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Jenny Wolf muss um 500-Meter-Weltrekord bangen

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Eisschnelllauf  

Jenny Wolf muss um 500-Meter-Weltrekord bangen

10.02.2010, 04:54 Uhr | sid

Jenny Wolf (Foto: imago)Jenny Wolf (Foto: imago) Jenny Wolf muss möglicherweise um ihren gerade aufgestellten 500-Meter-Weltrekord bangen. Eine Expertenkommission des Eissport-Weltverbandes (ISU) unter Leitung ihres Präsidenten Ottavio Cinquanta untersucht die Unregelmäßigkeiten in der Zeitmessung beim Weltcup in Calgary, wo Wolf die Bestzeit (37,02 Sekunden) aufgestellt hatte.

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Viele Analysen bis zur Anerkennung eines Weltrekords

Die ISU reagierte auf einen Protest des niederländischen Verbandes KNSB. Die in Calgary gelaufenen Weltrekorde - neben Wolf lief noch der Niederländer Sven Kramer über 5000 Meter Bestzeit - stehen auch unabhängig von der laufenden ISU-Untersuchung auf dem Prüfstand. "Bis ein Weltrekord anerkannt wird, finden verschiedene Auswertungen statt, die dem ISU-Council vorgelegt werden. Dabei handelt es sich um eine Analyse der Zeitmessstreifen, der Dopingkontrolle und falls notwendig auch der Zielfotos. Bis zur offiziellen Anerkennung dauert es in der Regel bis nach der Saison", sagte Günter Schumacher, Sportdirektor der Deutschen Eisschnelllauf-Gemeinschaft (DESG) und Mitglied der Technischen Kommission der ISU.

Der Lauferste langsamer als der Zweite

In Calgary hatte in mehreren Rennen die neue elektronische Zeitmessanlage des Olympic Oval zu spät gestoppt, Kontrollmechanismen fehlten. Die Unregelmäßigkeiten fielen im 1000-Meter-Rennen der Männer auf. Dort hatte der Niederländer Simon Kuipers die Ziellinie mit einem Minimalvorsprung vor seinem Laufpartner Shani Davis (USA) überquert. Dennoch wurden für Davis 1:07,40 Minuten und für Kuipers 1:07,42 gemessen. Nach einem Protest der Oranjes setzte der kanadische Schiedsrichter Jim McClements Kuipers zunächst auf Rang drei und Davis auf Platz vier. Nach Ende der Veranstaltung änderte die Jury das Ergebnis wieder. Gegen diese Entscheidung legten die Niederländer Protest ein. Auf TV-Bildern aus Calgary, aufgenommen aus verschiedenen Perspektiven, ist deutlich zu erkennen, dass Kuipers vor Davis ins Ziel kam. Weitere TV-Bildanalysen zeigten, dass in mehreren Fällen Sportler, die auf der Innenbahn die Ziellinie überquerten, bis um 0, 04 Sekunden benachteiligt wurden. Sollte Wolfs Bestzeit nicht anerkannt werden, wäre sie weiterhin Weltrekordlerin, da sie bei ihrem WM-Titel am 10. März in Salt Lake City auch die alte Marke aufgestellt hatte.


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