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Wintersport: Wolf und Machata greifen nach Gesamt-Weltcups

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Wintersport - Sammler  

Wolf beschenkt sich zum 32. Geburtstag

29.01.2011, 17:19 Uhr | sid, dpa, sid, dpa

Wintersport: Wolf und Machata greifen nach Gesamt-Weltcups. Jenny Wolf, schnell unterwegs auf ihren scharfen Kufen. (Foto: imago)

Jenny Wolf, schnell unterwegs auf ihren scharfen Kufen. (Foto: imago) (Quelle: imago)

Zwei Tage vor ihrem 32. Geburtstag hat sich Jenny Wolf beim Eisschnelllauf-Weltcup in Moskau selbst beschenkt. Über 500 Meter gewann die Ausnahmeathletin in 38,01 Sekunden auch den zweiten Lauf und steht im Weltcup nach ihrem 57. Sieg mit 920 Punkten vor dem sechsten Gesamterfolg in Serie. Zweite wurde die Niederländerin Margot Boer (38,49) vor der US-Amerikanerin Heather Richardson (38,53).

"Ich bin zufrieden, auch wenn nicht alles glatt lief. Der Start war gut, doch dann gab es wieder einen Stolperer", sagte Wolf über ihren Lauf. Die Olympiazweite bestach im Saisonverlauf durch Kontinuität. Sieben der zehn Weltcup-Rennen gewann sie, der sechste Gesamtsieg ist ihr beim Weltcup-Finale in Heerenveen (4. bis 6. März) nur noch theoretisch zu nehmen. "Eine Klasseleistung", sagte der deutsche Teamchef Helge Jasch. Judith Hesse zeigte in 38,67 erneut eine gute Leistung und belegte den sechsten Platz. Jennifer Plate (39,49) und Heike Hartmann (39,98) kamen auf die Plätze 17 und 20.

Eisschnelllauf: Ihle liefert bestes Weltcupergebnis seiner Karriere ab

Deutschlands Top-Sprinter Nico Ihle setzte seinen Aufwärtstrend fort. Der Chemnitzer lief über 500 Meter in 35,18 Sekunden auf den vierten Rang und erzielte damit das beste Weltcup-Ergebnis seiner Karriere. Es siegte der Niederländer Jan Smeekens (34,93) vor Akio Ota (Japan/35,02) und Tucker Fredricks aus den USA (25,06). "Beim Angang habe ich noch ein bisschen Zeit liegen lassen", sagte Ihle. "Aber sonst bin ich hochzufrieden." Seinen deutschen Rekord von der Hochlandbahn in Calgary verpasste der 25-Jährige nur um 14 Hundertstelsekunden. Nico Ihles ein Jahr älterer Bruder Denny kam in 35,84 Sekunden auf Rang 20, Samuel Schwarz (36,17) landete auf Platz 22.

Ex-Weltrekordler Bob de Jong garnierte seinen Sieg über 5000 Meter mit einem Bahnrekord. Der Routinier aus den Niederlanden kam zum Abschluss des zweiten Tages in 6:19,43 Minuten ins Ziel und verwies Europameister Iwan Skobrew aus Russland (6:21,16) und den Norweger Havard Bokko (6:22,79) auf die Plätze zwei und drei. Die deutschen Männer liefen nur hinterher. Marco Weber (6:34,66) kam mit einem riesigen Rückstand von über 15 Sekunden auf den elften Rang, Patrick Beckert (6:35,25) und Moritz Geisreiter (6:40,64) belegten die Plätze 12 und 16.

Bob: Machata und Kiriasis haben den Gesamtweltcup vor Augen

Die Bobpiloten Manuel Machata und Sandra Kiriasis haben nach ihren EM-Titeln ihre Erfolgsserie auch bei den Weltcuprennen auf der Natureisbahn in St. Moritz fortgesetzt. Der 26-Jährige Machata setzte sich sechs Tage nach seinem EM-Titel im Vierer mit Anschieber Andreas Bredau im Schweizer Nobel-Skiort im Zweier durch und feierte seinen zweiten Saisonsieg im kleinen Schlitten nach dem Saisonauftakt im kanadischen Whistler. Kiriasis setzte sich acht Tage nach ihrem fünften EM-Triumph mit Berit Wiacker bei einem deutschen Dreifachsieg durch und machte damit einen weiteren Schritt Richtung Gesamtweltcup.

Machata und Bredau waren bereits im ersten Lauf die Schnellsten und brachten ihren Vorsprung dann im zweiten Durchgang nach Hause. Am Ende hatte das Duo beim insgesamt fünften Saisonsieg 0,03 Sekunden Vorsprung vor den Schweizern Beat Hefti und Thomas Lamparter. Platz drei belegten Thomas Florschütz und Kevin Kuske, die am Ende 0,39 Sekunden langsamer waren als die Teamkollegen. Karl Angerer und Alex Mann landeten auf Rang fünf. Im Gesamtweltcup baute Machata (2673 Punkte) seinen Vorsprung auf die Russen Alexander Subkow und Alexej Wojwoda (2433), die Vierte wurden, auf 240 Punkte aus. Im Disziplin-Weltcup für die Zweierbobs rückte er mit 1412 Punkten auf 18 Zähler an Subkow (1430) heran. Saisonhöhepunkt ist dann die WM auf seiner einstigen Heimbahn am Königssee (18. bis 27. Februar).

