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Pechstein sichert sich EM-Gold

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Eisschnelllauf - EM  

Pechstein sichert sich EM-Gold

16.08.2010, 12:38 Uhr | dpa

Claudia Pechstein ist Europas schnellste Frau auf dem Eis. (Foto: dpa)Claudia Pechstein ist Europas schnellste Frau auf dem Eis. (Foto: dpa) Als ihre Gala zu Ende war, klatschten sich die deutschen Rivalinnen freudig ab und feierten mit 12.000 Fans eine Riesenparty: "Eis-Oma" Claudia Pechstein hat ihr Comeback in der Weltspitze mit ihrem dritten Titel bei Eisschnelllauf-Europameisterschaften gekrönt.

Mit fast 37 Jahren avancierte sie damit zur ältesten Titelträgerin in der 39-jährigen EM-Geschichte und entthronte damit die beim Titelgewinn 35-jährige Niederländerin Atje Keulen-Deelstra. Das großartige Abschneiden der deutschen Athletinnen komplettierte die Erfurterin Daniela Anschütz-Thoms, die in Heerenveen als Zweite den 13. deutschen EM-Doppelerfolg perfekt machte.

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Pechstein erfolgreichste Läuferin aller Zeiten

"Ich habe alles gegeben, denn ich wollte unbedingt mal in die Sieger-Kutsche", sagte die Titelträgerin schmunzelnd. Für Pechstein war es nach einer Durststrecke von drei Jahren ohne Titel die 54. Medaille bei Olympia, Welt- und Europameisterschaften. Die Berlinerin ist damit die erfolgreichste Läuferin der Eisschnelllauf-Historie und lässt in dieser Wertung sogar Gunda Niemann-Stirnemann (43) und Anni Friesinger (38) hinter sich. Und einen weiteren Rekord verbuchte die fünffache Olympiasiegerin: Mit 17 Mal nahm so oft wie keine andere an EM-Veranstaltungen teil und erkämpfte dabei ihr zehntes Edelmetall (3/5/2). Daniela Anschütz-Thoms wiederholte mit Silber ihr bislang bestes EM-Ergebnis: 2005 war sie schon einmal hinter Anni Friesinger, die in der kommenden Woche bei der Sprint-WM in Moskau startet, Zweite geworden.

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Deutscher Doppelsieg über 3000 Meter

Die Grundlagen zu ihrem Triumphzug hatten die beiden Deutschen bereits am Samstag gelegt. "Am meisten freue ich mich, dass ich nach den 500 Metern der Konkurrenz nicht hinterher hecheln musste", sagte Pechstein, nachdem sie auf der ungeliebten Sprintdistanz erstmals auf Platz zwei (39,74) ins Ziel lief. Über 3000 Meter lagen die beiden Deutschen ganz vorn und verwiesen die ärgsten Rivalinnen aus den Niederlanden in direkten Duellen in die Schranken.

Erster Einzelsieg für Anschütz-Thoms

Am Schlusstag baute das Duo über 1500 Meter die glänzende Ausgangsposition noch aus: Anschütz-Thoms bestieg nach den 1500 Metern erstmals das höchste Siegerpodest auf einer Einzelstrecke und verwies in 1:57,21 Minuten Pechstein (1:57,72) im direkten Duell auf Platz zwei. "Da muss man so alt werden, um mal ganz oben zu stehen", sagte die 34-Jährige strahlend. Über 5000 Meter brachten beide als Zweite und Dritte hinter der Tschechin Martina Sablikova (6:53,19) den Doppelsieg routiniert nach Hause. Lange Gesichter gab es bei den Niederländerinnen: Weltmeisterin Paulien van Deutekom verpasste noch Bronze, Titelverteidigerin Ireen Wüst musste mit dem enttäuschenden sechsten Platz vorliebnehmen.

Lehmann lässt die Herren jubeln

Im Sog der deutschen Erfolgs-Damen lieferte Robert Lehmann den besten Vierkampf seiner Karriere ab, landete auf Platz sechs und erreichte das beste Ergebnis der deutschen Herren seit 1997. "Es ist einfach Wahnsinn", sagte der 25-Jährige, der mit Platz 3 über 500 Meter (36,34) sogar erstmals das Siegertreppchen bestiegen hatte. Tobias Schneider verbesserte sich noch auf Platz acht und sicherte den Deutschen das zweite WM-Ticket.

Kramer der überlegene Sieger

Der Sieg ging mit unglaublicher Überlegenheit an den achtmalige Weltmeister Sven Kramer. Der 22-jährige Niederländer gewann nach den 5000 und den 1500 Metern auch die 10.000 Meter in 13:00,16 Minuten und schaffte als dritter Athlet nach dem Norweger Hjalmar Andersen (1950-52) und seinem am Vortag vom Leistungssport verabschiedeten Landsmann Rintje Ritsma (1994-96 und 1998-2000) den EM-Hattrick.

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