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Erstes WM-Einzel-Gold für Südkorea

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Eiskunstlauf-WM in Los Angeles  

Erstes WM-Einzel-Gold für Südkorea

12.02.2010, 23:02 Uhr | dpa

Eiskunstlauf-Weltmeisterin: Yu-Na Kim aus Südkorea. (Foto: dpa)Eiskunstlauf-Weltmeisterin: Yu-Na Kim aus Südkorea. (Foto: dpa) Yu-Na Kim hat zum Abschluss der Eiskunstlauf-Weltmeisterschaften in Los Angeles einen Weltrekord aufgestellt und erstmals einen Titel für ihr Land gesichert. Die 18 Jahre alte Koreanerin gewann vor 18.000 Zuschauern im ausverkauften Staples Center mit 207,71 Punkten. Die alte Bestmarke der Titelverteidigerin Mao Asada hatte bei 199,52 Zählern gelegen, die gleichaltrige Rivalin aus Japan wurde aber nur Vierte.

Als Preisgeld kassierte Kim 45.000 US-Dollar (33.400 Euro). Silber ging an die Kanadierin Joannie Rochette vor Miki Ando aus Japan.

Eiskunstlauf-WM Deutsches Duo siegt

Frustrierte Deutsche Meisterin

Als Kim nach einem zauberhaften Sprungfestival noch Ehrenrunden drehte, war die frustrierte Annette Dytrt schon in einer gesponserten Stretchlimousine auf dem Weg zum Abschluss-Dinner des deutschen Teams am Santa Monica-Beach. Die talentierte Oberstdorferin blamierte sich mit Platz 18 und gab die Schuld einem entzündeten Zeh. Sogar um das Minimalziel Olympia-Startplatz musste die Deutsche Eislauf-Union (DEU) bis Wettkampfende zittern. Nach der kurzen Ablenkung beim Strandabend im kalifornischen Frühsommer muss die DEU zusätzlich zu ihren sportlichen Sorgen die Affäre um Sportdirektor Udo Dönsdorf schnellstens klären. Zunächst will sie an ihrem langjährigen sportlichen Leiter festhalten.

Abgespecktes Repertoire

Im Gegensatz zu Kim, die in ihrer flüssigen Kür zu "Scheherazade"-Klängen des russischen Komponisten Rimski-Korsakow unter anderem mit einer Dreifach-Flip/dreifach-Toeloop-Kombination glänzte, bot Dytrt nur Magerkost und erhielt lediglich 131,15 Punkte. Gleich beim Eingangselement, dem dreifachen Flip, landete die 25-Jährige auf dem Hosenboden. Mehrere Sprünge drehte sie nur doppelt statt dreifach. "Ich hatte kein Gefühl in dem Fuß, mit dem ich lande", sagte Dytrt, die zwei schmerzstillende Spritzen in ihren Zeh bekommen hatte. "Eigentlich ist sie eine Weltklasse-Läuferin", sagte DEU-Vizepräsidentin Elke Treitz achselzuckend.

Kim jetzt auch erste Favoritin auf olympisches Gold

Zur aktuellen Weltklasse mit der außergewöhnlichen Kim klafft aber eine Riesenlücke. Die 18-Jährige wurde von 18.000 Zuschauern frenetisch gefeiert und mit 207,71 Punkten belohnt. "Ich wollte den letzten wichtigen Wettkampf vor Olympia gewinnen", sagte Kim, die als hohe Favoritin in elf Monaten nach Vancouver reisen wird. In Turin 2006 durfte sie nicht antreten, weil sie zu jung war.

Eine große deutsche Olympia-Hoffnung

Die instabile Dytrt wird ebenso wie die zweimaligen Weltmeister Aljona Savchenko und Robin Szolkowy und die Dortmunder Eistanz-Geschwister Carolina und Daniel Hermann (17.) ins Top Team für die Winterspiele aufgenommen, weil sie die nicht personengebundenen Olympia-Tickets sicherten. "Sie bekommen bis zu den Spielen besondere Unterstützung, um sich optimal vorzubereiten", sagte Hubertus Schulte vom Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB), der die Titelkämpfe in L.A. live verfolgte. "Savchenko/Szolkowy sind unsere große Medaillenhoffnung", sagte er.

Noch kein Einzelstarter für Vancouver bei den Herren

Zwei Startplätze bei den Paaren, je einer bei den Damen und im Eistanz sind gesichert. Das Herren-Ticket muss bei der Nebelhorn-Trophy erlaufen werden, da Peter Liebers das WM-Finale verpasste. "Peter ist ein großes Talent, aber er muss zum Mann reifen", forderte Treitz, die sich nach ihrer Rückkehr schnellstens um die Beschuldigungen gegen Dönsdorf kümmern muss.

Olympia 2010 Die Wettkampforte rund um Vancouver

Olympia 2010 Wettkämpfe/Zeitplan

Affäre um sexuelle Belästigung zu klären

Die drei Präsidiumsmitglieder wollen in den nächsten Wochen ein Gespräch mit dem Berliner Eistänzer führen, der die Vorwürfe wegen sexueller Belästigung erhoben hat. "Der Läufer hat zwei vorgeschlagene Termine abgesagt, nun ist er für ein Praktikum im Ausland", sagte Treitz der dpa. Dönsdorf war wegen der Affäre in Deutschland geblieben.

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