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Eisschnelllauf-WM: Falsche Fahne geht am Mast hoch

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Eisschnelllauf - WM in Inzell  

Am Mast geht die falsche Fahne hoch

14.03.2011, 12:58 Uhr | sid, dpa, sid, dpa

Eisschnelllauf-WM: Falsche Fahne geht am Mast hoch. -Bronzemedaillengewinner Iwan Skobrew präsentiert nach der WM-Siegerehrung die russische Fahne. (Foto: dpa)

Bronzemedaillengewinner Iwan Skobrew präsentiert nach der WM-Siegerehrung die russische Fahne. (Foto: dpa) (Quelle: dpa)

Vor der französischen Fahne wollte sich der Russe Iwan Skobrew nun wirklich nicht verbeugen: Bei der Siegerehrung für die 5000 Meter der Herren ist es bei den Eisschnelllauf-Weltmeisterschaften in Inzell zur nächsten Panne gekommen. Für Bronzemedaillengewinner Skobrew wurde die französische Flagge am Mast der Max-Aicher-Arena aufgezogen. Skobrew reagierte schon auf dem Siegerpodest unwillig, holte sich dann aus dem Publikum die richtige Staatsflagge und schwenkte sie vor den Fans.

"Ich habe kein Glück bei Siegerehrungen", sagte Skobrew. Bereits nach seinem Sieg bei der Mehrkampf-WM im kanadischen Calgary im Februar wurde eine falsche Hymne zur Siegerehrung eingespielt. Routinier Bob de Jong sicherte sich übrigens in Inzell den WM-Titel über die 5000 Meter. Der 34-Jährige siegte in 6:15,41 Minuten vor Lee Seung-Hoon aus Südkorea und Skobrew. Bester Deutscher wurde Patrick Beckert auf Rang zwölf.

Sieben geschenkte Kilometer auf der Medaille

Erheiterung hatte zuvor eine kuriose Verwechslung von Medaillensätzen ausgelöst. Sowohl die Siegerin Ireen Wüst wie auch die Silbermedaillen-Gewinnerin Martina Sablikova hatten nach dem 3000-Meter-Rennen die Medaillen für die 10.000 Meter der Herren umgehängt bekommen. Die Niederländerin nahm das "Vorkommnis" von der lustigen Seite. "Oh, das ist ja die Medaille, die eigentlich Bob de Jong gehört. Es wird in die Geschichte eingehen, dass jemand die 10.000 Meter in der Zeit von 4:01,56 Minuten gewinnt", scherzte Wüst. Ihr Landsmann de Jong, der die 5000 Meter gewonnen hatte, ist auch großer Favorit über die doppelte Distanz.

Sablikova sah die Verwechslung eher unspektakulär: "Das kann schon mal vorkommen, ist doch nicht so schlimm", meinte die Tschechin. Kurz nach der Siegehrung hatte das Organisationskomitee den Fehler bemerkt und den Damen die richtigen Medaillen ausgehändigt.

Erneut eine wüste Vorstellung

Für Wüst setzte sich der Gold-Regen auch über 1500 Meter fort. Sie hüpfte nach ihrem zweiten Sieg in Inzell wie ein Irrwisch über die Bahn und sprang ihrem Trainer Gerad Kemkers in die Arme. "Ich bin total glücklich", rief die Olympiasiegerin. Der Jubel der Oranje-Fans kannte in der Inzeller Eishalle keine Grenzen, nachdem Diane Valkenburg und Jorien Voorhuis den Dreifach-Erfolg von Oranje perfekt gemacht hatten.

Zur herausragenden Athletin avanciert aber mehr und mehr die 25-jährige Wüst, die die Weltelite wieder aufmischt. Nach ihrem Olympiasieg 2006 musste sie einige Durststrecken überstehen und verschwand zwischenzeitlich in der Versenkung. Pünktlich zu den Olympischen Spielen in Vancouver 2010 meldete sie sich zurück und holte Gold über 1500 Meter.

Noch zwei Mal Gold fehlt

Noch besser läuft es in dieser Saison. Bislang steigerte sich die in Heerenveen beheimatete Wüst von Wettkampf zu Wettkampf und wurde im Februar Weltmeisterin im Mehrkampf. In Inzell läuft die im südholländischen Goirle geborene Allrounderin zu absoluter Top-Form auf und hat zwei weitere Titel ins Visier genommen. Über 1000 Meter und in der Team-Verfolgung will sie ganz oben auf dem Treppchen stehen. "Ich bin auf einem guten Weg, in Inzell viermal Gold zu gewinnen. Das hatte ich mir auch vorgenommen", sagte Wüst.

Den deutschen Frauen blieb indes nur das Nachsehen. Monique Angermüller kam als beste Deutsche in 1:59,86 Minuten auf Rang 13. Isabell Ost (2:00,23) und Jennifer Bay (2:01,38) belegten die Plätze 16 und 19.

Die Gastgeber laufen auch bei den Herren nur mit

Wenig Grund zur Freude hatten auch die deutschen Männer am zweiten Tag der WM. Samuel Schwarz lief über 1000 Meter in 1:09,64 Minuten auf den neunten Platz, blieb allerdings knapp über seiner Saisonbestleistung (1:09,56). Nico Ihle kam in 1:10,59 Minuten beim Sieg von Olympiasieger Shani Davis aus den USA (1:08,45) auf den 18. Platz. Silber holte überraschend der Niederländer Kjeld Nuis (1:08,67), Bronze ging an dessen Landsmann Stefan Groothuis (1:08,73).

"Es war ein guter Lauf. Vor allem der Angang passte. Da war ich sehr aggressiv. Hinten raus wurde es doch schwer", sagte Schwarz nach seinem Rennen. Ihles Enttäuschung hielt sich in Grenzen. "Am Ende der Saison fehlt eben die Kraft", sagte der 25-Jährige. Trainer Klaus Ebert sah den Lauf deutlich kritischer: "Das war von Anfang an Krampf und Kampf."

Schwarz hatte Mitte Dezember im japanischen Obihiro seinen ersten Weltcup-Sieg geholt und beim Sieg über 1000 Meter in 1:09,98 Minuten den größten Erfolg seiner Karriere gefeiert. Seitdem jedoch konnte der 27-Jährige nicht mehr in die Weltspitze vorstoßen. Dem deutschen Rekordhalter Ihle (1:07,87) werden bessere Chancen auf eine vordere Platzierung über die 500 Meter eingeräumt.

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