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    Bob-EM: Thomas Florschütz feiert ersten internationalen Titel

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    Florschütz fährt trotz einer Verletzung zum EM-Titel

    09.01.2012, 12:43 Uhr | dpa, dapd

    Bob-EM: Thomas Florschütz feiert ersten internationalen Titel. Thomas Florschütz mit Anschieber Kevin Kuske in Aktion. (Quelle: dpa)

    Thomas Florschütz mit Anschieber Kevin Kuske in Aktion. (Quelle: dpa)

    Thomas Florschütz hat bei den Bob-Europameisterschaften in Altenberg seinen ersten Titel im Zweierbob gewonnen. Auf seiner Hausbahn siegte Florschütz trotz einer Sehnenreizung im Fuß nach nur einem Durchgang hauchdünn mit 0,01 Sekunden Vorsprung vor Maximilian Arndt und dem Schweizer Beat Hefti. Aufgrund starker Schneefälle war der zweite Durchgang abgesagt worden. Zuvor hatte die Rennleitung bereits den ersten Durchgang um anderthalb Stunden verschoben.

    "Ich bin glücklich und erleichtert, denn mein Fuß machte enorme Probleme. Selbst die Spritzen halfen nicht richtig, das hatte mit Leistungssport wenig zu tun", sagte der Olympia-Zweite von Vancouver, der sich mit einer Hundertstelsekunde vor Maximilian Arndt an die Spitze katapultierte. Für Arndt, der mit Marko Hübenbecker als Weltcup-Debütant ebenfalls eine tadellose Fuhre hinlegte, war es die erste internationale Medaille.

    Cheftrainer freut sich über "Riesenjob" seiner Schützlinge

    "Die Jungs haben einen Riesenjob gemacht bei den schwierigen Witterungsbedingungen", sagte Cheftrainer Christoph Langen, der zudem einen achten Platz von Manuel Machata verbuchte. Glücklich war auch Arndt, der bislang nur im großen Schlitten überzeugen konnte: "Mir ist außer einem kleinen Fehler in Kurve neun ein echt guter Lauf gelungen und ich bin natürlich happy über Platz zwei."

    Diskussion um die Sicherheit der Athleten

    Vor den Wettbewerben entbrannte eine Sicherheitsdebatte, nachdem Kanadas Bobteam einen Startverzicht beim Weltcup erklärt hatte. "Das ist eine anspruchsvolle Bahn mit einer großen Geschichte hinsichtlich der Stürze. Ich trage die Hauptverantwortung für die Gesundheit meiner Athleten und fühle mich nicht sicher, sie auf diese Bahn zu schicken. Daher ziehe ich unser Team zurück", teilte Kanadas Teamchef Tom de La Hunty auf der Homepage seines Verbandes vor den Rennen mit, nachdem sein Viererbob-Pilot Chris Spring beim Training schwer gestürzt war.

    Bereits bei der Frauenbob-Entscheidung trat Olympiasiegerin Kaillie Humphries, vor zwei Jahren noch siegreich auf dieser Bahn, nicht an. Den indirekten Vorwurf, die Bahn sei nicht sicher, wies Rainer M. Jacobus, Vizepräsident des Bob- und Schlittenverbandes für Deutschland (BSD), vehement zurück. "Stürze passieren auf jeder Bahn. Dieser Unfall basierte auf einem klaren Fahrfehler. Die Bahn ist sicher wie ein Kinderpopo. Doch ohne systematisches Training kann man diese anspruchsvolle Strecke nicht fahren", meinte Jacobus, der selbst noch eine Bobpilotenlizenz hat.

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