Sportler, da weiß man, was jeder Athlet bei uns im Schnitt zu zahlen hat", sagte Timm Stade, Sportdirektor des Snowboard Verband Deutschland (SVD), auf der Jahrespressekonferenz in München.


Die Athleten werden zur Kasse gebeten


Statt der eingeplanten 350.000 Euro durch den DSV, der nach einer langen Hängepartie einen deutlich schlechteren TV-Vertrag als zuvor abschloss, müssen die Snowboarder nach eigenen Angaben in diesem Haushaltsjahr mit 250.000 Euro auskommen. Das Ansetzen des Rotstifts fiel Stade beim 1,1 Millionen-Euro-Budget nicht leicht, denn die durch den Bund gezahlten 700.000 Euro sind nicht beliebig verteilbar. Nun wird im Winter zum Beispiel an Unterkünften gespart, dazu wurden eben auch die Sportler zur Kasse gebeten. "Es gibt sicherlich nicht viele Verbände, in denen man sich als Olympia- und WM-Medaillen-Gewinnerin selbst beteiligen muss", sagte Vize-Weltmeisterin Kober.


Sportlicher Erfolg soll neue Sponsoren anlocken


Der Finanzplan für den bereits begonnenen Weltcup-Winter steht. Angesichts von fehlenden 65.000 Euro ist "der Trainings- und Wettkampfbetrieb ab Oktober 2008 noch nicht gesichert", sagte Stade über die "nicht prekäre" Situation. Mit Erfolgen im Weltcup will er Sponsoren anlocken und "frisches Geld" einfahren. Dazu sollen zwei Heim-Weltcups für mehr Aufmerksamkeit sorgen. "Ohne große internationale Veranstaltungen bleiben wir im Snowboard zweite Wahl im Wintersportkonzert", betonte Stade.

In Deutschland sollen wieder Weltcups stattfinden


Die Verhandlungen mit dem Welt-Skiverband FIS und Sponsoren laufen, angedacht sind ein Halfpipe-Weltcup im Herbst 2008 in Wittenburg bei Hamburg und ein Parallel-Riesenslalom im oberbayerischen Sudelfeld im Januar 2009. Allerdings kann die Rückkehr des FIS-Snowboard-Weltcups nur gelingen, wenn die Veranstaltungen kostendeckend ausgerichtet werden. Snowboard-Weltcups in Deutschland gab es zuletzt 2004.

Noch keine eigene Halfpipe


Am Geld scheiterte auch das so ersehnte Trainingszentrum in Berchtesgaden. Das Finanzvolumen von 2,2 Millionen Euro konnte ebenso nicht hundertprozentig gedeckt werden wie die Betriebskosten. Nun wollen Stade und seine Mitstreiter an einem neuen Standort, vermutlich im Allgäu, mit dem Zielpunkt 2010 einen neuen Versuch wagen. Ohne eigene Halfpipe und Snowboardcross-Strecke gehe es nicht, sagte Stade.


Liebe Leser, bitte melden Sie sich an, um diesen Artikel kommentieren zu können. Mehr Informationen.

Kommentare

(0)
Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre Adresse an.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht

Wählen Sie aus dem Pull-Down-Menü Ihren gewünschten Ansprechpartner aus. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail
Anzeige
Video des Tages
Brutale Methode 
Therapie mit langer Nadel nichts für schwache Nerven

Diese Behandlung ist garantiert nichts für zartbesaitete Menschen. Video

Anzeige

Shopping
tchibo.deOTTObonprix.deESPRITC&ACECILzalando.dedouglas.deKlingel.de
Sport von A bis Z

Anzeige
shopping-portal