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Pechsteins Ziel ist Olympia 2010

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Eisschnelllauf  

Pechsteins Ziel ist Olympia 2010

10.02.2010, 04:53 Uhr | dpa

Claudia Pechstein will ihre Karriere fortsetzen (Foto: dpa)Claudia Pechstein will ihre Karriere fortsetzen (Foto: dpa) Claudia Pechstein hat eine Kehrtwendung gemacht und will ihre Karriere nun bis zu den Olympischen Winterspielen 2010 in Vancouver fortsetzen. Zwei Tage nach ihrem deprimierenden siebten Platz bei der Allround-Weltmeisterschaft in Berlin analysierte die 35 Jahre alte Berlinerin in einem langen Artikel auf ihrer Homepage ihre gegenwärtige sportliche Situation und ist zu dem Schluss gekommen, dass sie unbedingt noch ihre sechsten Olympischen Spiele erleben möchte.

Eisschnelllauf-WM Debakel für Pechstein

Pechstein greift Bundestrainer Eicher an

Sie nahm damit ihre Ankündigung zurück, dass sie nach der Saison ihren Rücktritt erklärt, wenn sie bei den Weltmeisterschaften in Berlin und Nagano keine Medaille gewinnt. Zudem attackierte sie Bundestrainer Markus Eicher, der ihr unterstellt hatte, dass "das ganze Theater um Joachim Franke" möglicherweise zu Pechsteins schlechtestem WM-Abschneiden seit 13 Jahren geführt hatte. "Markus, Dein Kommentar ist eine echte Frechheit. Wenn es an einem nicht gelegen hat, dass ich in Berlin nicht so in Schwung gekommen bin wie erhofft, dann an der Rückkehr von Joachim Franke", schreibt die fünfmalige Olympiasiegerin.



Kritik auch an Verbands-Präsident Heinze

Auch Verbands-Präsident Gerd Heinze bekommt sein Fett weg. "Dass Sie meinen eingeschlagenen Trainingsweg in Norwegen in Frage stellen, ist für mich nicht nachvollziehbar. Sie waren mitsamt Ihrem Verband nicht in der Lage, mir eine erfolgversprechende Alternative in Deutschland aufzuzeigen", heißt es. "Ich habe nie an einen Rücktritt in Nagano geglaubt", reagierte Heinze auf die Angriffe. "Und bei der Ursachenforschung müssen auch die Umfeld-Bedingungen betrachtet werden", verteidigte sich der Präsident.

Pechstein: "Ja, ich bin schlecht gelaufen"

Die erfolgreichste Winter-Olympionikin Deutschlands hat aber auch den kritischen Blick auf sich selbst nicht verloren: "Ja, ich bin schlecht gelaufen. So schlecht, wie ich es vor der WM nicht für möglich gehalten hätte. Aber das lag mit Sicherheit nicht daran, weil mein Körper es einfach nicht mehr besser kann." Daher gebe es eine neue Herausforderung: "Ich finde es klasse, wenn es mir als alte Dame hier und da gelingt, in die Phalanx der neuen Stars einzudringen."

Rücktrittsdrohungen inzwischen bereut

Nichts hat sie inzwischen so bereut wie das Interview zu Saisonbeginn. Sie habe den Redakteur damals sogar noch gebeten, die Rücktrittsdrohung nicht etwa unter den Tisch fallen zu lassen. Vor Saisonbeginn habe sie mit dem Wechsel nach Norwegen aus der Not eine Tugend gemacht. "Klar, dass man diese neuen Reize auch gerne in Erfolge ummünzen möchte. Ansonsten könnte man schnell das Gefühl bekommen, dass alle Anstrengungen umsonst gewesen sind." Aus diesem Gefühl heraus habe sie das Interview geführt und in direkten Zusammenhang mit der Fortsetzung der Karriere gestellt. "Wenn ich geahnt hätte, welche Zuspitzung das Ganze erfährt, hätte ich mir lieber auf die Zunge gebissen", gibt sie nun zu.

Topleistungen sind noch drin

Sie fühle sich nach wie vor in der Lage, Topleistungen abzurufen. Zwar seien ihr die jüngeren Niederländerinnen und Martina Sablikova aus Tschechien in Berlin davongelaufen. Pechstein: "Aber ist das nicht der normale Lauf der Dinge? Die Jungen kommen nach, die Älteren werden verdrängt und müssen Platz machen. In diesem Stadium gibt es für die Älteren genau zwei Möglichkeiten: Man kann seinen Platz freiwillig räumen oder man kann versuchen, der nachkommenden Generation das Leben so schwer wie möglich zu machen. Ich finde die zweite Variante wesentlich spannender."

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