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Eisschnelllauf  

Geburtstagsparty für Jenny Wolf

16.08.2010, 12:39 Uhr | dpa

Geburtstagskind und Seriensiegerin: Jenny Wolf (Foto: imago)Geburtstagskind und Seriensiegerin: Jenny Wolf (Foto: imago)Weltrekordlerin Jenny Wolf hat an ihrem 30. Geburtstag ihren 39. Erfolg im Eisschnelllauf-Weltcup erkämpft. In Erfurt war Wolf auch im zweiten 500-Meter-Rennen von keiner Konkurrentin zu gefährden und verfehlte in 37,85 Sekunden ihren am Vortag aufgestellten Bahnrekord nur um 27 Hundertstelsekunden.

Es war der zehnte Sieg der Weltmeisterin im zwölften Saisonrennen. Bereits vorzeitig hatte sie sich ihren vierten, mit 14.000 Dollar dotierten Gesamt-Weltcup auf dieser Distanz gesichert.

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Anschütz-Thoms' Empfehlung für die Mehrkampf-WM

Daniela Anschütz-Thoms wies als Zweite über 3000 Meter Topform für die Mehrkampf-WM nach. Sie belegte wie schon am Vortag über 1500 Meter den Ehrenrang und musste nur die Überlegenheit der Weltcup-Führenden Martina Sablikova aus Tschechien anerkennen.

Tolle Siegesserie

Zufrieden war Wolf an ihrem Ehrentag aber nicht. "In der zweiten Innenkurve bin ich immer weiter nach außen getragen worden. Um nicht zu stürzen, habe ich einen Schritt ausgelassen - und dann fehlte natürlich der Schwung für die Zielgerade", haderte die Berlinerin. "Dennoch freut mich der Sieg natürlich. Der Erfolg ist absolut nicht selbstverständlich", meinte sie mit einem Schmunzeln angesichts ihrer beeindruckenden Serie von zehn Siegen in den bisher zwölf Saisonrennen.

Abends Zeit, um zu schlemmen

Sie sei wegen des runden Geburtstages absolut nicht nervös gewesen, bekannte Wolf. "Wenn ich auf dem Eis stehe, ist es wie immer. Erst der Jubel im Ziel war natürlich toll", fügte sie hinzu, nachdem sie wie am Vortag die Chinesin Yu Jing (38,01) auf Platz zwei verwiesen hatte. "Jetzt wird erst mit der Familie schön gegessen, und am Abend gibt es dann für meine Sportkameraden noch eine Torte zum Geburtstag", kündigte die Doppelsiegerin von Erfurt an.

Beeindruckende Weltrekordzeit Sablikovas

Im Rennen über 3000 Meter ließen die Favoritinnen für die Mehrkampf-WM kommende Woche in Hamar schon einmal die Muskeln spielen. Weltrekordlerin Sablikova verbesserte in 4:03,66 Minuten den über sechs Jahre alten Bahnrekord gleich um 0,87 Sekunden und ließ Europameisterin Claudia Pechstein (6./4:07,49) im direkten Duell keine Chance. Allerdings ist die Berlinerin nach einem einwöchigen Infekt noch nicht wieder in Topform.

Daumen hoch für Anschütz-Thoms

Anschütz-Thoms lief hingegen - angefeuert von 2000 Fans - auf ihrem Heimateis ein tolles Steigerungsrennen und kam in 4:05,14 Minuten bereits zum vierten Mal in dieser Weltcup-Saison auf den zweiten Rang. Im Ziel zeigte sie mit dem Daumen nach oben: Die Form stimmt mit Blick auf die WM. "Heute habe ich die Nervosität von gestern abgelegt: Mit der Zeit bin ich echt zufrieden", meinte sie erleichtert.

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Fredricks unterbietet die 35-Sekunden-Grenze

Über 1500 Meter kam Robert Lehmann auf Platz neun zu seiner besten Saison-Platzierung. In 1:47,76 war der EM-Sechste so schnell wie noch nie in diesem Winter. Der Sieg ging an Denny Morrison. Der Kanadier sorgte in 1:45,32 Minuten für den sechsten Bahnrekord im achten Rennen des Wochenendes. Im 500-Meter-Sprint der Herren war der US-Amerikaner Tucker Fredricks als erster Eissprinter in Erfurt unter der 35-Sekunden-Schallmauer geblieben. In 34,91 Sekunden verbesserte er den erst am Vortag von Yu Fengtong fixierten Bahnrekord nochmals um 0,12 Sekunden.

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