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Nordische Ski-WM: Northug verhöhnt im Gold-Rausch die Konkurrenz

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Nordische Ski-WM - Langlauf  

Northugs Hochmut im Sieg provoziert

07.03.2011, 15:26 Uhr | dpa, dpa

Nordische Ski-WM: Northug verhöhnt im Gold-Rausch die Konkurrenz. Norwegens Gold-Läufer Petter Northug stoppt vor der Ziellinie provozierend ab - bis Schwedens Marcus Hellner ankommt. (Foto: AP)

Norwegens Gold-Läufer Petter Northug stoppt vor der Ziellinie provozierend ab - bis Schwedens Marcus Hellner ankommt. (Foto: AP) (Quelle: AP/dpa)

Nun hat Petter Northug auch die letzten Sympathien beim neutralen Langlauf-Publikum verspielt. Der im Sport ohnehin als arrogant und unfair geltende norwegische Langlauf-Star zeigte auf der Zielgeraden der 4 x 10-Kilometer-Staffel der Herren bei der Nordischen Ski-WM, warum er nur enge Freunde oder erbitterte Feinde hat: Nachdem er mit einem beeindruckenden Antritt die Konkurrenz bezwungen hatte, verlegte er zunächst seine Konzentration auf die Kommunikation mit dem jubelnden Publikum und stoppte dann noch vor der Ziellinie. Er drehte sich um und wartete auf den Schweden Marcus Hellner, um dann seitlich die Zeitnahme auszulösen.

Während ein Großteil des Publikums im Siegesjubel über das "Schauspiel" lachte, gab es von objektiven Betrachtern nur Kopfschütteln und Ablehnung. Tobias Angerer, der die deutsche Staffel auf den Bronzerang gelaufen hatte, war erschüttert. "Ich respektiere seine sportlichen Fähigkeiten und Erfolge, aber manche Dinge von ihm sind respektlos", sagte er. Bundestrainer Jochen Behle setzte noch einen drauf: "So etwas möchte ich von meinen Athleten niemals erleben."

Northug hat keine Sperenzchen nötig

Dabei hat Northug alles, was ihn zum Superstar der Szene machen könnte. Der 25-Jährige besticht durch taktische Cleverness im Rennverlauf und unglaubliche Spurtstärke im Endkampf. Gleichzeitig reizt er jedoch nicht nur die internationale Gegnerschaft, sondern auch einen Teil der eigenen Teamkollegen mit Arroganz und Egoismus. Privat ist der 1,85 Meter große Modell-Athlet als ruhiger, freundlicher und eher schüchterner Lang- und Vielschläfer bekannt. Seine Tränen bei der Siegerehrung nach dem WM-Triumph in der Doppelverfolgung prangten auf den Titelseiten aller Tageszeitungen.

Die Rolle des "Biests" taugt Northug

Ob Northugs unfaire Aktion auf seine Popularität in Norwegen Einfluss haben wird, bleibt abzuwarten. Bisher wird er wegen seiner Erfolge wie den zwei Olympiasiegen von Vancouver und den mittlerweile fünf Weltmeister-Titeln vom größten Teil der Sportfans gefeiert und stellt damit selbst Biathlon-Star Ole Einar Björndalen in den Schatten. Sein Image als "Rüpel auf Langlaufski" wird er voraussichtlich weiter pflegen. Er sei gern das "Biest", so lange er Erfolg hat, sagte er im vergangenen Oktober.

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