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Eisschnelllauf: Anni Friesinger-Postma auch in Heerenveen außer Form

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Friesinger wird von Wolf abgehängt

12.02.2010, 12:36 Uhr | sid

Anni Friesinger-Postma befindet sich beileibe noch nicht in Olympia-Form. (Foto: dpa)Anni Friesinger-Postma befindet sich beileibe noch nicht in Olympia-Form. (Foto: dpa) Für Olympiasiegerin Anni Friesinger-Postma geht die Olympia-Saison wenigstens "nur" kränklich und im Leistungstief los. Für Olympiasiegerin Marianne Timmer ist dagegen nach einem folgenschweren Sturz nicht nur der Start in Vancouver passé, sondern womöglich ihre gesamte Laufbahn - angesichts ihrer 35 Jahre. Die Eisschnelllauf-Bahn scheint seit dem zweiten Saison-Weltcup in Heerenveen mehr denn je frei zu sein für Jenny Wolf. Die deutsche Hoffnung bestach durch einen Doppelerfolg über 500 Meter und spricht bereits von Gold in Vancouver.

"Wenn man es rational betrachtet, kann bei Olympia nichts anderes herauskommen als Gold. Ich müsste schon eine Menge falsch machen."

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Affäre um Pechstein bleibt ohne Negativwirkung

Die gute Bilanz der Deutschen Eisschnelllauf-Gemeinschaft (DESG) machte in der Thialf-Halle die erst 21-jährige Stephanie Beckert perfekt, die zum Auftakt über 3000 Meter ihr erstes Weltcuprennen gewonnen hatte. DESG-Präsident Gerd Heinze war "froh", dass die unendliche Dopingaffäre um Claudia Pechstein scheinbar spurlos am Team vorübergegangen ist: "Großes Lob an die Athletinnen, vor allem an Stephanie. Dass sie über 3000 Meter schon so weit ist, hätte ich nicht gedacht."

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Friesinger muss und wird kämpfen

Friesinger hinkte mit Platz fünf über 1500 Meter und Rang sieben über 1000 Meter den eigenen Ansprüchen deutlich hinterher. Sie will sich durch die Rückschläge aber nicht unterkriegen lassen. "Für mich geht es nur um ein, zwei Daten im Februar. Da muss ich gut sein, nicht vorher", sagte die 16-malige Weltmeisterin mit Blick auf die olympischen Wettkämpfe in Richmond. Sie musste aber auch zugeben: "Ich laufe technisch ganz hässlich."

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Leicht verbessert

Immerhin schnitt die an Knöchel und Knie lädierte Olympiasiegerin beim 1500-Meter-Sieg von Lokalmatadorin Ireen Wüst etwas besser ab als beim Weltcup-Auftakt in Berlin, wo sie Siebte geworden war. In Heerenveen musste sich Friesinger (1:57,82) im direkten Duell nach einer mäßigen letzten Runde auch Daniela Anschütz-Thoms (1:57,80) geschlagen geben. Die Team-Olympiasiegerin aus Erfurt wurde Vierte. Über 1000 Meter verbesserte sich Friesinger, die bei einem verunglückten letzten Bahnwechsel zudem viel Zeit verlor, in 1:17,19 Minuten im Vergleich zu Berlin um acht Ränge. Gegen Siegerin Christine Nesbitt aus Kanada (1:15,47) war sie aber chancenlos.

Vernichtende Diagnose für Timmer

Derweil steht die dreimalige Olympiasiegerin Marianne Timmer nach ihrem Sturz im 500-Meter-Rennen vor dem Karriereende. Bei einer Kernspintomografie wurden bei der 35 Jahre alten Niederländerin nicht weniger als drei Brüche im linken Fersenbein sowie zwei Bänderrisse festgestellt. Dies bedeutet auf jeden Fall das Olympia-Aus.

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Wolf: "Jede Menge Selbstvertrauen"

Wolf lief am Samstag auf den ersten 300 Metern ein nahezu perfektes Rennen, bevor ein leichter Strauchler ausgangs der Zielkurve eine noch bessere Zeit zunichte machte. "Ich habe wieder einen Fehler gemacht, aber trotzdem klar gewonnen. Das gibt mir jede Menge Selbstvertrauen", sagte die 30-Jährige nach ihrem 43. Weltcup-Sieg.

Beckert wie einst Niemann-Stirnemann

Beckert erinnerte mit ihrer furiosen Schlussrunde bereits an ihr großes Idol Gunda Niemann-Stirnemann und entwickelt sich allmählich zur Mitfavoritin für die Langstreckenrennen bei Olympia. Sie bleibt aber zurückhaltend. "Ich bin nur froh, dass ich bei den Winterspielen dabei bin. Unter Druck setzen werde ich mich nicht", sagte die Erfurterin. Bei den Männern sorgte Marco Weber aus deutscher Sicht für einen kleinen Lichtblick. Mit dem 14. Rang über 5000 Meter schaffte der Münchner die Olympianorm.

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