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Olympia 2010: Fährt Italien mit Ferrari-Bob zur Goldmedaille?

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Bob  

Die Scuderia wagt sich in den Eiskanal

12.02.2010, 22:03 Uhr | dpa

Noch nicht das Original: ein Bob mit Ferrari-Logo. (Archivfoto: imago)Noch nicht das Original: ein Bob mit Ferrari-Logo. (Archivfoto: imago) Im feuerroten Ferrari zur Goldmedaille bei den Olympischen Winterspielen 2010: Der Formel-1-Rennstall aus Maranello soll Italiens Bobfahrern in Vancouver und Whistler zum Sieg verhelfen.

Ferrari hat dafür in Zusammenarbeit mit der Universität Mailand seinen ersten Bob gebaut und Anfang der Woche erstmals im Eiskanal von Cesana getestet. "Ein Bob ist einem Auto sehr ähnlich, ihm fehlen nur Motor und Räder", sagte Ferraris Aerodynamik-Chef Ferdinando Cannizzo scherzend der "La Gazzetta dello Sport".

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Liegestuhl mit Ferrari-Symbol

Tatsächlich kamen die Auto-Ingenieure schnell mit der neuen Herausforderung zurecht. 45 Tage lang analysierten sie den bislang vom italienischen Team eingesetzten Bob, montierten 200 Sensoren auf das Renngerät und bauten ein 3-D-Modell. So ermittelten sie die physikalischen Vorgänge während eines Rennens und entwickelten Verbesserungen. Der Prototyp aus schwarzem Karbon unterscheide sich deutlich von den bisherigen, sagte Testpilot Fabrizio Tosini, der für Italien bereits drei Mal an Olympischen Spielen teilgenommen hat. Man sitze entspannter in dem zukünftigen Modell. "Eher wie in einem Liegestuhl", berichtete die "La Gazzetta dello Sport".

Erster Einsatz erst kurz vor Olympia

Bei der Erprobung des Bobs stehe man aber noch ganz am Anfang. "Vor Weihnachten werden wir eine zweite Testeinheit in der Eisbahn haben", teilten die Ferrari-Ingenieure in Cesana mit, wo ein zehnköpfiges Team die Jungfernfahrt beobachtete. Der neue Bob soll erstmals in der nächsten Weltcup-Saison unmittelbar vor den Olympia-Rennen in Whistler eingesetzt werden. Damit wolle Ferrari auch verhindern, dass Konkurrenten den neuartigen Bob noch nachbauen könnten.

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Methoden und Erfahrungen eingebracht

Direkte Vergleichswerte mit der Konkurrenz erhält Ferrari so allerdings bis zur Nagelprobe in gut einem Jahr nicht. Dennoch sind die Techniker des mehrmaligen Formel 1-Weltmeisterteams zuversichtlich: "Wir haben unsere Methoden und unsere Erfahrung eingebracht", sagte der Entwicklungschef des Unternehmens, Ignazio Lunetta. Den Vorschlag zur Einbindung der Rennwagenschmiede aus Maranello hatte das Nationale Olympische Komitee Italiens (CONI) nach den Olympischen Spielen 2006 in Turin gemacht.

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