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Super-Läufe über 500 Meter verhelfen Wolf zum WM-Titel

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Eisschnelllauf  

Super-Läufe über 500 Meter verhelfen Wolf zum WM-Titel

10.02.2010, 04:35 Uhr | dpa

Jenny Wolf (Foto: dpa)Jenny Wolf (Foto: dpa) Jenny Wolf ist in Heerenveen erstmals Sprint-Weltmeisterin im Eisschnelllauf geworden. Vor allem dank fantastischer 500-Meter-Sprints setzte sich die 28-Jährige vor Titelverteidigerin Anni Friesinger durch, die als Zweite den ersten deutschen WM-Doppelerfolg seit 20 Jahren komplettierte. Platz drei ging an die Niederländerin Annette Gerritsen. Im abschließenden 1000-Meter-Rennen kam Friesinger zwar in 1:15,82 hinter Ireen Wüst (Niederlande/1:15,59) auf Platz zwei. Doch der Vorsprung von Jenny Wolf war so groß, dass ihr ein siebter Platz in 1:17,09 Minuten reichte, um den Titel zu holen. Bereits zum neunten Mal war die Weltrekordlerin, die vor einem Jahr in Salt Lake City erstmals auch das Siegertreppchen über 500 Meter bestiegen hatte, bei einer Sprint-WM am Start. Bislang war ein 13. Platz vor zwei Jahren die beste Ausbeute.

Wolf: "Nie mit dem Titel gerechnet"

"Das ist ein Traum. Ich kann nicht begreifen, was hier passiert ist. Nie hatte ich an den Titel geglaubt, eine Medaille erschien mir das höchste der Gefühle", jubelte Wolf nach dem über ihren von niemand erwarteten Premieren-Titel. Für diesen kassierte sie 12.500 Dollar Preisgeld. Zuvor hatte Wolf die Titelkämpfe noch als "besseres Training" herabgestuft. "Wenn ich den Mund zu voll genommen hätte, wäre das vielleicht nach hinten losgegangen", versuchte sie ihr Understatement zu begründen.

Stark über die Paradestrecke

Vor 12.000 Fans in der ausverkauften Thialf-Arena hatte Wolf gleich zum Auftakt mit dem "Flachland-Weltrekord" von 37,64 über 500 Meter die Konkurrenz geschockt. Mit ihren 37,60 im zweiten Rennen am Sonntag unterbot sie die inoffizielle Bestzeit für Bahnen außerhalb der schnellen Gebirgs-Ovals von Calgary und Salt Lake City noch einmal und schuf sich ein Polster von 2,96 Sekunden für das große Finale gegen Friesinger. Doch auch über 1000 Meter präsentierte sich die Berlinerin stark verbessert und kam nach Rang sechs am Vortag diesmal in 1:17,09 Minuten auf Platz sieben.

Friesinger dennoch zufrieden

Friesinger trug ihre Niederlage mit Fassung und freute sich auch über Silber. "Ich habe alles gegeben. Jenny war einfach nur Wahnsinn", konstatierte sie nach ihrem verpassten 14. WM-Titel. Über die Kurzstrecke verlor die beste 1000-Meter-Läuferin der Saison zu viel Zeit auf die neue Weltmeisterin. "Ich gebe mir eine schöne B-Note, aber die Explosivität fehlte. Die Vorbereitung war eben nicht ideal", meinte die Inzellerin. Somit reichten die auch von den Oranje-Fans gefeierten Top-Leistungen auf ihrer Paradestrecke mit den Rängen eins und zwei (1:15,58 und 1:15,82) nicht, um sich die Krone erneut aufzusetzen. Die Silber-Medaille verteidigte sie aber sicher vor den Angriffen der Niederländerin Annette Gerritsen.

Schlittschuhe kommen zu spät

Tragisch endete die WM für die eigentlich härteste Konkurrentin der Deutschen, Beixing Wang. Nachdem sie sieben Tage vergeblich auf ihre beim Flug verloren gegangenen Schlittschuhe warten musste, war die Chinesin gezwungen, mit Ersatzschuhen anzutreten. Damit büßte sie als Zwölfte nach zwei Strecken alle Chancen ein. Kurioserweise kamen die Schuhe im Hotel an, als alles verloren war. Entnervt gab sie auf.

Wotherspoon noch abgefangen

In der Herren-Konkurrenz verlor Topfavorit Jeremy Wotherspoon im Schlussrennen seinen schon sicher geglaubten fünften Vierkampf-Titel an Vorjahressieger Lee Kyou-Hyuk aus Südkorea. Samuel Schwarz erkämpfte mit Platz 14 einen dritten Startplatz für den deutschen Verband im kommenden Jahr.

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