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Teichmann quält sich auf Rang drei

09.02.2010, 23:43 Uhr | t-online.de, dpa

Freude sieht anders aus: Axel Teichmann beendet die Tour de Ski nur auf Rang drei. (Foto: AFP)Freude sieht anders aus: Axel Teichmann beendet die Tour de Ski nur auf Rang drei. (Foto: AFP) Den Schweinehund überwunden und sich am gefürchteten Alpe Cermis auf Platz drei gequält: Axel Teichmann hat für die Fortsetzung der deutschen Erfolgsserie bei der Tour de Ski gesorgt.

Nach dem Premieren-Sieg von Tobias Angerer 2007 und dem zweiten Platz von René Sommerfeldt im vergangenen Jahr stand damit auch bei der dritten Auflage ein deutscher Langläufer auf dem Podest des härtesten Etappen-Rennens. Der 29-Jährige musste sich auf dem Alpe Cermis in Val di Fiemme lediglich dem überragenden Schweizer Dario Cologna sowie Petter Nordhug aus Norwegen geschlagen geben, der ihn kurz vor der Ziellinie noch abfing.

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Teichmann: "Ich ziehe meinen Hut"

"Ich habe nicht nur einen Schweinehund überwunden, sondern eine 250-Kilo-Sau", sagte Teichmann völlig erschöpft im Ziel, wo er minutenlang gedankenverloren im Schnee saß und die Strapazen der vergangenen halben Stunde Revue passieren ließ. "Der Sieg beim 20-Kilometer-Massenstart am Samstag hat doch mehr Kräfte gekostet, als ich gedacht habe. Außerdem bin ich nicht der Leichteste. Das alles hat doch sehr geschlaucht. Ich hatte gehofft, dass Dario am Berg einen Hänger hat, aber das ist nicht passiert", sagte Teichmann, der den Tour-Sieger lobte: "Er hat hier nicht nur sportlich, sondern auch menschlich hervorragendes geleistet. Ich ziehe meinen Hut", sagte der Thüringer, der für die die Quälerei mit rund 43.000 Euro an Prämien belohnt wurde.

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Cologna zeigt keine Schwäche

Teichmanns Versuch, das Unmögliche doch noch möglich zu machen, war relativ schnell gescheitert. Cologna zeigte keine Schwäche und hinter dem Thüringer formierte sich eine Gruppe mit drei starken Läufern, die Northug heranführte. "Das war dann doch ein wenig zu viel. Am Ende hatte Northug ein klein wenig mehr zum zusetzen", sagte Teichmann.

Reichelt mit zweitbester Laufzeit

"Drei Etappensiege und ein zweiter Platz sprechen eindeutig für Axel. Er sollte sein Rennen laufen, denn ich hatte, um ehrlich zu sein, nicht mit einem Sieg gerechnet. Dafür kenne ich Cologna zu gut", sagte Bundestrainer Jochen Behle, der auch seine beiden übrigen Läufer lobte. Jens Filbrich hatte am Samstag den Sieg von Teichmann durch perfektes Teamwork überhaupt möglich gemacht. Er wurde am Ende 13. Tom Reichelt brachte am Berg erneut eine starke Leistung und kam mit der zweitbesten Laufzeit ins Ziel.

Kuitunen: "Ich war völlig kaputt"

Bei den Frauen holte sich die Finnin Virpi Kuitunen zum zweiten Mal nach 2007 den Tour-Sieg und sicherte sich die 400 Weltcup-Punkte. Die 32-Jährige musste allerdings auf der letzten der sieben Etappen, von denen sie drei gewann, um den Sieg zittern. Ihre Team-Kollegin und Weltcup-Spitzenreiterin Aino Kaisa Saarinen hatte sie bei Kilometer acht überholt, doch die routinierte Läuferin kam noch einmal zurück und schaffte den Sieg. "Es war das dramatischste Rennen meiner Laufbahn. Ich war schon völlig kaputt, aber dann habe ich noch einmal den Tiger in mir bekommen", erzählte sie. Beste Deutsche im Tour-Klassement war Stefanie Böhler als 13.

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Schlechte Etappe in Oberhof machte Hoffnungen zunichte

Trotz ihres 13. Platzes und der achtbesten Zeit beim Schlussanstieg war Stefanie Böhler traurig. "Eine schlechte Etappe in Oberhof hat mir die gesamte Tour vermasselt", sagte die Schwarzwälderin, die ansonsten die stabilste DSV-Läuferin war. Das hatte sie auch im 10-Kilometer-Massenstartrennen am Samstag unterstrichen, in dem sie auf Platz sieben gelandet war. "Ihre Leistung verdient ein großes Kompliment. Schade, dass es nicht mit einem Platz unter den besten zehn geklappt hat. Sie hat alles versucht, aber die Rückstände von Oberhof waren einfach zu groß", sagte Behle.

Böhler: "Bin froh, dass es vorbei ist"

Auf dem Weg zum Alpe Cermis hatte Böhler noch einmal alle Kräfte mobilisiert. "Du fragst dich unterwegs fast bei jedem Schritt, wie weit es noch ist. Aber irgendwie schafft man es doch, obwohl der Körper gar nicht will", erzählte sie von den Strapazen beim Aufstieg, bei dem Steigungen bis zu 28 Prozent überwunden werden müssen. "Jetzt bin ich froh, dass es vorbei ist", gestand sie.

Sachenbacher-Stehle muss grippegeschwächt aufgeben

Behle musste noch am Sonntag Evi Sachenbacher-Stehle aus dem Rennen nehmen, die sich schwer erkältet hatte. Die beiden anderen Frauen Claudia Nystad und Katrin Zeller beendeten die Tour als 16. und 17.

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