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Eisschnelllauf: Jenny Wolf kann Wang noch abfangen

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Eisschnelllauf  

Wolf kann Wang noch abfangen

16.08.2010, 12:40 Uhr | dpa

Jenny Wolf sprintet zu ihrem dritten WM-Titel über 500 Meter in Folge. (Foto: dpa)Jenny Wolf sprintet zu ihrem dritten WM-Titel über 500 Meter in Folge. (Foto: dpa) Jenny Wolf hat als erste Eisschnellläuferin zum dritten Mal in Serie den 500-Meter-Sprint bei Weltmeisterschaften gewonnen. Nach 38,03 Sekunden im ersten Lauf steigerte sich die 30-Jährige im Finale noch einmal und entriss mit 37,72 Sekunden ihrer chinesischen Dauerrivalin Wang Beixing noch den Sieg. "Damit durfte ich nach dem ersten Lauf nicht mehr rechnen. Denn normalerweise läuft Beixing zwei gleichstarke Rennen. Umso glücklicher bin ich über diesen Erfolg", sagte Wolf nach ihrem Hattrick.

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Wolf: "Habe jede Zehntel mitgezählt"

Für Wang Beixing war die Uhr im ersten Lauf bei 37,78 Sekunden stehen geblieben. Doch dann legte Wolf ihre Fabelzeit aufs Eis und lief neuen Bahnrekord. "Vielleicht habe ich sie mit meiner Zeit ein wenig geschockt", sagte die alte und neue Weltmeisterin. 37,97 Sekunden hätten der Rivalin dank des guten ersten Laufes zum Titel gereicht, aber sie hielt dem Druck nicht stand. "Ich habe auf Wangs letzten Metern jede Zehntel mitgezählt. Als dann die 38 vorn stand, konnte ich es kaum fassen", schilderte Wolf die entscheidenden Momente. Für die Chinesin blieb zum vierten Mal in Serie Silber. "Die 1000 Meter steckten mir noch in den Knochen", erklärte Wang.

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Schlechtestes WM-Ergebnis aller Zeiten

Insgesamt endeten die Titelkämpfe auf dem Olympic Oval aber für die deutschen Athleten enttäuschend. Neben Wolf holte nur Anni Friesinger mit Gold über 1500 Meter und Silber über 1000 Meter eine Medaille - das schlechteste Ergebnis in der Geschichte der Einzelstrecken-Weltmeisterschaften für Deutschland.

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Angermüller bricht ein

Ausschlag dafür gab auch das Debakel beider Team-Trios am Schlusstag. Am dürftigen fünften Rang des Damen-Trios traf Friesinger ebenso wie Daniela Anschütz-Thoms keine Schuld. Das Ergebnis war allein dem frühen Einbruch von Monique Angermüller geschuldet, der das WM-Debüt im Team völlig misslang. Bereits nach vier der sechs Runden war sie völlig von der Rolle und musste von Anni Friesinger angeschoben werden. Der Sieg ging an Kanada vor den Niederlanden.

Experiment gescheitert

"Es ist ärgerlich und tut mir leid für die anderen", entschuldigte sich Angermüller. Ihre Teamkolleginnen nahmen sie auch gleich in Schutz. "Ich mache ihr keinen Vorwurf", meinte Anschütz-Thoms und nahm die Gefährtin in die Arme. "Ich habe das Drama hinter mir auf der Videowand gesehen, ich hatte ja Zeit...", fügte die Olympiasiegerin hinzu. "Die Trainer haben so entschieden, es ist schief gegangen." Auch Friesinger rechtfertigte den Start des Team-Neulings: "Ohne Claudia Pechstein mussten wir etwas Neues probieren." Trainer Markus Eicher nahm die Verantwortung auf sich: "Ich muss den Kopf hinhalten. Das Risiko war sehr hoch."

Magen-Darm-Virus bremst Lehmann

Auch das deutsche Herren-Trio mit Robert Lehmann, Marco Weber und Tobias Schneider konnte WM-Bronze vom Vorjahr nicht annähernd wiederholen und landete auf dem enttäuschenden siebten Rang. "Ich dachte, ich packe es. Es war meine Fehleinschätzung, die Trainer trifft keine Schuld", sagte Lehmann betrübt, der nach Magen-Darm-Virus drei Runden vor Schluss das Tempo nicht halten konnte. Doch das Image ist nun ramponiert, die A-Kader-Förderung gestrichen. Bundestrainer Bart Schouten muss sich nach der insgesamt desaströsen WM seiner Männer für Olympia einiges einfallen lassen.

Kramer gewinnt 12. Goldmedaille

Der Sieg ging an das Team der Niederländer, in dem sich Sven Kramer mit seinem dritten Titel zum Eis-König dieser Weltmeisterschaften krönte. Mit seinen insgesamt zwölf WM-Goldmedaillen ist der 22-Jährige nun der erfolgreichste Athlet der Eisschnelllauf-Historie ist. Im 500-Meter-Sprint gewann der Südkoreaner Lee Kang-Seok zum zweiten Mal nach 2007 den Weltmeistertitel.

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