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Bauer und Kalla gewinnen die Tour de Ski

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Langlauf  

Bauer und Kalla gewinnen die Tour de Ski

10.02.2010, 00:41 Uhr | dpa

René Sommerfeldt (Foto: imago)René Sommerfeldt (Foto: imago) Abgerechnet wird am Schluss: Mit einem lauten Jubelschrei sprang René Sommerfeldt auf das Siegerpodest der Tour de Ski der Langläufer und sorgte damit doch noch für eine positive Bilanz im deutschen Lager. Mit einem nicht für möglich gehaltenen Endspurt sicherte sich der Routinier auf dem Alpe Cermis im italienischen Val di Fiemme den Tagessieg und den zweiten Platz der Gesamtwertung hinter dem Tour-Dominator Lukas Bauer aus Tschechien. 63.210 Euro Preisgeld und 370 zusätzliche Weltcup-Punkte waren der Lohn für die Schinderei am Berg. Franz Göring kletterte im Gesamtklassement noch auf Rang sechs nach vorn.

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Kalla bei den Frauen vorn

Bei den Frauen holte sich die erst 20-jährige Schwedin Charlotte Kalla den Toursieg. Mit einem beeindruckenden Antritt einen Kilometer vor dem Zielstrich überholte sie die bis dahin führende Finnin Virpi Kuitunen und legte noch 36 Sekunden zwischen sich und die Rivalin. Beeindruckend war auch der Auftritt der DSV-Läuferinnen. Claudia Nystad katapultierte sich als Tagesdritte noch auf Rang sechs, Evi Sachenbacher-Stehle wurde Gesamt- Achte vor Katrin Zeller.

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Sommerfeldt vom eigenen Auftritt begeistert

"Rang vier war realistisch, doch dann hörst du die Zeiten der anderen vorn, siehst sie auf den Serpentinen und holst neue Kraft", erzählte Sommerfeldt, der den Schlussspurt um Platz zwei gegen Giorgio di Centa aus Italien als den "Gipfel" bezeichnete. "Ich bin so happy", meinte der Sachse, der im vergangenen Jahr noch mit Tour-Sieger Lukas Bauer eine Trainingsgruppe gebildet hatte. "Es ist schön, wenn mal wieder ein Oberwiesenthaler bester Deutscher ist."

Lob von Bundestrainer Behle

"Lukas ist ein Kämpfertyp, sehr diszipliniert und pflichtbewusst. Er hat sich den Erfolg erarbeitet und deshalb verdient", lobte Bundestrainer Jochen Behle den Rivalen seiner Schützlinge. Vor der vergangenen Saison hatte der 30-Jährige, der im Oberwiesenthaler Nachbarort Bozi Dar nur einen Steinwurf von Sommerfeldt entfernt wohnt, die Kooperation mit den Deutschen gesucht. "Er wollte nach so vielen Jahren im Weltcup ein paar neue Reize setzen, die konnten wir ihm geben. Und wir haben auch von ihm profitiert", sagte Sommerfeldt.

Falsche Ski

Noch am Vortag hatte sich Sommerfeldt bei der Skiwahl vergriffen und war im Gesamtklassement auf Platz neun abgerutscht. "Da wollte ich die Ski schon in die Ecke schmeißen", gab er zu. Nach drei Jahren der Stagnation meldete sich der Gesamtweltcupgewinner von 2004 in der Weltspitze zurück. "Jetzt ist er endlich wieder da, wo er hingehört: Ganz vorn", lobte Tobias Angerer, der entthronte Tour-Sieger von 2007.

Stürze und Wachs-Probleme

"Uns hat in diesem Jahr lange Zeit einfach das Glück gefehlt, dass wir im vergangenen hatten. Ich denke an die Stürze von Tobias Angerer und Axel Teichmann sowie von Claudia Nystad. Auch unser Wachs-Problem beim Klassik-Rennen in Nove Mesto am 2. Januar gehört in diese Rubrik", zog Bundestrainer Jochen Behle sein Fazit, um aber mit einem breiten Grinsen zu ergänzen: "Ich selbst habe nicht geglaubt, dass man in zwanzig Minuten das Gesamtklassement noch so auf den Kopf stellen kann."

Überraschungssieg am Berg

Charlotte Kalla aus Schweden (Foto: Reuters)Charlotte Kalla aus Schweden (Foto: Reuters) Bei den Frauen hatte Kalla für eine Überraschung gesorgt und zum ersten Mal die Tour de Ski gewonnen. Die dreimalige Junioren-Weltmeisterin verdrängte im abschließenden Zehn-Kilometer-Rennen mit dem Schlussanstieg zur Alpe Cermis Vorjahressiegerin Kuitunen noch von der Spitze. Nach dem Anstieg auf 1278 Höhenmeter mit einer Steigung von bis zu 28 Prozent lag Kalla 36,4 Sekunden vor Kuitunen, die vor der Schlussetappe im italienischen Val di Fiemme noch mit 39,7 Sekunden geführt hatte. Dritte der Gesamtwertung wurde die Italienerin Arianna Follis.

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Versöhnlicher Abschluss

Der letzte Tag machte alles Negative der vorherigen Etappen wett, auf denen es dennoch positive Ergebnisse gab. Die Podestplätze von Axel Teichmann, Franz Göring und dreimal Claudia Nystad gehören ebenso dazu wie die Leistungssteigerung von Katrin Zeller. Die Oberstdorferin gehört zweifellos zu den Überraschungen der Tour. "Sie ist eine sensationelle Tour gefahren, das war so nicht zu erwarten", erklärte der Coach.

Nystad dankt dem Trainer

Besonders am Schlusstag wuchsen die Damen über sich hinaus: Nystad Tagesdritte, Steffi Böhler Fünfte, Zeller Sechste, Sachenbacher-Stehle Zehnte. "Das ist ganz allein unserem Trainer Ismo Hämäläinen zu verdanken. Er hat das Training so aufgebaut, dass wir auf dem Punkt fit waren. Als es anfangs noch nicht so lief, hat er uns immer wieder motiviert und prophezeit, dass es bei der Tour klappt", erzählte Nystad.

Brutaler Schlussanstieg

Wie allen fiel auch der Oberwiesenthalerin der Schlussanstieg mit bis zu 28 Prozent Steigung extrem schwer. "Es ist, als ob du 1000 Treppen steigen musst und weißt, dass du keine Kraft mehr hast", beschrieb sie ihre Gefühlslage im Berg. Sie haderte noch etwas mit der Unausgeglichenheit während der acht Etappen. "Es war sicher noch mehr möglich. Aber da hilft alles Wenn und Aber nichts. Endlich ist die Qual vorbei", bemerkt die Sächsin erleichtert.

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