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Deutsche Snowboarderin Kober nur Vierte bei WM

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Snowboard-WM  

Mama Kober verpasst Sprung auf das Treppchen

20.01.2011, 14:20 Uhr | sid, sid

Deutsche Snowboarderin Kober nur Vierte bei WM. Nur Vierte bei der Snowboard-WM in La Molina: Amelie Kober. (Foto: dpa)

Nur Vierte bei der Snowboard-WM in La Molina: Amelie Kober. (Foto: dpa)

Die deutsche Snowboarderin Amelie Kober hat 122 Tage nach der Geburt ihres Sohnes Lorenz bei der WM in La Molina die Sensation nur hauchdünn verpasst: Im Parallel-Riesenslalom musste sich die 23-Jährige mit dem undankbaren vierten Platz zufrieden geben. Der Snowboard Verband Deutschland (SVD) wartet damit bei den Titelkämpfen in Spanien weiter auf seine erste Medaille. Weltmeisterin wurde Alena Zawarzina aus Russland vor Claudia Riegler (Österreich).

Kober verlor im kleinen Finale gegen die Österreicherin Doris Günther mit einem Rückstand von nur 0,04 Sekunden. "Im ersten Moment war ich natürlich enttäuscht, aber wenn man das näher betrachtet, mit den ganzen Bedingungen im Vorfeld, dann passt das schon", sagte die Olympia-Zweite von 2006. Ihr Frust war kurz nach dem Rennen ohnehin schnell wieder verflogen, als sie Söhnchen Lorenz in den Arm nahm.

Kober seit Dezember erst zurück aus der Babypause

Stefan Knirsch, sportlicher Leiter der SVD-Athleten, konnte das knappe Ergebnis nicht so schnell abhaken. "Wenn eine Medaille so zum Greifen nah ist, dann ist das natürlich sehr bitter", sagte er, zollte Kober aber auch ein Riesen-Kompliment für ihre Leistung: "Das ist Wahnsinn, was sie abgeliefert hat." Zumal Mama Kober erst im Dezember nach ihrer Baby-Pause wieder in den Weltcup zurückgekehrt war und im letzten Rennen vor der WM ihr Ticket für La Molina gelöst hatte.

Knappe Niederlage gegen Riegler

Doch Kober bewies bei der WM bis zum Halbfinale ihre Klasse und Nervenstärke. Im Achtelfinale schaltete die WM-Zweite von 2007 die Schweizerin Patrizia Kummer aus und setzte sich danach gegen Favoritin Ekaterina Tudegeschewa (Russland) durch.

Im Halbfinale gegen Riegler vergab die 23-Jährige jedoch einen Vorsprung von 1,5 Sekunden aus dem ersten Lauf und damit auch die große Chance aufs Finale. Kober kam mit 0,20 Sekunden Rückstand ins Ziel. Auch im Rennen um Bronze konnte sie einen Vorsprung von 0,15 Sekunden nicht verteidigen. "Da hat mir am Ende die Kraft und das Training gefehlt. Ich konnte einfach nicht mehr geben. Das war das Maximum", sagte sie.

Rest der Deutschen weit abgeschlagen

Für den Rest des deutschen Teams war spätestens im Viertelfinale Schluss. Selina Jörg schied in der Runde der besten Acht nach einem Sturz im ersten Lauf gegen Günther aus und wurde schließlich Achte. Isabella Laböck scheiterte im Achtelfinale an Zawarzina ebenso wie Patrick Bussler an Roland Fischnaller aus Italien. Anke Karstens überstand die Qualifikation nicht. Der Titel bei den Männern ging an Topfavorit Benjamin Karl aus Österreich, der vor seinem Landsmann Rok Marguc und Fischnaller gewann.

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