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Eisschnelllauf: Samuel Schwarz gewinnt sensationell Weltcup-Rennen

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Samuel Schwarz gewinnt sensationell Weltcup-Rennen

22.12.2010, 08:44 Uhr | sid, sid

Eisschnelllauf: Samuel Schwarz gewinnt sensationell Weltcup-Rennen. Samuel Schwarz (M.) freut sich über seinen ersten Weltcup-Sieg. (Foto: dpa)

Samuel Schwarz (M.) freut sich über seinen ersten Weltcup-Sieg. (Foto: dpa) (Quelle: dpa)

Die Teamgefährten fielen ihm um den Hals, der Team-Chef kündigte spontan eine Sektparty an, Samuel Schwarz schüttelte immer nur ungläubig den Kopf. In einem Traumrennen hat der 27-Jährige im japanischen Obihiro über 1000 Meter den ersten Weltcup-Erfolg eines deutschen Eisschnellläufers seit über neun Jahren perfekt gemacht.

Der achtmalige deutsche Meister bezwang in 1:09,98 Minuten Olympiasieger Shani Davis aus den USA, der bei seinen bisherigen Saison-Starts über 1000 Meter immer als Sieger das Eis verlassen hatte. Da trat sogar der Weltcupsieg von Jenny Wolf über 500 Meter in 38,03 Sekunden in den Hintergrund.

"Heute hat einfach alles gepasst"

"Unglaublich, ich weiß nicht, was ich sagen soll", sagte Samuel Schwarz nach seinem Sensations-Erfolg. Tags zuvor war er noch eine Sekunde langsamer gewesen und hatte sich beim Sieg von Davis mit Platz 13 begnügen müssen. "Heute hat einfach alles gepasst. Das war der absolute Hammer", fügte er strahlend hinzu. Team-Chef Helge Jasch hatte noch vor dem Rennen gespöttelt: "Heute hast Du nur einen Schuss - aber der muss sitzen". Er spielte darauf an, dass Schwarz auf die 500 Meter verzichtet hatte, um Kräfte zu sparen.

Spontane Sekt-Party vor der Abreise

Nach dem Rennen konnte Jasch nur ebenso fassungslos feststellen: "Da hat er wirklich gut getroffen. Schon vier Paare vor Schluss wusste ich: Das wird ein Podestplatz, aber der Samuel wollte davon nichts wissen und hat nur müde gelächelt. Umso größer war dann die Freude, als er selbst Davis geschlagen hatte." Für den Abend im Hotel organisierte Jasch umgehend eine spontane Sekt-Party, die aber angesichts der für drei Uhr angesetzten Abreise nicht ausuferte. "Ein genialer Tag, ein toller Abschluss des Jahres - das gibt allen Kraft für das Training zu Weihnachten", schwärmte der Team-Chef.

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Den bislang letzten Erfolg eines deutschen Eisschnellläufers hatte am 25. November 2001 Frank Dittrich über 10.000 Meter gefeiert, der letzte Podestplatz eines Deutschen durch Tobias Schneider - Platz zwei über 10.000 Meter - liegt mehr als vier Jahre zurück. Den letzten Sieg eines deutschen Eissprinters über 1000 Meter hatte Michael Künzel am 4. Dezember 1999 sogar schon im vorigen Jahrhundert verbucht.

Ansteigende Formkurve

Schwarz hatte am vergangenen Wochenende mit Platz vier in Changchun bereits sein Potenzial unterstrichen. Nico Ihle, der in China gleichfalls Vierter geworden war, belegte nun in Obihiro Platz acht. Im Weltcupklassement rangieren sie auf den Plätzen fünf (Schwarz) und sieben (Ihle).

Jenny Wolf gewinnt wieder

Zuvor hatte sich auch Weltmeisterin Jenny Wolf einen fröhlichen dritten Advent verschafft. Nach drei Niederlagen gegen Olympiasiegerin Lee Sang-Hwa drehte die von Rückenproblemen geplagte Olympiazweite den Spieß um und feierte ihren 55. Weltcup-Sieg. Damit rückte sie ein Stück näher an Anni Friesinger-Postma (59 Siege) heran, die in der Weltcup-Hierarchie hinter Gunda Niemann-Stirnemann (Erfurt/98) und Bonnie Blair (USA/69) noch immer Rang drei belegt.

Schönes Weihnachten

In 38,03 Sekunden wies Wolf die Südkoreanerin Lee mit 38,21 klar in die Schranken und holte sich ihren Bahnrekord zurück. "Ich habe wegen der Rückenprobleme drei Tage gar nicht trainiert. Heute lief es wieder topp, ich habe alles richtig gemacht", sagte sie und fügte hinzu: "Jetzt wird es ein schönes Weihnachten."

Mit ihrem fünften Saisonsieg und nun 720 Punkten baute Weltrekordlerin Wolf ihre Führung im Gesamtklassement vor Lee (650) wieder aus. Am Vortag hatte sie den Start verschlafen und war nur Dritte geworden. Judith Hesse kam in 38,99 Sekunden wie am Vortag auf den sechsten Platz.

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