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Pechstein landet zweiten Coup

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Eisschnelllauf  

Pechstein landet zweiten Coup

10.02.2010, 04:54 Uhr | dpa

26. Weltcupsieg: Claudia Pechstein (Foto: dpa)26. Weltcupsieg: Claudia Pechstein (Foto: dpa) Erst blickte Claudia Pechstein skeptisch, doch als keine Konkurrentin ihre Traumzeit toppen konnte, ließ sie der Freude mit einem Jubelschrei freien Lauf. Die 36 Jahre alte Grande Dame des Eisschnelllaufs ist am Wochenende mit dem Doppel- Erfolg über 1500 und 5000 Meter in Moskau auf den Thron zurückgekehrt und hat alle Kritiker Lügen gestraft. Sie stoppte damit den Fluch der vierten Plätze und feierte ein "unglaubliches Comeback" an die Spitze. So wertete Pechsteins langjähriger Coach Joachim Franke die Eis-Gala seines ehemaligen Schützlings. Letztmals hatte die Berlinerin im März 2002 die Lang- und die Mittelstrecke gewonnen, in Russland waren es nach zweijähriger Sieg-Abstinenz ihre Weltcup-Erfolge 25 und 26. "Alle haben gedacht, die biologische Uhr geht anders. Aber ich wusste, was für Potenzial in ihr steckt", sagte Franke glücklich.

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Flachland-Weltrekord knapp verpasst

Am Sonntag machte Claudia Pechstein über 1500 Meter genau dort weiter, wo sie am Samstag aufgehört hatte: Mit der schnellsten Schlussrunde aller Konkurrentinnen verbesserte sie in 1:55,96 den Bahnrekord von Anni Friesinger um 0,44 Sekunden, nachdem sie tags zuvor über 5000 Meter in fantastischen 6:49,92 Minuten die sechstbeste Zeit der Eisschnelllauf-Geschichte verbucht hatte. Nur bei ihrem Olympiasieg (6:46,91) war sie je schneller und verfehlte den Flachland-Weltrekord von Martina Sablikova (6:49,31) nur um 0,61 Sekunden.

Kleine Siegesfeier zuhause

"Das wichtigste war, dass es diesmal kein vierter Platz war. Bei mir ist es eben wie mit dem Wein: Je älter desto besser", sagte Pechstein schmunzelnd. "Heute Abend wird ein Fläschchen geköpft. Aber das mache ich mit meinem Mann Markus schon zuhause", kündigte die älteste Läuferin im Weltcup-Zirkus eine kleine Sieges-Feier an.

In der Weltcup-Wertung auf Rang vier

Bevor der 1500-Meter-Sieg perfekt war, hieß es aber erst noch zittern. "Christina Nesbitt war eine Runde vor Schluss noch eine Sekunde schneller. Aber meine Schlussrunde war so perfekt, die hat die Entscheidung gebracht", sagte Pechstein. Die Kanadierin wurde schließlich in 1:56,40 Zweite vor Teamgefährtin Groves und Daniela Anschütz-Thoms. Die Erfurterin ist damit im Gesamt-Weltcup mit 200 Punkten Zweite hinter Groves (270), Pechstein rückte auf Platz vier.

Pechstein: "Das ist so geil, unfassbar"

"Ein sensationelles Super-Wochenende. Das macht nur das gute Essen in Russland", scherzte Pechsteins Coach Peter Mueller. "Das war ein Sven-Kramer-Lauf", hatte der Amerikaner seinen Schützling schon nach dem 5000-Meter-Rennen geadelt. "Ich habe die Zwischenzeiten der russischen Hallensprecherin verstanden. Ich dachte erst, sie hat sich verlesen", war sie über die eigene Leistung verblüfft. "Das ist so geil, unfassbar", entfuhr es ihr nach dem Top-Rennen, mit dem sie den Bahnrekord von Sablikova um elf Sekunden drückte und die tschechische Weltmeisterin und Weltrekordlerin um mehr als sieben Sekunden hinter sich ließ.

Beckert zum ersten Mal auf dem Weltcup-Treppchen

Für eine weitere Überraschung sorgte die erst 20 Jahre alte Stephanie Beckert. Die Erfurterin verbesserte in 7:01,72 Minuten als Dritte ihre Bestleistung um acht Sekunden und bestieg erstmals das Weltcup-Treppchen. "Ich fühle mich wie auf Wolke sieben", sagte sie zu Teamchef Helge Jasch, der nach dem Traum-Wochenende Mühe hatte, die treffenden Worte zu finden. "Wahnsinn, genial, super. Claudia hat zwei perfekte Läufe hingelegt", sagte er.

Lehmann auf Rang zwölf

Den dritten Erfolg für die Trainingsgruppe Mueller gab es über 1500 Meter durch Havard Bökko. Der Norweger feierte seinen ersten Erfolg auf der Mittelstrecke und verbesserte in Abwesenheit von Mehrkampf-Weltmeister Sven Kramer (Niederlande) in 1:45,46 Minuten den Bahnrekord um eine knappe eine Sekunde. Bester Deutscher war der Erfurter Robert Lehmann in 1:47,94 Minuten auf Platz zwölf.

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