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Eisschnelllauf: Pechstein erhält von der CAS keine Starterlaubnis

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CAS weist Pechsteins Eilgesuch auf Gnade ab

10.02.2010, 04:49 Uhr | dpa

Claudia Pechstein darf weiterhin nicht offiziell in ihren Rennanzug schlüpfen. (Foto: dpa)Claudia Pechstein darf weiterhin nicht offiziell in ihren Rennanzug schlüpfen. (Foto: dpa) Der Internationale Sportgerichtshof CAS machte den ersten Weltcupauftakt der Eisschnellläufer ohne Superstar Claudia Pechstein erst amtlich, als die ersten Entscheidungen auf deren Heimstrecke in Berlin bereits gefallen waren. Der Eilantrag der 37-Jährigen auf eine Startfreigabe in Berlin und Heerenveen trotz bestehenden Dopingverdachts wurde seitens der Sport-Juristen abgelehnt.

Die Ahtletin habe "in ihrem Antrag nicht nachgewiesen (...), dass ihre Nicht-Teilnahme an beiden Weltcup-Events ihr einen 'irreparablen Schaden' zufügen würde", hieß es zur Begründung.

Schwere Vorwürfe Trainingspartner Bökko belastet Pechstein

In zwei Wochen endgültige Klarheit

Pechsteins Manager Ralf Grengel ist dennoch "nicht unzufrieden" mit der Entscheidung des CAS. "Denn aus der Begründung geht hervor, dass diese Entscheidung auf einer rein sportlichen Wertung beruht und keine Voreinschätzung auf das finale Urteil enthält", sagte Grengel dem Sport-Informations-Dienst (SID). Das endgültige Urteil werde in den nächsten zwei Wochen erwartet, teilte das Gericht nochmals mit.

Immer noch Hoffnung auf Treppchenplatz in Vancouver

In der Einschätzung des "irreparablen Schadens" ist Grengel allerdings anderer Meinung als der CAS. "Das ist Auslegungssache, Claudia sieht das natürlich anders", sagte er und verwies darauf, dass nun für das Erreichen einer guten Startgruppe bei Olympia keine Chancengleichheit bestehe: "Ob der Schaden wirklich reparabel war, wissen wir erst, wenn Claudia bei Olympia auf dem Treppchen steht!"

Noch vier Termine bis Olympia

Nach dem Weltcup in Heerenveen würden Pechstein bei einem Freispruch nur noch die Weltcups in Hamar (21./22. November) sowie auf den Hochgeschwindigkeitsbahnen in Calgary (4. bis 6. Dezember) und Salt Lake City (11. bis 13. Dezember) als Vorbereitungs- und Qualifikationsmöglichkeit bleiben. Zudem steht vor Olympia noch die EM in Hamar (8. bis 10. Januar) auf dem Programm. Die Olympischen Spiele beginnen am 12. Februar.

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Bökkos Bemerkung über Frühstücksbeilagen

Neben dem abschlägigen Bescheid aus der Schweiz musste Pechstein auch Vorwürfe ihres einstigen Trainingspartners Havard Bökko wegstecken. "Beim Weltcup in Moskau haben wir noch gescherzt, was sie wohl beim Frühstück gegessen hat, um so schnell zu sein. Wahrscheinlich hatte sie in der Woche zuvor gedopt", hatte der Vize-Weltmeister laut "Telegraaf" spekuliert. Bis zum Februar 2009 hatte er über zwei Jahre lang gemeinsam mit Pechstein bei Coach Peter Mueller trainiert. Bökko werde aber nicht böse, falls die Berlinerin freigesprochen werde. "Das soll das Gericht entscheiden", so der Läufer.

Pechstein: "Bökko ist noch grün hinter den Ohren!"

Pechstein konterte die Angriffe umgehend. "Ich weiß nicht, ob sich Bökko mit derart leichtfertigen Äußerungen einen Gefallen tut. Offensichtlich ist ihm nicht klar, dass auch er jederzeit Opfer eines unberechtigten Dopingverdachts werden könnte", sagte Pechstein. "Er ist noch jung und grün hinter den Ohren. Wenn er mit Mitte 30 immer noch laufen und Weltklasseleistungen zeigen sollte, wird er sicherlich anders denken und reden. Ich bin mir sicher, wenn er darüber mal nachdenkt, wird er sich bei mir entschuldigen." Offensichtlich scheine Bökko über den Verlauf des Verfahrens nicht informiert zu sein.

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Die Konkurrentinnen gehen klar auf Distanz

Deutlich auf Distanz gingen die Niederländerinnen. "Ich habe kein Bedürfnis, mit Claudia zu sprechen", sagte 3000-Meter-Weltmeisterin Renate Groenewold der niederländischen TV-Station NOS. Im gleichen Interview erklärte Olympiasiegerin Ireen Wüst, die als Elfte zum Auftakt enttäuschte, sie sei froh, dass "Pechstein hier nicht starten" dürfe.

Groenewold verliert ihren Bahnrekord

Über 3000 Meter setzte sich 5000-Meter-Weltmeisterin Martina Sablikova durch. Angefeuert von rund 1000 Zuschauern verbesserte die Tschechin in 4:00,75 Minuten Groenewolds Bahnrekord um 1,61 Sekunden. Stephanie Beckert und Daniela Anschütz-Thoms zeigten unterschiedliche Reaktionen. "Ich bin glücklich, hier auf das Treppchen zu steigen. Ich weiß, dass ich noch Reserven habe", meinte Beckert. Nicht ganz zufrieden war Olympiasiegerin Anschütz-Thoms als Vierte: "Bei diesem Tempo hätte eine 4:05 herauskommen können. Aber ich musste ja fast allein laufen."

Starker deutscher Meister Ihle

Für einen furiosen Auftakt in Berlin hatte Weltmeister Kang-Seok Lee über 500 Meter gesorgt. In 34,80 Sekunden sprintete der Südkoreaner zu einer neuen Saison-Bestzeit und verfehlte den Bahnrekord nur um eine Zehntelsekunde. Der deutsche Meister Nico Ihle verbesserte sich gegenüber dem Titelkampf in der Vorwoche und verfehlte in 35,78 Sekunden als Sechster der B-Gruppe den inoffiziellen deutschen Flachland-Rekord nur um zwei Hundertstelsekunden. Über 1000 Meter fixierte Ex-Weltmeister Shani Davis aus den USA in 1:08,58 den zweiten Bahnrekord des Tages. Nico Ihle (1:10,80) belegte Platz 16.

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