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Claudia Pechstein offenbart Selbstmordpläne

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Olympiasiegerin wollte sich das Leben nehmen

06.11.2010, 13:34 Uhr | dpa, sid, sid, dpa

Claudia Pechstein offenbart Selbstmordpläne. Claudia Pechstein dachte nach ihrer Doping-Sperre an Selbstmord. (Foto: imago)

Claudia Pechstein dachte nach ihrer Doping-Sperre an Selbstmord. (Foto: imago)

Claudia Pechstein hat in ihrer Autobiografie erstmals Selbstmordgedanken offenbart. Aus Verzweiflung über ihre Zwei-Jahres-Sperre wegen erhöhter Blutwerte hatte die Eisschnelllauf-Olympiasiegerin im März 2009 daran gedacht, gemeinsam mit ihrem Ehemann Marcus Bucklitsch von einer Autobahn-Brücke zu springen. Das schreibt sie in ihrem Buch "Von Gold und Blut - Mein Leben zwischen Olymp und Hölle". "Mir scheint eine schnelle und sichere Lösung die beste Option, um sich von dieser Welt zu verabschieden", enthüllt die Berlinerin. Am Montag wird die Biografie in Berlin offiziell vorgestellt.

"Ein Sprung, ein Sturz in die Tiefe, ein harter Aufprall. Und schon ist es vorbei", schreibt sie weiter. Doch dann verfasst sie nach eigener Darstellung folgende SMS, die das Unglück letztlich verhindern konnte: "Wir sind gleich unterwegs und suchen uns eine Brücke." Sie könne nicht sagen, warum sie diesen Satz in ihr Handy tippte und ihn an ihren Manager Ralf Grengel schickte. Wochen vor diesen finsteren Gedanken war sie mit den erhöhten Retikulozytenwerten bei der WM im norwegischen Hamar konfrontiert worden und der Weltverband ISU hatte Anklage gegen sie erhoben.

Manager verhindert den Freitod

"Wenn die SMS wirklich ein Hilferuf war, kurz vor der Apokalypse, dann hat er seine Wirkung nicht verfehlt", schreibt die 38-Jährige. "Was soll der Scheiß", antwortet der Manager keine 30 Sekunden später. "Was heißt hier Scheiß? Es macht doch alles keinen Sinn mehr", klagt Pechstein. Doch Grengel blieb beharrlich, telefonierte mit ihr und soll damit das Schlimmste verhindert haben.

Pechstein will Karriere fortsetzen

Mittlerweile lebt Pechstein getrennt von ihrem Ehemann. Als Grund für ihre Selbstmordpläne nennt sie Verzweiflung und Existenzangst, nachdem ihr die ISU in der ersten Anklageschrift organisiertes Blutdoping über ein knappes Jahrzehnt vorgeworfen hatte. "Dieser Gedanke lässt mich nicht mehr los. Sponsoren weg, Job weg, Haus weg. Alles weg. Von einem Moment auf den anderen überkommt mich die nackte Existenzangst", schreibt Pechstein. Ihre Sperre endet am 8. Februar 2011. Danach will Deutschlands erfolgreichste Winter-Olympionikin ihre Laufbahn fortsetzen und bei der WM im März in Inzell starten.

Derzeit krankgeschrieben

Ihren Dienst als Bundespolizistin kann Pechstein indes derzeit nicht - wie von Bundesinnenminister Thomas de Maizière gefordert - versehen. Sie ist krankgeschrieben und in psychotherapeutischer Behandlung.

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