Kiriasis und Wiacker setzten sich gegen Anja Schneiderheinze-Stöckel und Christin Senkel (0,28 Sekunden zurück) und Cathleen Martini und Romy Logsch (0,65) durch. Martini und Logsch hatten nach dem ersten Lauf noch auf Platz zwei gelegen, waren im zweiten Durchgang mit der nur fünftbesten Laufzeit dann aber zurückgefallen. Im Gesamtweltcup baute Kiriasis nach ihrem fünften Saisonsieg mit 1511 Punkten ihren Vorsprung vor Martini (1387) auf 124 Zähler aus. Beim Saisonfinale am 5. Februar im italienischen Cesana werden noch einmal maximal 225 Zähler vergeben.

Eiskunstlauf: Meier krönt ihre Karriere mit dem EM-Titel

In ihrem letzten Wettkampf ist die Schweizerin Sarah Meier erstmals Eiskunstlauf-Europameisterin geworden. Die 26-Jährige siegte bei den europäischen Titelkämpfen im heimischen Bern vor Titelverteidigerin Carolina Kostner aus Italien und der Finnin Kiira Korpi. Die enttäuschte deutsche Meisterin Sarah Hecken belegte lediglich den elften Platz. "Ich habe mein Bestes versucht, aber ich war richtig geschockt, dass ich beim Toeloop gestürzt bin."

Ganz andere Gefühle bewegten die Siegerin: "Es kommt mir vor wie im Film, ich habe immer von diesem Moment geträumt", freute sich Meier, "ich kann es gar nicht glauben". Sie sei extrem nervös gewesen, gestand die Eidgenössin nach ihrer gelungenen Darbietung. Nach einer Fußverletzung bestritt die zweimalige EM-Zweite im "kleinen Schwarzen" zur Filmmusik "Die Liebe in den Zeiten der Cholera" ihren ersten und letzten Saisonwettkampf. Zur WM in Japan will sie nicht mehr kommen.

Snowboard: Sensationen bei den X-Games

Der Norweger Torstein Horgmo hat bei den X-Games im US-amerikanischen Aspen mit dem ersten gestandenen "Triple Cork" für eine Weltpremiere im Snowboard gesorgt. Der 23-Jährige zeigte beim Wettkampf von der großen Schanze ("Big Air") einen Dreifachsalto mit dreifacher Schraube - und das mit gebrochener Rippe. Horgmo war auch der erste, der den Trick überhaupt gestanden hatte - allerdings bisher nur außerhalb offizieller Wettkämpfe. Für die Premiere gab es jetzt die Goldmedaille bei den Freestyle-Meisterschaften.

"Den "Triple Cork" bei einem Sprung zu versuchen, der eine so harte und flache Landung hat wie hier, war eines der dümmsten Dinge, die ich je in meinem Leben getan habe", sagte Horgmo. Er hatte sich im Laufe des Wettkampfs zwei Mal vergeblich an dem Trick versucht, ehe es beim dritten Mal dann klappte. "Er ist ein Teufel, wenn es darum geht, alles aus sich herauszuholen, wenn es gilt. Da kann man nur noch den Hut ziehen", sagte Thomas Harstad, Chef der norwegischen Boarder. Horgmo hatte sich bei Filmaufnahmen kurz nach Weihnachten eine Rippe gebrochen. Kurz zuvor war er nach einem Knöchelbruch erst wieder eingestiegen.

Der zweimalige Halfpipe-Olympiasieger Shaun White verpasste überraschend das Finale im Slopestyle. In der Qualifikation kam der US-amerikanische Snowboard-Superstar nur auf Platz 13. Zuvor hatte der 24-Jährige den Slopestyle-Wettbewerb bei den X-Games bereits fünf Mal gewonnen. White geht als großer Favorit in den Halfpipe-Endkampf.

Seit 1997 veranstaltet der TV-Sender ESPN die X-Games im Winter, bei denen in verschiedenen Disziplinen die besten Snowboarder, Ski- und Snowmobilefahrer gesucht werden. Der Wettbewerb gilt besonders unter den Snowboardern aus Übersee als wichtigster Wettkampf überhaupt.

Skicross: Stockerlplatz für Heidi Zacher

Heidi Zacher hat beim Skicross-Weltcup in Grasgehren den zweiten Platz belegt. Die einmalige Weltcup-Siegerin musste sich trotz eines Sturzes im Finale nur der Schwedin Anna Holmlund geschlagen geben. Zachers Teamkollegin Anna Wörner wurde Vierte. Beim Sieg des Österreichers Andreas Matt erreichte Simon Stickl Platz fünf, Daniel Bohnacker kam auf den sechsten Rang. Im letzten Rennen vor den Titelkämpfen erfüllten Paul Eckert und Thomas Fischer auf den Plätzen neun und zehn die noch fehlende Hälfte der WM-Norm. Bohnacker, Stickl, Wörner und Zacher hatten das Ticket bereits in der Tasche.

Die letzte Qualifikations-Chance verpasste dagegen die bislang einzige deutsche WM-Medaillengewinnerin, Alexandra Grauvogl. Nach ihrem Kreuzbandriss hat die 29-Jährige noch nicht wieder die alte Form erreicht. Im Ziel haderte die Bronzemedaillengewinnerin von 2007 mit der eigenen Vorstellung, aber hoffte für die Sportart: "Es wäre schön, wenn der erste Heim-Weltcup noch einmal einen Riesenschub gibt." Der Skicross-Weltcup in Grasgehren ist der erste in Deutschland und der letzte vor den Weltmeisterschaften in den USA.

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