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Eisschnelllauf-WM: Claudia Pechstein enttäuscht auf ganzer Linie

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Eisschnelllauf  

Pechstein enttäuscht auf ganzer Linie

10.02.2010, 04:35 Uhr | dpa

Enttäuscht: Claudia Pechstein (Foto: imago) Enttäuscht: Claudia Pechstein (Foto: imago) Es ist erst Halbzeit bei den Mehrkampf-Weltmeisterschaften der Eisschnellläufer in Berlin, aber für Claudia Pechstein sind die Titelkämpfe bereits gelaufen: Die Lokalmatadorin liegt in der Gesamtwertung nur auf Rang neun, nachdem sie diesen Platz sowohl über 500 Meter als auch über ihre Paradestrecke 3000 Meter belegt hatte.

Kritik Pechstein malt düstere Zukunft

Debakel über 3000 Meter

Den mäßigen 40,01 Sekunden über 500 Meter folgte das Debakel über 3000 Meter, als Pechstein indiskutable 4:12,08 Minuten lief. "Der Titel wäre ein Traum gewesen, aber davon bin ich nie ausgegangen. Aber auf eine Medaille hatte ich schon gehofft", gab sie enttäuscht zu. Frustriert war der Frauen-Bundestrainer: "Das war katastrophal. Ich kann das nicht erklären. Vielleicht hat ihr das ganze Theater um Achim Franke im WM-Vorfeld nicht gut getan", spekulierte Markus Eicher. Erst vier Tage vor der WM hatte Pechstein ihren jahrelangen Erfolgstrainer wieder zu einem Comeback auf dem Eis bewegt und für viel Medienaufmerksamkeit gesorgt. Genutzt hat dies wenig.

Auch Anschütz-Thoms enttäuscht

Gleichfalls total enttäuschend verlief der Auftakt für Daniela Anschütz-Thoms, die lediglich von Rang acht aus in den zweiten Tag geht. Über 500 Meter war sie in 39,98 Sekunden vor 3500 Zuschauern nur wenig schneller als Pechstein und konnte auch über 3000 Meter als Achte keinen Boden gut machen. "Als ich durchs Ziel lief, wusste ich: Mist, vorbei. Das war's", ärgerte sich Anschütz-Thoms.

Van Deutekom führt

In Führung liegt nach zwei Strecken völlig überraschend Vize-Europameisterin Paulien van Deutekom aus den Niederlanden, die die 3000 Meter für sich entschieden hatte. Hinter 500-Meter-Siegerin Christine Nesbitt aus Kanada folgt mit Titelverteidigerin Ireen Wüst eine weitere Niederländerin auf Platz drei.

Kramer legt Grundstein zur Titelverteidigung

Bei den Männern legte ihr Landsmann Sven Kramer schon über die Sprintstrecke die Grundlagen zur Verteidigung seines Titels. Der Langstrecken-Weltrekordler belegte in 36,22 Sekunden den dritten Platz hinter Denny Morrison aus Kanada (35,81) und dem Amerikaner Shani Davis (35,85). Bester Deutscher war der Erfurter Robert Lehmann, der in 37,08 auf Platz 13 einkam. Tobias Schneider wurde 15., er benötigte 37,27 Sekunden.



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