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Claudia Pechstein gewinnt Massenstart-Rennen in Berlin

11.03.2012, 16:56 Uhr | sid

Claudia Pechstein gewinnt Massenstart-Rennen in Berlin. Claudia Pechstein bejubelt ihren 27. Weltcupsieg. (Quelle: Reuters)

Claudia Pechstein bejubelt ihren 27. Weltcupsieg. (Quelle: Reuters)

Sie fiel ihrer Mutter in die Arme und winkte den Fans mit einem riesigen Handschuh zu: Claudia Pechstein hat ihren ersten Weltcupsieg seit mehr als dreieinhalb Jahren verbucht. Im Massenstart der Eisschnellläufer gelang ihr ausgerechnet vor heimischer Kulisse beim Weltcup-Finale in Berlin der erste Erfolg nach ihrer zweijährigen Sperre.

Begeistert wurde sie von 2000 Fans für ihre 95. Podest-Platzierung im Weltcup gefeiert. "Ich habe heute Geschichte geschrieben und bewiesen, dass ich auch mit 40 noch gewinnen kann", sagte sie strahlend nach ihrem 27. Weltcup-Erfolg. Den bislang letzten hatte sie am 23. November 2008 in Moskau verbucht.

Ernüchternde Bilanz für deutsches Team

Die älteste Top-Eisschnellläuferin der Welt schönte mit dem Sieg die insgesamt ernüchternde Bilanz der Gastgeber in Berlin. Für die fünfmalige Olympiasiegerin war es in ihrem achten Langstrecken-Rennen der Saison die achte Podestplatzierung. Doch konnte auch die "Eis-Oma" nicht verhindern, dass die Deutschen erstmals seit 25 Jahren ohne Triumph im Gesamt-Weltcup blieben.

70 Mal hatten die Deutschen in der 1985/86 eingeführten Wettkampfserie den jetzt mit 15.000 Dollar dotierten Gesamterfolg davongetragen. Doch als am Samstag die Traumserie von Jenny Wolf nach sechs Erfolgen über 500 Meter riss, war klar, dass es erstmals seit 1987 nicht zu einem "Pott" reichen würde. Damit fahren die Deutschen erstmals ohne eine realistische Goldchance zur WM nach Heerenveen.

Es fehlt an Nachwuchs

Eine Überraschung ist dies nicht. Vom Nachwuchs rückt niemand nach, so dass die Hoffnungen für die WM in zwei Wochen mit Ausnahme von Stephanie Beckert fast nur noch auf den erfahrenen Damen wie Wolf und Pechstein ruhen. Insgesamt fünf der zwölf Disziplinen musste die einstige Eisschnelllauf-Nation Deutschland beim Heimspiel vor über 5000 Besuchern gänzlich unbesetzt lassen. "Wir reihen uns ein in die Vielzahl Nationen, die nur noch punktuell die Weltspitze bestimmen. Zu viele Karriere-Abbrüche und Rückschläge durch Krankheiten haben uns in der Breite geschwächt", bestätigte DESG-Präsident Gerd Heinze.

Angesichts dieser Stagnation ist es eine echte Überraschung, dass Pechstein ihre Position in der Weltspitze in ihrer ersten kompletten Saison nach Ablauf ihrer Zwei-Jahres-Sperre halten konnte: Seit zehn Jahren war sie im Weltcup nicht so erfolgreich wie in diesem Jahr. "Es war heute ein kurioses Rennen. Unterwegs sind wir fast stehen geblieben. Aber am Ende hat sich mein Schlussspurt gelohnt", sagte Pechstein, die damit Platz zwei im Gesamtklassement einnahm und gemeinsam mit dem dritten Rang über die Langstrecken 8000 Dollar Preisgeld kassierte.

Ernüchterung bei Jenny Wolf

Von Selbstzweifeln geplagt ist indes Jenny Wolf, deren sechs Jahre anhaltende Überlegenheit über 500 Meter längst Geschichte ist. Nach den Rängen drei und vier mit gehörigen Abständen auf die Asiatinnen scheiterte ihr Plan vom siebten Weltcup-Gesamtsieg. "Es ist schade zu wissen, dass ich da vorn nicht mithalten kann", sagte sie ein wenig mutlos mit Blick auf Heerenveen. "In zwei Wochen kann man eine halbe Sekunde nicht aufholen." Für Platz drei im Weltcup-Klassement durfte sich die 33-Jährige mit 7000 Dollar Preisgeld trösten.

Über ein mögliches Karriereende ist angeblich aber noch keine Entscheidung gefallen. "Wir müssen im Sommer genau überlegen, wie es weitergehen soll. Wenn es kein zufriedenstellendes Ergebnis gibt, muss man Konsequenzen ziehen", sagte sie mehrdeutig.

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