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Lange stellt Langens EM-Rekord ein

12.02.2010, 22:03 Uhr | dpa, sid

André Lange auf dem Weg zu seinem 7. EM-Titel. (Foto: Reuters)André Lange auf dem Weg zu seinem 7. EM-Titel. (Foto: Reuters) Doppel-Olympiasieger André Lange hat sich seinen siebten EM-Titel geholt und damit mit dem bisherigen Rekord-Champion Christoph Langen gleichgezogen. Der Weltmeister verwies bei der auch als Weltcup-Rennen gewerteten Veranstaltung in St. Moritz mit seinem Anschieber Martin Putze in 2:12,10 Minuten die Schweizer Beat Hefti/Thomas Lamparter mit einem Vorsprung von 0,13 Sekunden auf Platz zwei.

Weitere Meldungen aus dem Wintersport

Weltcup-Sieg geht an einen Kanadier

EM-Dritte wurden Thomas Florschütz/Marc Kühne (+0,29). Den Weltcup-Tagessieg holte sich der Kanadier Pierre Lueders, der 0,02 Sekunden schneller als Lange war. Karl Angerer/Gregor Bermbach wurden EM-Fünfte und Weltcup-Sechste. Im Zweierbob-Weltcup konnte Lange (1141 Punkte) bis auf 30 Zähler an Spitzenreiter Hefti (1171) heranrücken.

Bob-EM Kiriasis eine Klasse für sich

Generalprobe verpatzt, Titel geholt

Auf der ältesten Bobbahn der Welt rehabilitierte sich Lange mit seiner insgesamt 17. EM-Medaille für den enttäuschenden elften Platz beim Nachhol-Weltcup zwei Tage zuvor. "Der Weltcup war die Hölle. Danach hätte ich den Titel definitiv nicht erwartet. Ich bin schon ganz schön überwältigt", sagte der 35-Jährige, der seine Ausbeute bei kontinentalen Titelkämpfen auf siebenmal Gold, sechsmal Silber und viermal Bronze erhöhte - so viele Medaillen hat kein anderer.

Bahnrekord im zweiten Durchgang

War Lange am Donnerstag noch Opfer der frühen Startnummer geworden, machte sich dieses Handicap diesmal nicht negativ bemerkbar. Obwohl er bereits als Vierter ins Rennen musste, gelang ihm eine fast perfekte Fahrt. Lange hatte nach dem ersten Lauf nur 0,02 Sekunden Rückstand auf Doppelsieger Lueders, der erst als 19. in die Spur gegangen war. Im Finallauf fuhren beide in 1:05,87 Minuten Bahnrekord. Entscheidend war sicher auch, dass Tüftler Lange nach seinem schlechtesten Weltcup-Abschneiden seit über drei Jahren bis kurz vor dem Rennen an seinem Bob werkelte und zudem auf der Anschieberposition von Ersatzmann Matej Juhart auf Putze wechselte. "Wir haben jede Schraube bewegt und den halben Schlitten gewechselt. Wir haben alles richtig gemacht", jubelte der Sieger.

Starkes Mannschaftsergebnis

Cheftrainer Raimund Bethge war nach den EM-Plätzen eins, drei und fünf ebenfalls rundum zufrieden. "Wir waren am Donnerstag alle relativ geplättet. Umso mehr freuen wir uns jetzt. Das war eine ganz starke Leistung", meinte Bethge. Auch Florschütz, der mit dem Handicap der Startnummer eins leben musste, jubelte nach seinem Sprung von Platz sechs auf drei. "Toll, das ist meine erste EM-Medaille", sagte der zweimalige Saisonsieger.

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