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Pechstein nur noch mit wenig Hoffnung auf Gold

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Eisschnelllauf  

Pechstein nur noch mit wenig Hoffnung auf Gold

16.08.2010, 12:39 Uhr | dpa

Claudia Pechstein muss bei der WM hart um eine Medaille kämpfen. (Foto: AP)Claudia Pechstein muss bei der WM hart um eine Medaille kämpfen. (Foto: AP) Claudia Pechstein muss ihren Traum vom Gewinn des Mehrkampf-Weltmeistertitels im Eisschnelllauf voraussichtlich begraben. Nachdem sie sich im ausverkauften Wikingerschiff von Hamar gleich zum Auftakt eine Schnittwunde im Bereich der Achillessehne zugezogen hatte, reichte es für die Europameisterin über 3000 Meter nur zu Platz vier (4:06,00 Minuten). Damit rangiert die 36 Jährige im Zwischenklassement auf Platz drei. "Natürlich bin ich nicht zufrieden, die Beine wurden immer schwerer", meinte Pechstein enttäuscht.

Glück im Unglück

Das Missgeschick ereilte sie bereits nach etwa 30 Metern des Auftakt-Rennens über 500 Meter: Mit der rechten Kufe hackte sie sich in das linke Bein und fügte sich die blutige Verletzung selbst zu. "Es war ein ganz komisches Gefühl. Gott sei Dank war der Schuh im Weg, sonst wäre das böse ausgegangen", meinte die Berlinerin. Trotz des Schrecks belegte sie in 39,74 Sekunden den fünften Platz.

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Sablikova wird Favoritenrolle gerecht

Über 3000 Meter startete Favoritin Martina Sablikova, die schon über 500 Meter in 40,28 Sekunden persönliche Bestzeit gelaufen war, vor 6000 Zuschauern den erwarteten Generalangriff auf die Spitze. Mit der Siegerzeit von 4:01,90 Minuten verfehlte die Tschechin den Bahnrekord von Gunda Niemann zwar knapp, überflügelte aber alle Konkurrentinnen auch im Gesamt-Klassement und ist nun angesichts ihrer Klasse über 5000 Meter die Top-Favoritin auf den Titel.

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Schwaches Mannschaftsergebnis

Die schnellste Sprinterin Christine Nesbitt (38,87 Sekunden) fiel nach den 3000 Metern auf Platz zwei zurück. Die Kanadierin hat vor der dritten Strecke, den 1500 Meter am Sonntag, 0,21 Sekunden Vorsprung auf Pechstein, die damit noch gute Chancen besitzt, zum neunten Male Vize-Weltmeisterin im Mehrkampf zu werden. Die anderen deutschen Damen konnten nicht überzeugen und werden sich höchstwahrscheinlich nicht für das Finale der besten 12 über 5000 Meter qualifizieren. Lucille Opitz liegt auf Platz 18, WM-Neuling Isabell Ost auf Rang 22, Stephanie Beckert kam nicht über den 24. und letzten Platz hinaus und verfehlte über 3000 Meter ihr Ziel, in die Top Acht zu laufen und damit den Finalplatz zu sichern.

Auch deutsche Herren enttäuschen

Unzufrieden waren die deutsche Herren mit ihrem Auftakt. Der EM-Sechste Robert Lehmann warf wütend seine Plastik-Trinkflasche weg, nachdem er in 36,46 Sekunden auf Platz acht seine persönlichen Ziele verfehlte hatte. Tobias Schneider belegte in 37,12 Sekunden über die 500 Meter den 16. Rang. Allerdings wurden die beiden Deutschen durch eine vorangehende 19-minütige Pause zur Eis-Reparatur in ihrer Vorbereitung behindert. Die Führung übernahm der Kanadier Denny Morrison in 35,55 Sekunden, Titelverteidiger Sven Kramer (Niederlande) rangiert nach seiner schwächsten Strecke vorerst auf Platz sechs (36,33).

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