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Bob: Viererbob-Europacup in Königssee wegen Trainingsunfall abgesagt

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Europacup in Königssee nach Trainingsunfall abgesagt

12.02.2010, 22:04 Uhr | dpa, sid

Die malerisch vor dem Alpenmassiv gelegene Bobbahn in Königssee. (Foto: imago)Die malerisch vor dem Alpenmassiv gelegene Bobbahn in Königssee. (Foto: imago) Als Konsequenz aus dem schweren Trainingsunfall einer Russin vom 23. November ist der Viererbob-Europacup auf der Traditionsbahn in Königssee abgesagt worden. Der Betreiber der Kunsteisbahn wollte zum Schutz der weniger erfahrenen Athleten kein Risiko eingehen. Die Weltcup-Rennen am 9. und 10. Januar sollen mit einem verlängerten Auslauf ausgetragen werden.

"Aufgrund des Unfalls am vergangenen Montag beim ersten Bobtraining wollten wir kein Risiko eingehen und gehen auf Nummer sicher. Jetzt müssen wir ein bisschen Geld in die Hand nehmen, um für den Weltcup die Sicherheit auf der Bremsstrecke im Auslauf noch zu erhöhen", sagte Generalsekretär Thomas Schwab vom Deutschen Bob- und Schlittenverband (DBSV).

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Die bei dem Unfall schwer verletzte Russin wurde inzwischen mehrmals operiert. Die 20-Jährige erlitt bei einer Kollision von zwei Zweierbobs aus Russland einen offenen Oberschenkelbruch sowie weitere Frakturen im Nieren- und Bauch-Bereich. Im Training zum dritten Saisonrennen hatten zuvor mehrere Bremser Schwierigkeiten gehabt, den Bob im Ziel zum Stehen zu bringen.

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Frauen-Bob hatte keine Freigabe

Nach ersten Ermittlungen der Polizei und der Bahnverantwortlichen hatten die Frauen eine rote Ampel übersehen. Der Zweierbob sei ohne Freigabe in den Eiskanal gestartet, während zur gleichen Zeit am oberen Start der russische Zweierbob der Männer bei Grün losfuhr. Der Frauenbob war hinter der Kurve namens "Echowand" gestürzt und in Richtung Ziel gerutscht. Der 390 Kilo schwere Männerschlitten raste dann ungebremst in den umgekippten Bob und schob ihn noch rund 50 Meter vor sich her.

Zwei Ampeln auf Grün - technisch unmöglich

Die Polizeiinspektion Berchtesgaden will nun klären, warum die 25 Jahre alte Pilotin der russischen B-Nationalmannschaft ohne Freigabe gestartet war. Auch die Traunsteiner Staatsanwaltschaft wurde eingeschaltet. Laut Margit Dengler-Paar, Pressesprecherin des Bob- und Schlittenverbandes für Deutschland (BSD), sei es technisch unmöglich, dass auf der Bahnanlage zwei Ampeln gleichzeitig auf Grün geschaltet werden. "Es war sicherlich eine Verkettung unglücklicher Umstände", meinte Dengler-Paar und verwies darauf, dass das Frauen-Team nicht rechtzeitig mit den Startvorbereitungen fertig und daher verspätet losgefahren war.

Erinnerungen an tödlichen Unfall

Der Unfall auf der ältesten Bob-Bahn der Welt, die pro Jahr weltweit die meisten Fahrten verbuchen kann, löste bei allen Beteiligten und Verantwortlichen großes Entsetzen aus. Zugleich wurden Erinnerungen an den tödlichen Unfall am 12. März 2004 wach, als Yvonne Cernota bei ihrer erst dritten Fahrt als Pilotin mit ihrem Zweierbob in der Ausfahrt "Echowand" nach einem Fahrfehler verunglückte. Durch die Fliehkräfte wurde das Gefährt plötzlich an die obere Kurvenbegrenzung gedrückt und prallte steil an die untere Bande. Dadurch wurde Bob aus der Bahn katapultiert. Für die eingeklemmte Yvonne Cernota kam jede Hilfe zu spät.

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Bob-Cheftrainer Bethge schockiert

Schockiert war auch Raimund Bethge, der beim Training an der Bahn war. Der deutsche Bob-Cheftrainer wurde am 30. November 2005 auf der Olympia-Bahn in Cesana in Kurve 10 von einem australischen Bob mit voller Wucht erfasst und erlitt einen offenen Unterschenkelbruch, eine dreifache Sprunggelenksfraktur und eine Gehirnerschütterung. Bis heute leidet er gesundheitlich an den Folgen des Horror-Unfalls. Im deutschen Verband war es damals bereits der zweite schwere Unfall eines Bundestrainers. In Winterberg war 1993 der damalige Rodel-Bundestrainer Sepp Lenz beim Schneefegen auf der Bahn von einer Rodlerin erfasst worden. Infolgedessen musste ihm sein linker Unterschenkel amputiert werden.

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