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Bob: Martini und Tischer gewinnen WM-Bronze - Kiriasis auf Rang sieben

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Bob  

Martini holt WM-Bronze

12.02.2010, 22:04 Uhr | dpa

Der Zweierbob von Kiriasis. (Foto: dpa)Der Zweierbob von Kiriasis. (Foto: dpa) Die erfolgsverwöhnten deutschen Bobpilotinnen sind erstmals seit 2001 ohne WM-Titel geblieben. Seriensiegerin Sandra Kiriasis verpasste nach ihrem WM-Hattrick sogar eine Medaille in Lake Placid und landete auf einen enttäuschenden siebten Rang.

Nur Cathleen Martini und Janine Tischer konnten auf der gefährlichsten Eispiste der Welt am Mount van Hoevenberg etwas die Fahrlinie halten und sicherten sich mit 62/100 Sekunden Rückstand auf die siegreichen Britinnen Nicola Minichiello und Gillian Cooke WM-Bronze. Zweite wurden Shauna Rohbock und Elana Meyers aus den USA. Das Duo Claudia Schramm/Nicole Herschmann fuhr auf Platz neun.

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Mit neuer Partnerin plötzlich besser

Kiriasis hatte den Nachteil, am ersten Tag als erste Starterin ins Rennen gehen zu müssen. Doch auch in den Läufen zwei und drei verbesserten sich ihre Startzeiten mit Bremserin Berit Wiacker nur unwesentlich. Nach einer Verletzung von Wiacker erfolgte dann der Wechsel zu Patricia Polifka. Mit neuer Partnerin hatte Kiriasis dann eine deutlich bessere Startzeit. "Diesen Startrückstand konnten wir nicht aufholen, zudem war mein letzter Lauf auch wirklich schlecht. Jetzt werden viele sagen, warum ist sie nicht gleich mit Patricia Polifka gefahren. Doch ich wollte es mit Berit Wiacker von Anfang bis Ende durchziehen. Dies müssen wir unter der Lektion Lernen abhaken", sagte Kiriasis.

Logschs Fehlen macht sich negativ bemerkbar

Bei den Titelkämpfen wurde das Fehlen von Weltmeister-Anschieberin Romy Logsch, die nach Streitereien mit Kiriasis die Heimreise antreten musste, mehr als deutlich. Fast zwei Zehntelsekunden Rückstand zur Weltklasse sind nur mit blitzsaubereren Fahrten in der Eisrinne wettzumachen. Doch dafür war Kiriasis' Kopf nicht frei. Obwohl sie bislang sechs von insgesamt acht Rennen in Lake Placid gewann, leistete sie sich einen Patzer nach dem anderen. "Ich hatte immer an der Kurve 14 den gleichen Fehler", sagte die Olympiasiegerin, die bei einer WM zuletzt 2004 unter ihrem Mädchennamen Prokoff gegen Susi Erdmann eine empfindliche Niederlage einstecken musste. Damals wurde sie im Finallauf noch um eine Hundertstelsekunde abgefangen.

Drittplatzierte Martini "absolut zufrieden"

Martini, die mit Janine Tischer im Vergleich zur Weltspitze ebenfalls am Start mit rund einer Zehntelsekunde Nachteile hatte, fuhr vier solide Fahrten. "Es war ein sehr hartes Rennen, die Minichiello hat verdient gewonnen. Meine letzte Fahrt war nicht so optimal, doch ich bin absolut zufrieden mit der Medaille", sagte die Sächsin.

Florschütz liegt gut im Rennen

Bei den Herren sind Thomas Florschütz und Marc Kühne bei Halbzeit im Zweierbob Zweite. Das in zuletzt drei Weltcup-Rennen siegreiche Duo musste nach zwei von vier Läufen in 1:51,18 Minuten nur dem Schweizer Ivo Ruegg die Vorfahrt lassen. Die Eidgenossen hatten sechs Hundertstelsekunden Vorsprung. Als Dritter geht der Russe Alexander Subkow (1:51,37) in die entscheidenden Läufe. Olympiasieger und Weltmeister André Lange, der erstmals seit drei Monaten wieder mit seinem Stammanschieber Kevin Kuske fuhr, ist mit 42 Hundertstelsekunden Rückstand auf Ruegg Fünfter, Karl Angerer/Gregor Bermbach liegen bei Halbzeit auf dem 14. Platz.

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