Startseite
Sie sind hier: Home > Sport > Wintersport >

Wintersport - Doping: ARD rudert bei Doping-Vorwürfen zurück

...
t-online.de ist ein Angebot der Ströer Content Group

Dopingvorwürfe  

ARD rudert bei Doping-Vorwürfen zurück

17.01.2008, 15:53 Uhr | dpa

Die ARD-Recherchen waren offenbar nur heiße Luft (Foto: imago)Die ARD-Recherchen waren offenbar nur heiße Luft (Foto: imago) Die ARD hat sich in bisher nicht gekannter Weise von der eigenen Doping-Berichterstattung distanziert und für die Veröffentlichung der schweren Vorwürfe gegen deutsche Wintersportler entschuldigt. "Es ist nicht vertretbar und mit unserer Berufsauffassung nicht vereinbar, wenn solche Pauschalverdächtigungen erhoben werden, ohne dafür belegbare und nachprüfbare Fakten zu haben", sagte Moderator Michael Antwerpes am Donnerstag zu Beginn der Live-Übertragung vom Biathlon-Weltcup im Südtiroler Antholz. "Wir bedauern, wenn es im Zusammenhang mit dieser Meldung zu Vorwürfen und Unterstellungen gegen Athleten gekommen ist", sagte der Moderator.

Doping Neuer Skandal - oder doch nicht?

DSV will gegen Redakteure klagen

Der Deutsche Olympischen Sportbund (DOSB) begrüßte die Entschuldigung der ARD. "Ich finde es gut, dass die ARD ein Stück Größe zeigt und die Vorwürfe, nachdem sie sich bisher nicht bestätigt haben, zurückgezogen hat", sagte DOSB-Generaldirektor Michael Vesper. Zuvor hatte der Deutsche Skiverband (DSV) die Absicht bekräftigt, die für die Berichterstattung Verantwortlichen zu belangen. "Aus der angeblichen Doping-Affäre ist jetzt mehr oder weniger eine Medienaffäre geworden. Wir haben uns auch deshalb vorbehalten, jetzt rechtliche Schritte einzuleiten gegenüber den verantwortlichen Redakteuren, wohlgemerkt nicht gegenüber der ARD", sagte DSV-Pressesprecher Stefan Schwarzbach. Das sei "eine sehr, sehr harte Nummer" für alle gewesen.

Wilhelm: "Wir haben damit nichts zu tun"

Ähnlich argumentierte auch die Biathletin Kati Wilhelm. "Das hat uns alle sehr hart getroffen. Das sind Vorwürfe, von denen wir alle wissen: Wir haben damit nichts zu tun", sagte die mehrfache Weltmeisterin. Man wisse nicht so recht, wie man damit umgehen solle. "Mehr als sagen, dass wir nicht in Wien waren und damit nichts zu tun haben, können wir natürlich nicht." Es sei schlimm, dass ihre Leistungen mit solchen Vorwürfen in den Dreck gezogen würden.

Bisher keine Anhaltspunkte

Die ARD hatte am Dienstag erstmals die schweren Vorwürfe erhoben und mitgeteilt, dass "mindestens 30 Sportler die Dienste der Blutbank in Wien in Anspruch genommen haben sollen". Weiter hieß es: "Rund zwei Drittel der Athleten stammten demnach aus Deutschland. Es handele sich um Sportler aus den Bereichen Biathlon und Skilanglauf, die zumindest zum Teil zur Weltspitze gehören." Für diese Anschuldigungen gibt es aber bisher keine Beweise. Auch dem Bundeskriminalamt (BKA) liegen bislang keine Hinweise auf eine mögliche Verwicklung deutscher Athleten in die Affäre vor, wie eine BKA-Sprecherin sagte. Man befinde sich jedoch in einem intensiven Informationsaustausch mit den österreichischen und italienischen Strafverfolgungsbehörden.

ARD-Dopingexperte nennt weiter keine Namen

Am Mittwoch hatte ARD-Programmdirektor Günter Struve zunächst Konsequenzen für die Wintersport-Berichterstattung des Senders ausgeschlossen: "Es gibt zwar neue Dopingvorwürfe, die jedoch bisher nicht für einzelne Sportler belegt sind. Auch bei solchen Vorwürfen gilt zunächst die Unschuldsvermutung." ARD-Dopingexperte Hajo Seppelt, der für die Berichterstattung verantwortlich ist, hatte unterdessen Interviews bei Radiosendern des öffentlich-rechtlichen Verbundes gegeben. Er nannte jedoch keine Fakten oder Namen.

Liebe Leserin, lieber Leser, aktuell können zu diesem Thema keine neuen Kommentare abgegeben werden. Ab 6 Uhr können Sie hier wieder wie gewohnt diskutieren. Wir danken für Ihr Verständnis.
Liebe Leser, bitte melden Sie sich an, um diesen Artikel kommentieren zu können. Mehr Informationen.

Kommentare

(0)
Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre Adresse an.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht

Wählen Sie aus dem Pull-Down-Menü Ihren gewünschten Ansprechpartner aus. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail
Anzeige
Video des Tages
Gezielter Schlag 
Hit im Netz: Mit seinem Hund darf sich niemand anlegen

Känguru hält den Vierbeiner im Schwitzkasten, das Herrchen schreitet ein. Video

Anzeige

Shopping
tchibo.deOTTObonprix.deESPRITC&ACECILzalando.dedouglas.deKlingel.de
Sport von A bis Z

Anzeige
shopping-portal