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Claudia Pechstein holt Silber und zofft sich mit dem Verband

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Pechstein holt Silber und zofft sich mit dem Verband

09.01.2012, 08:06 Uhr | dpa, sid

Claudia Pechstein holt Silber und zofft sich mit dem Verband. Claudia Pechstein legt sich mit dem Weltverband an. (Quelle: imago)

Claudia Pechstein legt sich mit dem Weltverband an. (Quelle: imago)

Claudia Pechstein hat in Budapest mit Silber die insgesamt elfte EM-Medaille ihrer langen Eisschnelllauf-Karriere gewonnen. Im ersten Mehrkampf nach ihrer zweijährigen Sperre aufgrund auffälliger Blutwerte belegte die 39 Jahre alte Berlinerin im abschließenden 5000-Meter-Rennen in 7:34,51 Minuten den zweiten Platz und schob sich im Gesamtklassement noch vom vierten auf den Silberrang vor.

Den Titel holte sich zum vierten Mal Olympiasiegerin Martina Sablikova, die auch über 5000 Meter von keiner Konkurrentin zu gefährden war. Die Tschechin setzte sich auf ihrer Spezialstrecke im direkten Duell mit Pechstein in 7:22,38 Minuten durch. EM-Bronze ging an Ex-Weltmeisterin Ireen Wüst aus den Niederlanden. Isabell Ost aus Berlin erreichte erstmals ein EM-Finale und kam am Ende auf Platz zehn.

Zoff mit Verband geht weiter

Derweil geht der Streit zwischen der fünfmaligen Eisschnelllauf-Olympiasiegerin und dem Eissport-Weltverband ISU geht in die nächste Runde. Der Vizepräsident der ISU, Jan Dijkema, hat am Rande der Europameisterschaften in Budapest Aussagen Pechsteins in ihrem Interview mit der Tageszeitung "Die Welt" vehement zurückgewiesen. "Das ist absoluter Unsinn", sagte Dijkema der niederländischen Tageszeitung "De Telegraaf".

Pechstein hatte behauptet, der ISU-Vize habe ihr und ihrem Freund gesagt, dass es ihm sehr leid tue, was passiert sei. "Die ISU-Funktionäre wissen, dass sie Fehler gemacht haben, aber sie wissen nicht, wie sie aus der Nummer rauskommen", sagte Pechstein, die seit ihrer Sperre wegen erhöhter Blutwerte auf Kriegsfuß mit dem Weltverband steht.

Zwei Jahre Zwangspause

Im Februar 2009 hatte Dijkema mit ISU-Arzt Harm Kuipers Pechstein über ihre erhöhten Retikulozyten-Werte informiert, die schließlich zu der zweijährigen Sperre der fünfmaligen Olympiasiegerin führten.

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